Von #RerumNovarum 1891 zu #MagnificaHumanitas 2026: Im Weinberg des Textes, abgelesen in der #Surselva.

Pri­or und Novizen­meis­ter Pater Bruno OSB seg­nete #Caschlatsch (Gra­mazio Kohler Research ETH Zürich) als “Sozial­sta­tion” ein | M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. ähm… hier also grad ein Beispiel, dass … ;-)))

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

Anlass zu diesem Eintrag:

Papst Leo XIV. hat eine näch­ste Sozialen­zyk­li­ka her­aus­gegeben. Aus­gerech­net zu KI, wo doch schon die Begriffe «kün­stlich» und «intel­li­gent» aus natür­lich­er Sicht nicht beson­ders intel­li­gent sind …

Ich ver­suche hier, einen les­baren Text zu machen… Natür­lich mit kün­stlich­er Unter­stützung. Und vor allem, um das Jubiläum von 150 Jahren #Rerum­No­varum “in den Blick” zu bekom­men. Das ver­ste­ht nur @doc­mu­nier. (so?) Und jet­zt ist noch dazu gekom­men, dass @infos­per­ber sich über­legt, ob ich regelmäs­sig bei ihnen schreiben soll… ich mache ihnen also einen ersten Textvorschlag…

Wenig­stens die Pointe kenne ich schon: Nicht ein­mal dem Hei­land wäre es in den Sinn gekom­men, jun­gen Wein in alte Schläuche zu füllen. (Mk 2,22)

SPOILER:

  • 1877: Der 21-Jährige Dr. Cas­par Decurtins wird zum Mis­tral der Cadi gewählt und wird im gle­ichen Jahr Gross­rat im Kan­ton Graubün­den. Sein ultra­mon­tanis­tis­ches Polit-Pro­gramm lässt sich durch die Ablehnung der Alter­na­tivlosigkeit zwis­chen ((Staat)Markt) ((Links)Rechts) ((Sozialismus)Liberalismus) zusam­men­fassen.
  • 1880: Benedikt Pre­vost von Muri-Gries in Dis­en­tis leit­et den Wieder­auf­bau des über­schulde­ten Kloster Dis­en­tis nach dem Desaster von 1. Mai 1799 und dem 2. Brand vom 28. Okto­ber 1846.
  • 15. Mai 1891: Leo XIII veröf­fentlicht Rerum Novarum (Die “Union de Fri­bourg” — Decurtins ist Teil dieser Gruppe — stellt Max­i­mal­forderun­gen im Stre­it gegen die Alter­na­tivlosigkeit von ((Staat)Markt)
  • These: Zw. 1977–1982 begleit­ete (und unter­stützt) die Quar­tals­beilage Accents im Bünd­ner Tag­blatt (gedruckt in Dis­en­tis?) die von links und rechts offen­siv betriebene Schneeschmelze von #Lav­inaN­era: “Die alpine Man­gel­wirtschaft muss ein Ende haben!” Dr. Adolf Col­len­berg­er belegte kür­zlich, dass Sub­ven­tio­nen und Investi­tio­nen in den Touris­mus mass­ge­blich den Zusam­men­halt der Bevölkerung brechen kon­nten. Wie in den USA spielte aber auch die Eisen­bahn eine wichtige Rolle in der Kolo­nial­isierung. (so?)
  • 2025: Robert Fran­cis Pre­vost wird Papst Leo XIV mit expliziten Bezü­gen zu #Rerum­No­varum und der 1. Sozialen­zyk­li­ka aus dem Vatikan: Die Katholis­che Antwort auf “Die Soziale Frage”.
  • 2026: Leo XIV veröf­fentlicht Mag­nifi­ca Human­i­tas unter Begleitung von Microsoft und Anthrop­ic.

Der Hin­weis von Prof. Dr. Markus Ries, Uni­ver­sität Luzern, in der Schweiz­erische Kirchzeitung 02/2020, wird genutzt, die aktuelle Sozialen­zyk­li­ka zu lesen, wie die Erste: eben ger­ade nicht Wortwörtlich. In der Analo­gie wird vorgeschla­gen: “Ger­ade weil der Papst die radikale Infra­struk­turfrage der 4. indus­triellen Rev­o­lu­tion, aka Dig­i­tal­isierung, auf KI verkürzte, kon­nte #Mag­nific­aHu­man­i­tas so erfol­gre­ich wer­den.” (so?)

From the Fac­to­ry Sys­tem to Plat­form Pow­er
Rerum Novarum (1891) → Mag­nifi­ca Human­i­tas (2026)
Leo XIII → Leo XIV
Mark 2:22

De Sys­te­m­ate Offic­i­narum ad Potes­tatem Plat­for­marum
Rerum Novarum (1891) → Mag­nifi­ca Human­i­tas (2026)
Leo XIII → Leo XIV
Mc 2,22

((Staat)Markt)? von 1877 — 1977 wählte die #Sur­sel­va den drit­ten Weg: #Lav­inaN­era. (Wegkreuz von Sil­vio Mat­ti­oli vor der Klosterkirche Dis­en­tis.)

Der definitiv abgegebene Text an Infosperber am 12. Juni 2026

kontertext: Von #RerumNovarum 1891 zu #MagnificaHumanitas 2026

Ste­fan M. Sey­del / 11. Juni 2026 Im Wein­berg des Textes: Die Sozialen­zyk­li­ka von Papst Leo XIV abge­le­sen in der Sur­sel­va.

Ver­spätet auf dem Weg zur Probe mit dem Kirchen­chor im Vitg, ging ich zügig — mit dem Kopf über das Smart­phone gebeugt, wie fast immer — am Curtin Cumin vor­bei. Da erre­ichte mich trotz mein­er Ver­tiefung ein Ruf von hoch über mir aus der „O du weisse Arche am Rand des Gebirges! (1133 m. ü. M.)“. Der Wind zerzauste die Worte, aber ich riss meine bei­den Hände unkon­trol­liert wink­end über den Kopf und schrie dem offe­nen Fen­ster ent­ge­gen: “Ein Leo! Ein Leo!”. Zurück kam noch ein­mal — ich ver­stand es erst später: “Ein Pre­vost! Ein Pre­vost!”

Gab es an jen­em Don­ner­stagabend, 8. Mai 2025 um 19:31 Uhr gar ein Applaus in der kleinen Aula des Schul­haus­es zu Ehren des neuen Pap­stes? Ich weiss es nicht mehr. Sich­er aber weiss ich, dass unser Diri­gent einige res­olute Anläufe brauchte, bis er die geset­zten Her­ren zum Einsin­gen auf die Beine stellen kon­nte. Ein­er aber war noch nicht ganz fer­tig und flüsterte mir von hin­ten ins Ohr: “Ein Pre­vost! Ein Pre­vost!”

work in progress

(Der Text geht zuerst an die Redak­tion von Infos­per­ber.)

work in progress
work in progress
Ste­fan Schwenke fotografiert Ste­fan M. Sey­del am 12. Juni 2026

Links in der Reihenfolge ihres Aufrufs im Text:

  1. Rerum Novarum: https://www.vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html
  2. Mag­nifi­ca Human­i­tas: https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_XIV.
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinerorden
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Papst
  6. Niklaus Meien­berg, «O du weisse Arche am Rand des Gebirges (1133 m.ü.M.)» (in: Weh unser guter Kas­par ist tot. Plä­doy­ers u. dgl., Zürich 1991, Lim­mat Ver­lag, Seite 62 bis 78), 14.11.1985
  7. TLP 2.033 https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Logisch-philosophische_Abhandlung
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Ende_der_Geschichte
  9. https://www.woz.ch/2624/oekokommunismus/wir-brauchen-einen-dunklen-sozialismus/!30M5N30SMPBN (Accents 007: https://dissent.is/accents)
  10. https://trun.ch/de/kultur-und-sport/kultur/ischi-2024/
  11. https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_B%C3%BCnde#Oberer_oder_Grauer_Bund
  12. https://500.gr.ch/
  13. https://de.wikipedia.org/wiki/Ilanzer_Artikel
  14. https://de.wikipedia.org/wiki/Ultramontanismus
  15. https://www.e‑periodica.ch/digbib/volumes?UID=skz-004
  16. https://www.kirchenzeitung.ch/article/rerum-novarum-ohne-freiburger-maximalforderungen-20234
  17. https://de.wikipedia.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium
  18. Die andere Bil­dung, Ernst Peter Fis­ch­er: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Peter_Fischer_(Wissenschaftspublizist)
  19. https://dissent.is/hochwertwoerter/ (Lin­klis­ten unten!!!)
  20. Andreas Kley, „Was genau ist der Rechtsstaat?“, NZZ, 12. März 2016
  21. https://www.ius.uzh.ch/dam/jcr%3Aa6177408-6b30-458f-8817-dd941b08712f/Kley_Was%20genau%20ist%20der%20%C2%ABRechtsstaat%C2%BB_NZZ_2016_60.pdf
  22. GDI: ki kon­serviert spiel­regeln: https://www.youtube.com/watch?v=AWFFEbWqPcU
  23. fratel­li tut­ti: https://www.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html
  24. https://apnews.com/article/pope-ai-tech-trump-vatican-anthropic-d92d0108730d146baa46da041b8523da
Per­sonLebens­dat­enAlter 1877Alter 1880Rolle im Text
Placi Con­drau1819–19025861Pub­lizist, Ver­leger, katholisch-kon­ser­v­a­tive Öffentlichkeit
Benedikt Pre­vost1848–19162932Benedik­tin­er, ab 1880 in Dis­en­tis, später Abt
Theophil von Sprech­er1850–19272730lib­eraler Poli­tik­er, später mil­itärisch-poli­tis­che Spitzen­fig­ur
Cas­par Decurtins1855–191621/2224/25Mis­tral der Cadi, Gross­rat, später Nation­al­rat
BegriffBedeu­tung
Grauer Bundoffizieller his­torisch­er Name der Bünd­nis­grün­dung von 1424/1426
Ober­er Bundvolk­stüm­liche Beze­ich­nung, weil das Kernge­bi­et im oberen Vorder­rhein­tal lag
Ligia Grischarätoro­man­is­che Beze­ich­nung
Grey Leagueenglis­che Beze­ich­nung

Quelle 116 | Quelle 129 | Abschnitt 116 löscht den fun­da­men­tal­en Unter­schied zwis­chen Tran­shu­man­is­mus und Posthu­man­is­mus.

Der Tran­shu­man­is­mus ist ein Opti­mierung­spro­jekt. Er will den Men­schen tech­nisch steigern, ver­längern, verbessern oder über­winden. Krankheit, Alter, Intel­li­genz, Kör­p­er und Sterblichkeit wer­den zu tech­nis­chen Prob­le­men. Typ­is­che Namen: Ray Kurzweil, Nick Bostrom, Peter Dia­man­dis.

Der Posthu­man­is­mus ist kein Opti­mierung­spro­jekt. Er kri­tisiert die Fig­ur des Men­schen, die sich selb­st zum Zen­trum erk­lärt: autonom, ratio­nal, männlich, weiss, west­lich, herrschafts­fähig. Es geht nicht darum, den Men­schen tech­nisch aufzurüsten, son­dern darum, die Kat­e­gorie „Men­sch“ als his­torische Macht­fig­ur zu dezen­tri­eren. Typ­is­che Namen: Don­na Har­away, Rosi Braidot­ti, N. Kather­ine Hayles.

Wenn die Enzyk­li­ka bei­de Stränge zusam­men­zieht, wird genau jene Dif­ferenz unsicht­bar, die für die Kri­tik von Human­i­tas entschei­dend wäre. Der Tran­shu­man­ist will den Men­schen über­bi­eten. Die Posthu­man­istin will zeigen, dass der Men­sch nie das Zen­trum war.

Das ist nicht das­selbe. Das ist das Gegen­teil.

Union de Fribourg

Die zwei wichtig­sten Quellen:

  1. Pas­cal Ortel­li (PDF direkt)

Titel: L’U­nion de Fri­bourg et le régime du tra­vail

PDF: https://folia.unifr.ch/unifr/documents/307588

  1. Philippe Chenaux

Titel: Les orig­ines de l’U­nion de Fri­bourg

PDF/Text: https://www.persee.fr/doc/efr_0223-5099_1997_act_232_1_5134

Die wichtig­ste Primärquelle hin­ter bei­den:

  1. Cyrille Mas­sard (1914)

Titel: L’Œu­vre sociale du car­di­nal Mer­mil­lod. L’U­nion de Fri­bourg d’après des doc­u­ments inédits

Nach­weis: https://reperio.usi.ch/discovery/fulldisplay?context=L&docid=alma991032807079705501&vid=41SLSP_USI%3ABiUSI

Lei­der finde ich derzeit keinen frei zugänglichen PDF-Scan von Mas­sard. Chenaux beze­ich­net das Werk aus­drück­lich als die klas­sis­che Quelle zur Union de Fri­bourg.

Quellen zur Debatte um Transhumanismus und Posthumanismus

Inter­na­tionale The­ol­o­gis­che Kom­mis­sion

Tran­shu­man­is­mus

Posthu­man­is­mus

Weit­ere wichtige Namen des Posthu­man­is­mus

Der Tran­shu­man­is­mus fragt:
„Wie kann der Men­sch verbessert wer­den?“

Der Posthu­man­is­mus fragt:
„Warum sollte der Men­sch über­haupt im Zen­trum ste­hen?“

Mag­nifi­ca Human­i­tas behan­delt bei­de Fra­gen weit­ge­hend gemein­sam. Genau darin liegt das Prob­lem. Denn wer bei­de Posi­tio­nen kri­tisiert, ohne ihren fun­da­men­tal­en Unter­schied ernst zu nehmen, vertei­digt möglicher­weise Human­i­tas gegen einen Geg­n­er, den es in dieser Form gar nicht gibt.

Du #ChatGPT von @OpenAI, denkst du, dass @claudeai von @AnthropicAI den Abschnitt 116 von #MAGNIFICAHUMANITAS @Pontifex geschrieben hat?

#Zivilisationsbruch (Linkliste)

Links:

Zur deutschen Debat­te:

Und noch näher an deinem Punkt:

Die stärk­sten Beispiele sind jene, bei denen aus­drück­lich mit human­itären, men­schen­rechtlichen oder zivil­isatorischen Argu­menten legit­imiert wurde.

Koso­vo 1999

  • NATO-Inter­ven­tion ohne UNO-Man­dat.
  • Begrün­dung: Ver­hin­derung ein­er human­itären Katas­tro­phe.
  • Diskus­sion: human­itäre Inter­ven­tion ver­sus Völk­er­recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force

Afghanistan 2001–2021

  • Zunächst Selb­stvertei­di­gung nach 9/11.
  • Später zunehmend legit­imiert mit Frauen­recht­en, Demokratieauf­bau, Bil­dung und Entwick­lung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_2001%E2%80%932021

Irak 2003

  • Offizielle Begrün­dung: Massen­ver­nich­tungswaf­fen.
  • Später stark umgedeutet auf Demokratie, Men­schen­rechte und Befreiung der Bevölkerung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg

Libyen 2011

  • UNO-Man­dat zum Schutz der Zivil­bevölkerung.
  • Rasch­er Über­gang zu Regimewech­sel.
  • Klas­sik­er der Debat­te um „Respon­si­bil­i­ty to Pro­tect“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rintervention_in_Libyen_2011

Respon­si­bil­i­ty to Pro­tect (R2P)

  • Die zen­trale Dok­trin, welche human­itäre Inter­ven­tio­nen legit­imieren soll.
  • Für Befür­worter Lehre aus Ruan­da.
  • Für Kri­tik­er Türöffn­er geopoli­tis­ch­er Inter­ven­tio­nen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Responsibility_to_Protect

Kri­tik­er dieser Entwick­lung

work in progress

Bin hier am kom­men­tieren und sam­meln:

Vom Fab­riksys­tem zur Plat­tfor­m­macht und die Suche nach einem drit­ten Weg
Rerum Novarum (1891) → Mag­nifi­ca Human­i­tas (2026)
Leo XIII. → Leo XIV.
Mk 2,22

work in progress
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bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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Arbeit am Textvorschlag für @infosperber

work in progress
achtung. bin noch voll am schreiben… alles sehr pro­vi­sorisch… reload für aktuellen schreib­stand ;-)))

Titel: Kontertext: Wie über eine päpstliche Sozialenzyklika schreiben, welche man nicht gelesen hat?

Lead: Von Rerum Novarum 1891 zu Magnifica Humanitas 2026:
Im Weinberg des Textes, abgelesen in der Surselva von @sms2sms

Text:

Ver­spätet auf dem Weg zur Probe mit dem Kirchen­chor im Dorf, ran­nte ich mit dem Kopf über das Smart­phone gebeugt am Curtin Cumin vor­bei. Da erre­ichte mich trotz mein­er Ver­tiefung ein Ruf aus der „O du weisse Arche am Rand des Gebirges! (1133 m ü.M.)“ hoch über mir. Ich ver­stand den Ruf nicht, aber ich riss meine bei­den Hände unkon­trol­liert wink­end über den Kopf und schrie dem offe­nen Fen­ster ent­ge­gen: “Ein Leo! Ein Leo!”. Zurück kam — ich ver­stand es zunächst noch immer nicht: “Ein Pre­vost! Ein Pre­vost!”

Gab es ein Applaus in der kleinen Aula des Schul­haus­es zu Ehren des neuen Pap­stes? Ich weiss es nicht mehr. Aber unser Diri­gent brauchte einige res­olute Anläufe, die geset­zten Her­ren zum Einsin­gen auf die Beine zu bewe­gen. Ein­er kon­nte es nicht lassen und flüsterte mir von hin­ten ins Ohr: “Ein Pre­vost! Ein Pre­vost!”

Den Namen Pre­vost kan­nte ich nur von einem riesi­gen Last­wa­gen aus Thu­sis, welch­er jew­eils am Haupt­bahn­hof Disentis/Mustér vor meinem Fen­ster parkiert, wenn Aus­liefer­un­gen in der Sur­sel­va zu erledi­gen sind. Chat­G­PT brauchte aber nicht lange zu suchen: Benedikt Pre­vost. Ein Bünd­ner aus dem Val Mus­tair. Einge­treten als Mönch im Stift Gries bei Bozen. Ab 1880 Pri­or im Kloster Dis­en­tis. Von 1888 bis zu seinem Tod 1916 ein­er der proviliertesten Äbte des Benedik­tin­er.

Und wer hat den 32-jähri­gen dort instal­liert? Ein ges­tanden­er, 61-jähriger ger­adlin­iger Ultra­mon­tanist, welch­er in bloss zwei Jahrzehn­ten ein — ach was! — das stim­mge­waltige, rätoro­man­is­che Medi­en­haus auf­baute und sich Furcht und Achtung weit über den Kan­ton Graubün­den hin­aus erwor­ben hat. Ein mit 21 Jahren zum höch­sten Exeku­tiv­en gewählten gewählten Poli­tik­er aus den edel­sten Eliten des Bünd­ner Ober­lan­des. Ein 30-jähri­gen Regierungsrat in Chur, ein Lib­eraler. Ein Jour­nal­ist, zwei exeku­tive Poli­tik­er, ein Abt: Das Dream-Team der Schwarzen Lavine. Schwarz wie die intellek­tuellen Benedik­tin­er. Schwarz wie die Pfar­rer, welche uner­müdlich Tal auf und ab flat­terten. Schwarz wie die Poli­tik des “Löwen von Trun”, dem Mis­tral der Cadi. Schwarz wie die Fin­gerkup­pen der Bevölkerung, welche die Trak­tate, Zeitun­gen und Büch­er der Con­drau Medi­en aus Mustér lasen, wie andere die Bibel: Wortwörtlich.

Das Stich­wort ist gefall­en: Der Löwe.

Unser Dr. Cas­par Decurtins wurde 1877 als 21-jähri­gen nicht nur Mis­tral der Cadi, son­dern direkt auch Gross­rat im Kan­ton Graubün­den. Bere­its 1881 Nation­al­rat. 1989 ist er zu ein­er prä­gen­den Fig­ur des sozialpoli­tis­chen Flügels der katholisch-kon­ser­v­a­tiv­en Bewe­gung der Schweiz herangewach­sen und half mit die Uni­ver­sität Fri­bourg zu grün­den.

Der Ultra­mon­tanis­mus trug Decurtins über die Sur­sel­va in die Welt hin­aus. “Die Soziale Frage” brachte ihn in die “Union de Fri­bourg” und in ein inter­na­tionales Net­zw­erk katholis­ch­er Sozial­re­former: Katholis­che Gew­erkschafts- und Arbeit­er­reformer. Kor­po­ratis­ten. Stän­destaat-The­o­retik­er. Katholis­che Adelige mit sozial­re­formerischem Anspruch. Jesuit­is­che Sozialethik­er. Vertreter der entste­hen­den christlichen Demokratie. Eine elitäre, intellek­tuelle Gruppe, welche den 13. Löwen-Papst mächtig Feuer unterm Hin­tern machte.

Prof. Dr. Markus Ries von der Uni­ver­sität Luzern lächelte kür­zlich im Blog der Schweiz­erischen Kirchen­zeitung (Print 02/2020, e‑periodica | link), dass Rerum Novarum vom 15. Mai 1891 vielle­icht ger­ade deshalb his­torisch wirk­sam gewor­den sei, weil Papst Leo XIII die radikalen Forderun­gen der “Union de Fri­bourg” nicht über­nom­men hätte. Wie auch immer: Die über­raschende Wahl von Kar­di­nal Robert Fran­cis Pre­vost am Don­ner­stag Abend vom 8. Mai 2025, welch­er sich selb­st zu Leo dem XIV gemacht hat, wurde im Vitg Mustér und im Kloster gefeiert, wie andere im Sport einen Sieg der eige­nen Mannschaft feiern.

Und jet­zt also diese “Mag­nifi­ca Human­i­tas” vom 25. Mai 2026.

work in progress

Rerum Novarum (1891)

15 Seit­en
41 Fuss­noten
64 Abschnitte

Mag­nifi­ca Human­i­tas (2026)

53 Seit­en
224 Fuss­noten
245 Abschnitte

Zwis­chen Leo XIII und Leo XIV:

38 Seit­en mehr

183 Fuss­noten mehr

181 Abschnitte mehr

Oder als Pointe:

Leo XIII:

15 Seit­en
64 Gedanken
41 Belege

Leo XIV:

53 Seit­en
245 Gedanken
224 Belege

work in progress
so. bin eingeschrieben. so geht es aber nicht. und sowieso: ich muss wo anders schreiben als hier… allein, damits ich zeichen zählen lassen kann ;-)))

» Länge: max­i­mal 10’000 Zeichen
» Titel max. 63 Zeichen inkl „kon­ter­text:“ Kein Satzze­ichen am Schluss
»
» Bsp für Titel: kon­ter­text: Ab in den Rhein
»
» Lead max. 131 Zeichen. Am Schluss Punkt.

work in progress
work in progress

Placi Con­drau, Cas­par Decurtins, Theophil von Sprech­er

Placi Con­drau
→ Presse

Cas­par Decurtins
→ Poli­tik

Theophil von Sprech­er
→ Staat

Benedikt Pre­vost
→ Kloster

work in progress

Link-Liste:

  • Mag­nifi­ca Human­i­tas wurde am 25. Mai 2026 veröf­fentlicht.
    https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
  • Rerum Novarum wurde am 15. Mai 1891 von Papst Leo XIII veröf­fentlicht.
    vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html
    britannica.com/topic/Rerum-Novarum
    en.wikipedia.org/wiki/Rerum_novarum
  • Papst Leo XIII war Papst vom 20. Feb­ru­ar 1878 bis zum 20. Juli 1903.
    vatican.va/content/leo-xiii
    britannica.com/biography/Leo-XIII
    en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIII
  • Papst Leo XIV wurde am 8. Mai 2025 gewählt.
    en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIV
  • Benedikt Pre­vost war Abt des Klosters Dis­en­tis vom 18. April 1888 bis zu seinem Tod am 13. Juni 1916.
    de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_Prevost
    de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Disentis
  • Die Gaset­ta Romontscha wurde 1856 von Placi Con­drau gegrün­det.
    2026 sind das 170 Jahre.
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/024787/ (Gaset­ta)
    hls-dhs-dss.ch/fr/articles/041103/ (Placi Con­drau)
    cosa.ch
  • Am 6. Mai 1877 wurde der 21-jährige Dr. Cas­par Decurtins zum Mis­tral (Lan­dammann) der Cadi gewählt. Gle­ichzeit­ig begann seine lange poli­tis­che Lauf­bahn im Bünd­ner Grossen Rat (1877–1904).
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
    en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    1881 wurde er in den Nation­al­rat gewählt. Dieses Man­dat behielt er bis 1905. Er entwick­elte sich zum führen­den Vertreter des sozialpoli­tis­chen Flügels der katholisch-kon­ser­v­a­tiv­en Bewe­gung in der Schweiz. Sein bekan­ntes Mot­to lautete: «Der Hunger ist wed­er katholisch noch protes­tantisch.»
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
    en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    Zusam­men mit Placi Con­drau kämpfte er für den Erhalt des Klosters Dis­en­tis, das damals von der Auflö­sung bedro­ht war. (Wikipedia)
    de.wikipedia.org/wiki/Placi_Condrau
    en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    1889 gehörte er zu den Mit­grün­dern der Uni­ver­sität Freiburg. en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    1891 gehörte Cas­par Decurtins zu den katholis­chen Sozialpoli­tik­ern, deren Vorar­beit­en, Eingaben und Net­zw­erke in die Entste­hung von Rerum Novarum ein­flossen. Er stand in engem Kon­takt mit den christlich-sozialen Bewe­gun­gen Europas und machte die soziale Frage zu seinem zen­tralen poli­tis­chen The­ma. Nach der Veröf­fentlichung der Enzyk­li­ka wurde er zu einem ihrer wichtig­sten Ver­mit­tler und poli­tis­chen Umset­zer in der Schweiz.
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
    en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    historisches-lexikon.li/Caspar_Decurtins
    unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/institute/zgp/dokumente/Publikationen/Schieweck_Decurtins.pdf
    1905 schied er aus dem Nation­al­rat aus und wurde Pro­fes­sor für Kul­turgeschichte an der Uni­ver­sität Freiburg. Er lehrte dort von 1905 bis 1913 (nach anderen Quellen bis 1914).
    e‑archiv.li/personDetail.aspx?persID=29963
    deutsche-biographie.de/gnd11949339X.html
    en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    1915 kehrte er nach Trun zurück, um sich ganz der Arbeit an sein­er Rätoro­man­is­chen Chrestomath­ie zu wid­men. Er starb am 30. Mai 1916 in Trun.
    rm.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
  • Union de Fri­bourg (1884–1891) Die Union de Fri­bourg war ein inter­na­tionaler Arbeit­skreis katholis­ch­er Sozialdenker, der sich von 1884 bis 1891 in Fri­bourg (Schweiz) mit der sozialen Frage der Indus­tri­al­isierung befasste. Die dort erar­beit­eten Posi­tio­nen gel­ten als eine der wichtig­sten Vorar­beit­en zur Enzyk­li­ka Rerum Novarum von 1891.
    fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
    jstor.org/stable/23559843
    Wichtige Mit­glieder
    - Gas­pard Mer­mil­lod (Schweiz)
    - Cas­par Decurtins (Schweiz)
    - Georges Python (Schweiz)
    - Ernst Feigen­win­ter (Schweiz)
    - René de La Tour du Pin (Frankre­ich)
    - Albert de Mun (Frankre­ich)
    - Hen­ri Lorin (Frankre­ich)
    - Karl von Vogel­sang (Öster­re­ich)
    fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
    en.wikipedia.org/wiki/Gaspard_Mermillod

    Zen­trale Fragestel­lung
    Wie kann die soziale Frage beant­wortet wer­den, ohne Lib­er­al­is­mus oder Sozial­is­mus zu fol­gen, und stattdessen auf christlich­er Sozialver­ant­wor­tung, Arbeit­er­schutz, beruf­sständis­ch­er Organ­i­sa­tion und sozialer Koop­er­a­tion beruhen?
    fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
    Cas­par Decurtins gehörte zum Freiburg­er Kreis und wirk­te nach Angaben des His­torischen Lexikons der Schweiz als Berater an der Sozialen­zyk­li­ka Rerum Novarum mit.
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
    de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
    fr.wikipedia.org/wiki/Gaspard_Decurtins

    In der Union de Fri­bourg ver­sam­melten sich mehrere Strö­mungen des katholis­chen Sozial­re­formis­mus:
    - Ultra­mon­tane Katho­liken (um Kar­di­nal Gas­pard Mer­mil­lod)
    - Sozialkatho­liken
    - Christlich-soziale Poli­tik­er
    - Katholis­che Gew­erkschafts- und Arbeit­er­reformer
    - Kor­po­ratis­ten / Stän­destaat-The­o­retik­er
    - Katholis­che Adelige mit sozial­re­formerischem Anspruch
    - Jesuit­is­che Sozialethik­er
    - Vertreter der entste­hen­den christlichen Demokratie

    Cas­par Decurtins (1855–1916) gehörte zu den jüng­sten Mit­gliedern der Union de Fri­bourg. Jünger war lediglich Georges Python (1856–1927). Als Decurtins 1884 in den Freiburg­er Kreis ein­trat, war er 29 Jahre alt und damit deut­lich jünger als die meis­ten Kardinäle, Bis­chöfe, Adli­gen und Sozial­re­former, die dort ver­sam­melt waren.

    Der Ultra­mon­tanis­mus brachte Decurtins nach Fri­bourg. Die soziale Frage brachte ihn in die Union de Fri­bourg und in ein inter­na­tionales Net­zw­erk katholis­ch­er Sozial­re­former.

    Die Union de Fri­bourg war ein zeitlich begren­zter Gespräch­skreis von 1884 bis 1891. Nach der Veröf­fentlichung von Rerum Novarum löste sich die Gruppe fak­tisch auf, weil ihr wichtig­stes Ziel erre­icht war.
  • https://weberprevost.ch/ der last­wa­gen am haupt­bahn­hof dissent.is/muster ;-)
  • Sil­vio Mat­ti­oli, geboren in bias­ca: https://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Mattioli sein kreuz vor der klosterkirche ste­ht genau an jen­er Schwelle, an der sich mehrere Wege kreuzen:
    - Rom (Kirche)
    - Fri­bourg (Sozial­re­form)
    - Dis­en­tis (Kloster)
    - Cadi (Poli­tik)
    - Sur­sel­va (Öffentlichkeit)
  • Robert Fran­cis Pre­vost (*1955)
    Geboren am 14. Sep­tem­ber 1955 in Chica­go. Robert Fran­cis Pre­vost wuchs als Sohn eines Schuldirek­tors mit franzö­sis­chen Vor­fahren und ein­er Mut­ter aus ein­er kre­olis­chen Fam­i­lie mit Wurzeln in New Orleans in Chica­go auf.
    1977 Ein­tritt in den Augustineror­den; er war damals 21 Jahre alt, kurz vor seinem 22. Geburt­stag.
    1982 Priester­wei­he.
    Pro­mo­tion im Kirchen­recht an der Päp­stlichen Uni­ver­sität Heiliger Thomas von Aquin in Rom.
    Viele Jahre Tätigkeit in Peru.
    2001–2013 Pri­or Gen­er­al des Augustineror­dens.
    2015–2023 Bischof von Chi­clayo in Peru.
    2023–2025 Präfekt des Dikas­teri­ums für die Bis­chöfe.
    Seit 2023 Kar­di­nal.
    Am Don­ner­stag 8. Mai 2025 zum Papst gewählt.
    Er wählte den Namen Leo XIV.
    vatican.va/content/leo-xiv/en/biography/documents/biografia_leone-xiv.html
    catholic-hierarchy.org/bishop/bprevost.html

zeige mir dein kom­mu­nika­tives set­ting und ich sage dir, was du willst.

18:07 Uhr

Weiss­er Rauch über der Six­tinis­chen Kapelle.

ca. 19:15 Uhr

Kar­di­nal Dominique Mam­ber­ti tritt auf die Log­gia des Peters­doms und verkün­det:

Habe­mus Papam

sowie:

…qui sibi nomen impo­suit Leo XIV

also den Namen Leo XIV.

“La pace sia con voi”

19:19 Uhr

Die offizielle Mel­dung von Vat­i­can News erscheint mit der Über­schrift:

Leo XIV is the new Pope

  • Augustin­er
    Gegrün­det 1244. Inter­na­tionaler Bet­telor­den nach der Regel des Augusti­nus. Der Orden verbindet Gemein­schaft­sleben, Bil­dung, Seel­sorge und Mis­sion. Robert Fran­cis Pre­vost trat 1977 im Alter von 21 Jahren in den Orden ein und war von 2001 bis 2013 dessen Gen­er­al­pri­or.
    augustinianorder.org
    vatican.va/content/leo-xiv/en/biography/documents/biografia_leone-xiv.html
  • Papst Leo XIII (1810–1903) Diplo­mat, Bischof und Papst. Regierte die katholis­che Kirche von 1878 bis 1903. Mit Rerum Novarum (1891) begrün­dete er die mod­erne katholis­che Soziallehre und reagierte auf die sozialen Fol­gen der Indus­tri­al­isierung.
    vatican.va/content/leo-xiii
    hls-dhs-dss.ch
    en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIII
  • Katholis­che Soziallehre:
    de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Soziallehre
    ((Liberalismus)Sozialismus)
  • Soziale Frage
    https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Frage
    1830/1840/1848 → soziale Frage
    1884–1891 → Union de Fri­bourg
    1891 → Rerum Novarum, Die Katholis­che Antwort auf die Soziale Frage
    ab 1891 → katholis­che Soziallehre als eigen­ständi­ge Tra­di­tion

    und die katholis­che Antwort war:
    Lib­er­al­is­mus → indi­vidu­elle Frei­heit ohne aus­re­ichende soziale Bindung
    Sozial­is­mus → kollek­tive Organ­i­sa­tion unter Zurück­drän­gung von Eigen­tum und Zwis­chenkör­pern

    ich kan­nte diese geschichte nicht. notiere aber seit jahrzehn­ten.
    #Sozial­is­mus war Sol­i­dar­ität aus Grün­den des eige­nen Vorteils.
    #Lib­er­al­is­mus war Indi­vid­u­al­is­mus aus Grün­den kollek­tiv­er Vorteile.

    der Satz bear­beit­et dieselbe Unter­schei­dung
    Die Union de Fri­bourg for­mulierte die Sache anders, aber das Prob­lem­feld ist erstaunlich ähn­lich:
    Lib­er­al­is­mus:
    Der indi­vidu­elle Vorteil erzeugt kollek­tiv­en Wohl­stand.
    Sozial­is­mus:
    Der kollek­tive Vorteil recht­fer­tigt Ein­schränkun­gen indi­vidu­eller Frei­heit.

    Dein Satz ver­schiebt die Beobach­tungsebene:
    #Sozial­is­mus war Sol­i­dar­ität aus Grün­den des eige­nen Vorteils.
    #Lib­er­al­is­mus war Indi­vid­u­al­is­mus aus Grün­den kollek­tiv­er Vorteile.
    Dadurch wer­den bei­de Ide­olo­gien sym­metrisch les­bar. Bei­de erscheinen nicht als moralis­che Gegen­sätze, son­dern als unter­schiedliche Begrün­dungs­for­men für die Beziehung zwis­chen Indi­vidu­um und Kollek­tiv.
  • Die Union de Fri­bourg war das Labor.
    Rerum Novarum war die veröf­fentlichte Fas­sung.

    fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/017380/

    1884–1891
    Die Union de Fri­bourg erar­beit­ete Posi­tio­nen zur sozialen Frage.
    1891
    Rerum Novarum über­nahm viele ihrer Anliegen, blieb in einzel­nen Forderun­gen jedoch zurück­hal­tender als Teile des Freiburg­er Kreis­es.
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/017380/
    fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
  • Indus­trielle rev­o­lu­tio­nen:
    Indus­triegeschichte:
    Mech­a­nisierung → Motorisierung → Automa­tisierung → Dig­i­tal­isierung
    Leo XIV: Rerum Novarum → Mag­nifi­ca Human­i­tas
  • Gerechter Krieg (bel­lum ius­tum)
    Lehre, die auf Augusti­nus (354–430) und Thomas von Aquin (1225–1274) zurück­ge­ht.
    Grund­frage:
    Unter welchen Bedin­gun­gen kann Krieg moralisch gerecht­fer­tigt sein?
    Klas­sis­che Kri­te­rien:
    - gerechter Grund
    - legit­ime Autorität
    - rechte Absicht
    - let­ztes Mit­tel
    - Ver­hält­nis­mäs­sigkeit
    - Aus­sicht auf Erfolg
    - Schutz von Nichtkom­bat­tan­ten

    de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_Krieg
    newadvent.org/cathen/08586a.htm
    Augusti­nus (354–430)
    Gilt als Begrün­der der christlichen Lehre vom gerecht­en Krieg.
    de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo

    Thomas von Aquin (1225–1274)
    Sys­tem­a­tisierte die Lehre in der Sum­ma The­olo­giae.
    de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin
    Kat­e­chis­mus der Katholis­chen Kirche
    Übern­immt die Tra­di­tion des gerecht­en Krieges in den Abschnit­ten 2307–2317.
    vatican.va/archive/DEU0035/__P81.HTM

    Franziskus
    Stellte die Anwend­barkeit der tra­di­tionellen Lehre angesichts mod­ern­er Waf­fen und ins­beson­dere von Atom­waf­fen grundle­gend in Frage.
    vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html

    Leo XIV
    Kapi­tel 5 von Mag­nifi­ca Human­i­tas behan­delt:
    - Krieg
    - Macht
    - Waf­fen
    - Kün­stliche Intel­li­genz
    - Diplo­matie
    - Frieden
    vatican.va/content/leo-xiv/en/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html

    Für unsere Samm­lung:
    Augusti­nus
    → gerechter Krieg
    Thomas von Aquin
    → Sys­tem­a­tisierung
    Kat­e­chis­mus
    → Lehrtra­di­tion
    Franziskus
    → grundle­gende Infragestel­lung
    Leo XIV
    → erneute Behand­lung im Kon­text von KI und mod­er­nen Waf­fen­sys­te­men.

    Erst als Chris­ten poli­tis­che Ver­ant­wor­tung für Staat, Polizei, Armee und Reich übernehmen mussten, ent­stand die Lehre vom gerecht­en Krieg.
    Die his­torische Beobach­tung dahin­ter ist bre­it anerkan­nt.
    de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_Krieg
    de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo
    de.wikipedia.org/wiki/Christentum_im_Römischen_Reich
    hls-dhs-dss.ch/de/articles/011416/ (Paz­i­fis­mus)

    Paz­i­fis­mus
    → Urkirche

    Gerechter Krieg
    → Staatskirche

    Infragestel­lung des gerecht­en Krieges
    → Welt­ge­sellschaft, Atom­waf­fen, glob­ale Ver­net­zung
  • Human­i­tas
    → Würde des Men­schen

    Kopernikanis­che Kon­se­quenz
    → Dezen­trierung des Men­schen

    Mag­nifi­ca Human­i­tas
    → Rück­griff auf Human­i­tas

    dissent.is/dermenschimzentrum

    Der Titel selb­st sig­nal­isiert bere­its eine Entschei­dung:
    - Nicht Machi­na.
    - Nicht Intel­li­gen­tia Arti­fi­cialis.
    - Nicht Tech­nolo­gia.
    Son­dern:
    - Human­i­tas.
  • KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

    Arti­fi­cial Intel­li­gence
    → Intel­li­genz wird anthro­po­morph definiert. (dem men­schen ähn­liche eigen­schaften zuschreiben!)
    Machine Intel­li­gence
    → Mas­chine wird zum Bezugspunkt.
    Col­lec­tive Intel­li­gence
    → Kom­mu­nika­tion wird zum Bezugspunkt.
    de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz

    Kopernikus
    → Erde nicht im Zen­trum
    Dar­win
    → Men­sch nicht im Zen­trum des Lebens
    Freud
    → Bewusst­sein nicht Herr im eige­nen Haus
    Luh­mann
    → Men­sch nicht Zen­trum des Sozialen

    Human­i­tas und Arti­fi­cial Intel­li­gence wirken wie Gegen­sätze.
    Tat­säch­lich teilen bei­de densel­ben blind­en Fleck: Der Men­sch bleibt die Ref­erenz, um die sich alles dreht.
  • „Neuer Wein gehört in neue Schläuche.“ Mk 2,22
    bibleserver.com/LUT/Markus2%2C22
  • im wein­berg des textes
    Hugo von St. Vik­tor, Mit­te­lal­ter­lich­er The­ologe und Lehrer in Paris. Für ihn war Lesen eine geistige Übung, kein bloss­es Aufnehmen von Infor­ma­tion. de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_St._Viktor
    Ivan Illich
    1993 veröf­fentlichte Illich das Buch In the Vine­yard of the Text. Darin liest er Hugo von St. Vik­tor als Zeu­gen ein­er alten Lesekul­tur: Der Text ist ein Raum, den man betritt, bege­ht und bear­beit­et.
    en.wikipedia.org/wiki/In_the_Vineyard_of_the_Text

    Im Wein­berg des Textes heisst:
    nicht rezen­sieren
    son­dern able­sen, bege­hen, prüfen, was noch trägt.
  • Oh du weisse arche am rand des gebirges: https://www.sternenjaeger.ch/weisse-arche/
natür­lichkün­stlich
intel­li­gentMen­sch, Delfin, Krähe, Okto­pus?KI-Sys­tem! (antro­por­moph)
nicht intel­li­gentStein, Ham­mer, Aster­oidTaschen­rech­n­er, Ther­mo­stat

Kurz­fas­sung:

Die Union de Fri­bourg kon­nte ihre Span­nung klar benen­nen:

((Sozialismus)Liberalismus)

Bei Pre­vost ist die entsprechende Leitun­ter­schei­dung noch offen.

“HUMANITAS”, “Men­schen­würde”, “Liebe” und “Frieden” sind keine schar­fen Unter­schei­dun­gen, son­dern Hochw­er­twörter.

Inter­es­san­ter wären:

((Autonomie)Steuerung)
((Freiheit)Kontrolle)
((Person)System)

Dort begin­nt die eigentliche Arbeit.

Ja.

Und auf­fäl­lig ist, dass alle drei Äste let­ztlich auf his­torische Set­zun­gen der Kirche zie­len:

1. HUMANITAS

Humanitas
→ Mensch im Zentrum

Kopernikanische Konsequenz
→ Mensch nicht im Zentrum

Frage:
Kann Magnifica Humanitas die Humanitas überhaupt retten?
2. GERECHTER KRIEG

Urkirche
→ Pazifismus

Staatskirche
→ gerechter Krieg

Leo XIV
→ Infragestellung?

Frage:
Fällt mit der Staatskirche auch der gerechte Krieg?
3. DRITTER WEG

Question sociale

((Sozialismus)Liberalismus)

Union de Fribourg
→ dritter Weg

Frage:
Was ist heute die neue Leitunterscheidung?

Vielle­icht sog­ar noch knap­per:

Mensch im Zentrum?
Krieg als Option?
Dritter Weg wozwischen?

Das sind drei echte Fra­gen.

Nicht drei Antworten.

Bis hierher würde ich für unsere Sammlung notieren:

Wie über eine päpstliche Sozialenzyklika schreiben,
welche man nicht gelesen hat.

Wenigstens die Pointe kenne ich schon:

Nicht einmal dem Heiland wäre es in den Sinn gekommen,
jungen Wein in alte Schläuche zu füllen.
(Mk 2,22)

Und die drei Äste liefern die Begrün­dung:

1. HUMANITAS

Die Enzyklika versucht möglicherweise,
den Menschen erneut ins Zentrum zu stellen.

Die kopernikanische Konsequenz spricht dagegen.
2. GERECHTER KRIEG

Die Enzyklika versucht möglicherweise,
eine Lehre zu bewahren, die aus der Zeit
der Staatskirche stammt.

Die historischen Bedingungen haben sich verändert.
3. DRITTER WEG

Die Union de Fribourg konnte ihre Spannung benennen:

((Sozialismus)Liberalismus)

Welches Spannungsfeld bearbeitet Leo XIV?

Die Pointe wäre dann nicht:

“Der Papst irrt.”

Son­dern:

Die soziale Frage von 1891
kann nicht einfach auf 2026 übertragen werden.

Junger Wein.
Alte Schläuche.

Das ist bemerkenswert nahe an der Analo­gie, die Leo XIV selb­st auf­macht:

Rerum Novarum (1891)
          ↓
Magnifica Humanitas (2026)

Deine Frage wäre dann:

Ist die Analogie richtig?

Oder ist die Welt inzwischen
zu anders geworden?

Und genau dort sitzen Human­i­tas, gerechter Krieg und der dritte Weg als drei Prüf­steine.

2do-Liste

work in progress
work in progress

Wenn dich dieses Thema interessiert, interessierend dich auch diese Einträge:

Magnifica Humanita

Von Mag­nifi­ca Human­i­tas aus­ge­hend ver­suchen, die Sache auf fünf Sätze zu verdicht­en, bei denen Leo XIV. ver­mut­lich sagen würde: „Ja, genau darum ging es mir“, dann etwa:

  1. Wir dür­fen die Ord­nung des men­schlichen Zusam­men­lebens nicht tech­nis­chen Sys­te­men über­lassen.
  2. Wirtschaftlich­er Nutzen und tech­nis­che Effizienz sind kein Massstab für Men­schen­würde.
  3. Arbeit, Ver­ant­wor­tung und Gemein­schaft müssen wichtiger bleiben als Automa­tisierung und Kon­trolle.
  4. Tech­nolo­gie soll dem Men­schen dienen und nicht Men­schen zu Objek­ten tech­nis­ch­er Ver­wal­tung machen.
  5. Wir brauchen eine verbindliche Ord­nung des Gemein­wohls, damit Macht, Wis­sen und Reich­tum nicht in den Hän­den weniger konzen­tri­ert wer­den.

Nicht zuerst Eigen­tum. Nicht zuerst Markt. Nicht zuerst Tech­nik. Nicht zuerst Staat.
Son­dern:
Zuerst eine Frage nach Ord­nung.
Bei der Union de Fri­bourg:
Wer soll die Gesellschaft ord­nen?
Wer soll Arbeit ord­nen?
Wer soll Eigen­tum ord­nen?
Wer soll Gemein­schaft ord­nen?

Bei Leo XIV. scheint es ähn­lich:
Wer soll KI ord­nen?
Wer soll Dat­en ord­nen?
Wer soll Arbeit ord­nen?
Wer soll Macht ord­nen?
Die Denk­tra­di­tion scheint mir weniger „sozial“ als „ord­nung­sori­en­tiert“ zu sein.
Oder noch schär­fer:
Bei­de Texte begin­nen nicht mit Recht­en, son­dern mit der Sorge, dass eine neue Infra­struk­tur die beste­hende Ord­nung des Zusam­men­lebens auflöst.
1891: Indus­tri­al­isierung.
2026: Dig­i­tal­isierung / KI.
Die Frage lautet jew­eils nicht: „Ist die neue Tech­nik gut oder böse?“
Son­dern:
„Welche Ord­nung entste­ht dadurch?“

Die Frage lautet jew­eils nicht: „Ist die neue Tech­nik gut oder böse?“
Son­dern:
„Welche Ord­nung entste­ht dadurch?“

Leo XIV. scheint es ähn­lich:
Wer soll KI ord­nen?
Wer soll Dat­en ord­nen?
Wer soll Arbeit ord­nen?
Wer soll Macht ord­nen?


Die Denk­tra­di­tion scheint mir weniger „sozial“ als „ord­nung­sori­en­tiert“ zu sein.


Oder noch schär­fer:
Bei­de Texte begin­nen nicht mit Recht­en, son­dern mit der Sorge, dass eine neue Infra­struk­tur die beste­hende Ord­nung des Zusam­men­lebens auflöst.
1891: Indus­tri­al­isierung.
2026: Dig­i­tal­isierung / KI.
Die Frage lautet jew­eils nicht: „Ist die neue Tech­nik gut oder böse?“
Son­dern:
„Welche Ord­nung entste­ht dadurch?“

Die grossen päpstlichen Sozialenzykliken in der klassischen Linie ab Rerum Novarum:

JahrPapstTitelThe­men­schw­er­punkt / AnlassLink
1891Leo XIII.Rerum NovarumIndus­tri­al­isierung, Arbeit­er­frage, Kap­i­tal und Arbeithttps://www.vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html
1931Pius XI.Quadra­ges­i­mo AnnoWeltwirtschaft­skrise, Kap­i­tal­macht, Sub­sidiar­itäthttps://www.vatican.va/content/pius-xi/en/encyclicals/documents/hf_p-xi_enc_19310515_quadragesimo-anno.html
1961Johannes XXIII.Mater et Mag­is­traSozial­staat, Land­wirtschaft, glob­ale Ungle­ich­heithttps://www.vatican.va/content/john-xxiii/en/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_15051961_mater.html
1963Johannes XXIII.Pacem in Ter­risKalter Krieg, Frieden, Men­schen­rechtehttps://www.vatican.va/content/john-xxiii/en/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_11041963_pacem.html
1967Paul VI.Pop­u­lo­rum Pro­gres­sioEntwick­lungslän­der, glob­ale Gerechtigkeithttps://www.vatican.va/content/paul-vi/en/encyclicals/documents/hf_p-vi_enc_26031967_populorum.html
1981Johannes Paul II.Laborem ExercensArbeit, Gew­erkschaften, Würde der Arbeithttps://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_14091981_laborem-exercens.html
1987Johannes Paul II.Sol­lic­i­tu­do Rei SocialisNord-Süd-Kon­flikt, Entwick­lung, Sol­i­dar­itäthttps://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_30121987_sollicitudo-rei-socialis.html
1991Johannes Paul II.Cen­tes­imus Annus100 Jahre Rerum Novarum, Zusam­men­bruch des Ost­blockshttps://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html
2009Benedikt XVI.Car­i­tas in Ver­i­tateGlob­al­isierung, Finanzkrise, Tech­nikhttps://www.vatican.va/content/benedict-xvi/en/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20090629_caritas-in-veritate.html
2015FranziskusLauda­to si’Kli­makrise, Ökolo­gie, Kon­sumge­sellschafthttps://www.vatican.va/content/francesco/en/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html
2020FranziskusFratel­li tut­tiPolar­isierung, Migra­tion, glob­ale Brüder­lichkeithttps://www.vatican.va/content/francesco/en/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html
2026Leo XIV.Mag­nifi­ca Human­i­tasKün­stliche Intel­li­genz, Plat­tfor­m­macht, tech­nokratis­che Kon­trollehttps://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html

Offizielle Über­sicht des Vatikan: Enzyk­like­nar­chiv

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Heute im Kloster Dis­en­tis (so?)

Nächster Titel

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#RerumNovarum

Die Pointe des Artikels von Markus Ries ist eigentlich:
Rerum Novarum war ger­ade deshalb his­torisch wirk­sam, weil Leo XIII. die radikal-ultra­mon­ta­nen Freiburg­er Forderun­gen nicht voll­ständig über­nahm.
Der Vatikan hat den Bezug zu Rerum Novarum bei der Veröf­fentlichung von “Mag­nifi­ca human­i­tas” gle­ich selb­st gemacht.

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

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Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster

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