Prior und Novizenmeister Pater Bruno OSB segnete #Caschlatsch (Gramazio Kohler Research ETH Zürich) als “Sozialstation” ein | M/ein Blog ist m/ein Kartenraum und k/eine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. ähm… hier also grad ein Beispiel, dass … ;-)))
- wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
- wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
- wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
- wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an expertisen.
Anlass zu diesem Eintrag:
Papst Leo XIV. hat eine nächste Sozialenzyklika herausgegeben. Ausgerechnet zu KI, wo doch schon die Begriffe «künstlich» und «intelligent» aus natürlicher Sicht nicht besonders intelligent sind …
Ich versuche hier, einen lesbaren Text zu machen… Natürlich mit künstlicher Unterstützung. Und vor allem, um das Jubiläum von 150 Jahren #RerumNovarum “in den Blick” zu bekommen. Das versteht nur @docmunier. (so?) Und jetzt ist noch dazu gekommen, dass @infosperber sich überlegt, ob ich regelmässig bei ihnen schreiben soll… ich mache ihnen also einen ersten Textvorschlag…
Wenigstens die Pointe kenne ich schon: Nicht einmal dem Heiland wäre es in den Sinn gekommen, jungen Wein in alte Schläuche zu füllen. (Mk 2,22)

SPOILER:
- 1877: Der 21-Jährige Dr. Caspar Decurtins wird zum Mistral der Cadi gewählt und wird im gleichen Jahr Grossrat im Kanton Graubünden. Sein ultramontanistisches Polit-Programm lässt sich durch die Ablehnung der Alternativlosigkeit zwischen ((Staat)Markt) ((Links)Rechts) ((Sozialismus)Liberalismus) zusammenfassen.
- 1880: Benedikt Prevost von Muri-Gries in Disentis leitet den Wiederaufbau des überschuldeten Kloster Disentis nach dem Desaster von 1. Mai 1799 und dem 2. Brand vom 28. Oktober 1846.
- 15. Mai 1891: Leo XIII veröffentlicht Rerum Novarum (Die “Union de Fribourg” — Decurtins ist Teil dieser Gruppe — stellt Maximalforderungen im Streit gegen die Alternativlosigkeit von ((Staat)Markt)
- These: Zw. 1977–1982 begleitete (und unterstützt) die Quartalsbeilage Accents im Bündner Tagblatt (gedruckt in Disentis?) die von links und rechts offensiv betriebene Schneeschmelze von #LavinaNera: “Die alpine Mangelwirtschaft muss ein Ende haben!” Dr. Adolf Collenberger belegte kürzlich, dass Subventionen und Investitionen in den Tourismus massgeblich den Zusammenhalt der Bevölkerung brechen konnten. Wie in den USA spielte aber auch die Eisenbahn eine wichtige Rolle in der Kolonialisierung. (so?)
- 2025: Robert Francis Prevost wird Papst Leo XIV mit expliziten Bezügen zu #RerumNovarum und der 1. Sozialenzyklika aus dem Vatikan: Die Katholische Antwort auf “Die Soziale Frage”.
- 2026: Leo XIV veröffentlicht Magnifica Humanitas unter Begleitung von Microsoft und Anthropic.
Der Hinweis von Prof. Dr. Markus Ries, Universität Luzern, in der Schweizerische Kirchzeitung 02/2020, wird genutzt, die aktuelle Sozialenzyklika zu lesen, wie die Erste: eben gerade nicht Wortwörtlich. In der Analogie wird vorgeschlagen: “Gerade weil der Papst die radikale Infrastrukturfrage der 4. industriellen Revolution, aka Digitalisierung, auf KI verkürzte, konnte #MagnificaHumanitas so erfolgreich werden.” (so?)
From the Factory System to Platform Power
Rerum Novarum (1891) → Magnifica Humanitas (2026)
Leo XIII → Leo XIV
Mark 2:22
De Systemate Officinarum ad Potestatem Platformarum
Rerum Novarum (1891) → Magnifica Humanitas (2026)
Leo XIII → Leo XIV
Mc 2,22

((Staat)Markt)? von 1877 — 1977 wählte die #Surselva den dritten Weg: #LavinaNera. (Wegkreuz von Silvio Mattioli vor der Klosterkirche Disentis.)
Der definitiv abgegebene Text an Infosperber am 12. Juni 2026
kontertext: Von #RerumNovarum 1891 zu #MagnificaHumanitas 2026
Stefan M. Seydel / 11. Juni 2026 Im Weinberg des Textes: Die Sozialenzyklika von Papst Leo XIV abgelesen in der Surselva.
Verspätet auf dem Weg zur Probe mit dem Kirchenchor im Vitg, ging ich zügig — mit dem Kopf über das Smartphone gebeugt, wie fast immer — am Curtin Cumin vorbei. Da erreichte mich trotz meiner Vertiefung ein Ruf von hoch über mir aus der „O du weisse Arche am Rand des Gebirges! (1133 m. ü. M.)“. Der Wind zerzauste die Worte, aber ich riss meine beiden Hände unkontrolliert winkend über den Kopf und schrie dem offenen Fenster entgegen: “Ein Leo! Ein Leo!”. Zurück kam noch einmal — ich verstand es erst später: “Ein Prevost! Ein Prevost!”
Gab es an jenem Donnerstagabend, 8. Mai 2025 um 19:31 Uhr gar ein Applaus in der kleinen Aula des Schulhauses zu Ehren des neuen Papstes? Ich weiss es nicht mehr. Sicher aber weiss ich, dass unser Dirigent einige resolute Anläufe brauchte, bis er die gesetzten Herren zum Einsingen auf die Beine stellen konnte. Einer aber war noch nicht ganz fertig und flüsterte mir von hinten ins Ohr: “Ein Prevost! Ein Prevost!”

(Der Text geht zuerst an die Redaktion von Infosperber.)



Links in der Reihenfolge ihres Aufrufs im Text:
- Rerum Novarum: https://www.vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html
- Magnifica Humanitas: https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
- https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_XIV.
- https://de.wikipedia.org/wiki/Augustinerorden
- https://de.wikipedia.org/wiki/Papst
- Niklaus Meienberg, «O du weisse Arche am Rand des Gebirges (1133 m.ü.M.)» (in: Weh unser guter Kaspar ist tot. Plädoyers u. dgl., Zürich 1991, Limmat Verlag, Seite 62 bis 78), 14.11.1985
- TLP 2.033 https://www.wittgensteinproject.org/w/index.php/Logisch-philosophische_Abhandlung
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ende_der_Geschichte
- https://www.woz.ch/2624/oekokommunismus/wir-brauchen-einen-dunklen-sozialismus/!30M5N30SMPBN (Accents 007: https://dissent.is/accents)
- https://trun.ch/de/kultur-und-sport/kultur/ischi-2024/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_B%C3%BCnde#Oberer_oder_Grauer_Bund
- https://500.gr.ch/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ilanzer_Artikel
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ultramontanismus
- https://www.e‑periodica.ch/digbib/volumes?UID=skz-004
- https://www.kirchenzeitung.ch/article/rerum-novarum-ohne-freiburger-maximalforderungen-20234
- https://de.wikipedia.org/wiki/De_revolutionibus_orbium_coelestium
- Die andere Bildung, Ernst Peter Fischer: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Peter_Fischer_(Wissenschaftspublizist)
- https://dissent.is/hochwertwoerter/ (Linklisten unten!!!)
- Andreas Kley, „Was genau ist der Rechtsstaat?“, NZZ, 12. März 2016
- https://www.ius.uzh.ch/dam/jcr%3Aa6177408-6b30-458f-8817-dd941b08712f/Kley_Was%20genau%20ist%20der%20%C2%ABRechtsstaat%C2%BB_NZZ_2016_60.pdf
- GDI: ki konserviert spielregeln: https://www.youtube.com/watch?v=AWFFEbWqPcU
- fratelli tutti: https://www.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html
- https://apnews.com/article/pope-ai-tech-trump-vatican-anthropic-d92d0108730d146baa46da041b8523da
- …
| Person | Lebensdaten | Alter 1877 | Alter 1880 | Rolle im Text |
|---|---|---|---|---|
| Placi Condrau | 1819–1902 | 58 | 61 | Publizist, Verleger, katholisch-konservative Öffentlichkeit |
| Benedikt Prevost | 1848–1916 | 29 | 32 | Benediktiner, ab 1880 in Disentis, später Abt |
| Theophil von Sprecher | 1850–1927 | 27 | 30 | liberaler Politiker, später militärisch-politische Spitzenfigur |
| Caspar Decurtins | 1855–1916 | 21/22 | 24/25 | Mistral der Cadi, Grossrat, später Nationalrat |
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Grauer Bund | offizieller historischer Name der Bündnisgründung von 1424/1426 |
| Oberer Bund | volkstümliche Bezeichnung, weil das Kerngebiet im oberen Vorderrheintal lag |
| Ligia Grischa | rätoromanische Bezeichnung |
| Grey League | englische Bezeichnung |

Quelle 116 | Quelle 129 | Abschnitt 116 löscht den fundamentalen Unterschied zwischen Transhumanismus und Posthumanismus.
Der Transhumanismus ist ein Optimierungsprojekt. Er will den Menschen technisch steigern, verlängern, verbessern oder überwinden. Krankheit, Alter, Intelligenz, Körper und Sterblichkeit werden zu technischen Problemen. Typische Namen: Ray Kurzweil, Nick Bostrom, Peter Diamandis.
Der Posthumanismus ist kein Optimierungsprojekt. Er kritisiert die Figur des Menschen, die sich selbst zum Zentrum erklärt: autonom, rational, männlich, weiss, westlich, herrschaftsfähig. Es geht nicht darum, den Menschen technisch aufzurüsten, sondern darum, die Kategorie „Mensch“ als historische Machtfigur zu dezentrieren. Typische Namen: Donna Haraway, Rosi Braidotti, N. Katherine Hayles.
Wenn die Enzyklika beide Stränge zusammenzieht, wird genau jene Differenz unsichtbar, die für die Kritik von Humanitas entscheidend wäre. Der Transhumanist will den Menschen überbieten. Die Posthumanistin will zeigen, dass der Mensch nie das Zentrum war.
Das ist nicht dasselbe. Das ist das Gegenteil.
Union de Fribourg
Die zwei wichtigsten Quellen:
- Pascal Ortelli (PDF direkt)
Titel: L’Union de Fribourg et le régime du travail
PDF: https://folia.unifr.ch/unifr/documents/307588
- Philippe Chenaux
Titel: Les origines de l’Union de Fribourg
PDF/Text: https://www.persee.fr/doc/efr_0223-5099_1997_act_232_1_5134
Die wichtigste Primärquelle hinter beiden:
- Cyrille Massard (1914)
Titel: L’Œuvre sociale du cardinal Mermillod. L’Union de Fribourg d’après des documents inédits
Leider finde ich derzeit keinen frei zugänglichen PDF-Scan von Massard. Chenaux bezeichnet das Werk ausdrücklich als die klassische Quelle zur Union de Fribourg.
Quellen zur Debatte um Transhumanismus und Posthumanismus
Internationale Theologische Kommission
- Quo vadis, humanitas? Pensare l’antropologia cristiana di fronte ad alcuni scenari sul futuro dell’umano (2026)
https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_20260209_quo-vadis-humanitas_it.html
Transhumanismus
- Nick Bostrom – A History of Transhumanist Thought (2005)
https://nickbostrom.com/papers/history.pdf - Nick Bostrom
https://nickbostrom.com - Ray Kurzweil – The Singularity Is Near
https://www.kurzweilai.net/the-singularity-is-near - Ray Kurzweil
https://www.kurzweilai.net - Peter Diamandis
https://www.diamandis.com
Posthumanismus
- Donna Haraway – A Cyborg Manifesto
https://warwick.ac.uk/fac/arts/english/currentstudents/undergraduate/modules/fictionnownarrativemediaandtheoryinthe21stcentury/manifestly_haraway_—-_a_cyborg_manifesto_science_technology_and_socialist-feminism_in_the_.…pdf - Donna Haraway
https://en.wikipedia.org/wiki/Donna_Haraway - Rosi Braidotti – The Posthuman
https://www.politybooks.com/bookdetail?book_slug=the-posthuman–9780745669564 - Rosi Braidotti
https://en.wikipedia.org/wiki/Rosi_Braidotti - N. Katherine Hayles – How We Became Posthuman
https://press.uchicago.edu/ucp/books/book/chicago/H/bo3769963.html - N. Katherine Hayles
https://english.ucla.edu/person/n‑katherine-hayles/
Weitere wichtige Namen des Posthumanismus
- Karen Barad – Meeting the Universe Halfway
https://www.dukeupress.edu/meeting-the-universe-halfway - Karen Barad
https://scholars.duke.edu/person/karen.barad
Der Transhumanismus fragt:
„Wie kann der Mensch verbessert werden?“Der Posthumanismus fragt:
„Warum sollte der Mensch überhaupt im Zentrum stehen?“
Magnifica Humanitas behandelt beide Fragen weitgehend gemeinsam. Genau darin liegt das Problem. Denn wer beide Positionen kritisiert, ohne ihren fundamentalen Unterschied ernst zu nehmen, verteidigt möglicherweise Humanitas gegen einen Gegner, den es in dieser Form gar nicht gibt.
Du #ChatGPT von @OpenAI, denkst du, dass @claudeai von @AnthropicAI den Abschnitt 116 von #MAGNIFICAHUMANITAS @Pontifex geschrieben hat?
#Zivilisationsbruch (Linkliste)
Links:
- Zygmunt Bauman, Modernity and the Holocaust
https://www.politybooks.com/bookdetail?book_slug=modernity-and-the-holocaust–9781509550784 - Zygmunt Bauman
https://en.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman
Zur deutschen Debatte:
- Zivilisationsbruch-These
https://de.wikipedia.org/wiki/NS-Forschung#Zivilisationsbruch-These - Dan Diner
https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Diner - Saul Friedländer
https://de.wikipedia.org/wiki/Saul_Friedl%C3%A4nder - Hans Mommsen
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Mommsen - Ulrich Herbert
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Herbert
Und noch näher an deinem Punkt:
- Max Horkheimer
https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Horkheimer - Theodor W. Adorno
https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno - Dialektik der Aufklärung
https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik_der_Aufkl%C3%A4rung
Die stärksten Beispiele sind jene, bei denen ausdrücklich mit humanitären, menschenrechtlichen oder zivilisatorischen Argumenten legitimiert wurde.
Kosovo 1999
- NATO-Intervention ohne UNO-Mandat.
- Begründung: Verhinderung einer humanitären Katastrophe.
- Diskussion: humanitäre Intervention versus Völkerrecht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force
Afghanistan 2001–2021
- Zunächst Selbstverteidigung nach 9/11.
- Später zunehmend legitimiert mit Frauenrechten, Demokratieaufbau, Bildung und Entwicklung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Afghanistan_2001%E2%80%932021
Irak 2003
- Offizielle Begründung: Massenvernichtungswaffen.
- Später stark umgedeutet auf Demokratie, Menschenrechte und Befreiung der Bevölkerung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg
Libyen 2011
- UNO-Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung.
- Rascher Übergang zu Regimewechsel.
- Klassiker der Debatte um „Responsibility to Protect“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rintervention_in_Libyen_2011
Responsibility to Protect (R2P)
- Die zentrale Doktrin, welche humanitäre Interventionen legitimieren soll.
- Für Befürworter Lehre aus Ruanda.
- Für Kritiker Türöffner geopolitischer Interventionen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Responsibility_to_Protect
Kritiker dieser Entwicklung
- Noam Chomsky
https://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky - David Chandler
https://en.wikipedia.org/wiki/David_Chandler_(political_scientist) - Jean Bricmont
https://en.wikipedia.org/wiki/Jean_Bricmont - Daniele Ganser
https://de.wikipedia.org/wiki/Daniele_Ganser - Edward S. Herman
https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_S._Herman

Bin hier am kommentieren und sammeln:
((links)rechts)
— dissent.is/███████ (@sms2sms) June 11, 2026
frag mal dr. @gerhardpfister @Mitte_Centre, ob er dir die geschichte der surselva erzählen mag…
bereits 1877 wurde die alternativlosigkeit zwischen ((staat)markt) abgelehnt. #LavinaNera #RerumNovarum #Ultramontanität 🍄🤖🚀
bewusst sehr klein gehalten:… pic.twitter.com/pWSjRGsKtE
https://t.co/4oIQqe9itB @kirchen_zeitung #RerumNovarum #Ultramontanität pic.twitter.com/DmPHiT9cr4
— dissent.is/███████ (@sms2sms) June 11, 2026
#kongenial | https://t.co/3QA5TOZZ3s | https://t.co/P4p4Y7VYdO | https://t.co/bYI5Z9dAmX | «ad experimentum» 2023–2028 https://t.co/Z43P5fjCxQ
— dissent.is/███████ (@sms2sms) May 27, 2026
♀️https://t.co/zVzygU3ZjG
♂️https://t.co/d6HZ0lr5F4#chatGPT Der Unterschied liegt weniger in der Spiritualität als in der… pic.twitter.com/uU1O1ZTesk
Vom Fabriksystem zur Plattformmacht und die Suche nach einem dritten Weg
Rerum Novarum (1891) → Magnifica Humanitas (2026)
Leo XIII. → Leo XIV.
Mk 2,22



- neugieronautik.ch → Spielregeln klären
- AutarkieIndex.org → Orientierung ermöglichen
- Q102014.xyz → Infrastruktur gestalten
- vlog quotidian → WikiDienstag.ch
- blog quotidian → dissent.is/muster
- #RenescaCadi → Indizis locals tras il canal WhatsApp ;-)
- #dfdu ag in dissentis/muster, graubünden, schweiz | konstellatorische kommunikation (working in a tendency)
die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abonniere kostenlos den WhatsApp-channel #LavinaNera treis
bitte verstehe diesen eintrag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)
Arbeit am Textvorschlag für @infosperber
wie man über die päpstliche sozialenzyklika spricht, ohne sie gelesen zu haben. @infosperber | making of | work within a tendencyhttps://t.co/byAEFfoAxc pic.twitter.com/NFOimWs4LH
— dissent.is/███████ (@sms2sms) June 5, 2026

Titel: Kontertext: Wie über eine päpstliche Sozialenzyklika schreiben, welche man nicht gelesen hat?
Lead: Von Rerum Novarum 1891 zu Magnifica Humanitas 2026:
Im Weinberg des Textes, abgelesen in der Surselva von @sms2sms
Text:
Verspätet auf dem Weg zur Probe mit dem Kirchenchor im Dorf, rannte ich mit dem Kopf über das Smartphone gebeugt am Curtin Cumin vorbei. Da erreichte mich trotz meiner Vertiefung ein Ruf aus der „O du weisse Arche am Rand des Gebirges! (1133 m ü.M.)“ hoch über mir. Ich verstand den Ruf nicht, aber ich riss meine beiden Hände unkontrolliert winkend über den Kopf und schrie dem offenen Fenster entgegen: “Ein Leo! Ein Leo!”. Zurück kam — ich verstand es zunächst noch immer nicht: “Ein Prevost! Ein Prevost!”
Gab es ein Applaus in der kleinen Aula des Schulhauses zu Ehren des neuen Papstes? Ich weiss es nicht mehr. Aber unser Dirigent brauchte einige resolute Anläufe, die gesetzten Herren zum Einsingen auf die Beine zu bewegen. Einer konnte es nicht lassen und flüsterte mir von hinten ins Ohr: “Ein Prevost! Ein Prevost!”
Den Namen Prevost kannte ich nur von einem riesigen Lastwagen aus Thusis, welcher jeweils am Hauptbahnhof Disentis/Mustér vor meinem Fenster parkiert, wenn Auslieferungen in der Surselva zu erledigen sind. ChatGPT brauchte aber nicht lange zu suchen: Benedikt Prevost. Ein Bündner aus dem Val Mustair. Eingetreten als Mönch im Stift Gries bei Bozen. Ab 1880 Prior im Kloster Disentis. Von 1888 bis zu seinem Tod 1916 einer der proviliertesten Äbte des Benediktiner.
Und wer hat den 32-jährigen dort installiert? Ein gestandener, 61-jähriger geradliniger Ultramontanist, welcher in bloss zwei Jahrzehnten ein — ach was! — das stimmgewaltige, rätoromanische Medienhaus aufbaute und sich Furcht und Achtung weit über den Kanton Graubünden hinaus erworben hat. Ein mit 21 Jahren zum höchsten Exekutiven gewählten gewählten Politiker aus den edelsten Eliten des Bündner Oberlandes. Ein 30-jährigen Regierungsrat in Chur, ein Liberaler. Ein Journalist, zwei exekutive Politiker, ein Abt: Das Dream-Team der Schwarzen Lavine. Schwarz wie die intellektuellen Benediktiner. Schwarz wie die Pfarrer, welche unermüdlich Tal auf und ab flatterten. Schwarz wie die Politik des “Löwen von Trun”, dem Mistral der Cadi. Schwarz wie die Fingerkuppen der Bevölkerung, welche die Traktate, Zeitungen und Bücher der Condrau Medien aus Mustér lasen, wie andere die Bibel: Wortwörtlich.
Das Stichwort ist gefallen: Der Löwe.
Unser Dr. Caspar Decurtins wurde 1877 als 21-jährigen nicht nur Mistral der Cadi, sondern direkt auch Grossrat im Kanton Graubünden. Bereits 1881 Nationalrat. 1989 ist er zu einer prägenden Figur des sozialpolitischen Flügels der katholisch-konservativen Bewegung der Schweiz herangewachsen und half mit die Universität Fribourg zu gründen.
Der Ultramontanismus trug Decurtins über die Surselva in die Welt hinaus. “Die Soziale Frage” brachte ihn in die “Union de Fribourg” und in ein internationales Netzwerk katholischer Sozialreformer: Katholische Gewerkschafts- und Arbeiterreformer. Korporatisten. Ständestaat-Theoretiker. Katholische Adelige mit sozialreformerischem Anspruch. Jesuitische Sozialethiker. Vertreter der entstehenden christlichen Demokratie. Eine elitäre, intellektuelle Gruppe, welche den 13. Löwen-Papst mächtig Feuer unterm Hintern machte.
Prof. Dr. Markus Ries von der Universität Luzern lächelte kürzlich im Blog der Schweizerischen Kirchenzeitung (Print 02/2020, e‑periodica | link), dass Rerum Novarum vom 15. Mai 1891 vielleicht gerade deshalb historisch wirksam geworden sei, weil Papst Leo XIII die radikalen Forderungen der “Union de Fribourg” nicht übernommen hätte. Wie auch immer: Die überraschende Wahl von Kardinal Robert Francis Prevost am Donnerstag Abend vom 8. Mai 2025, welcher sich selbst zu Leo dem XIV gemacht hat, wurde im Vitg Mustér und im Kloster gefeiert, wie andere im Sport einen Sieg der eigenen Mannschaft feiern.
Und jetzt also diese “Magnifica Humanitas” vom 25. Mai 2026.

Rerum Novarum (1891)
15 Seiten
41 Fussnoten
64 Abschnitte
Magnifica Humanitas (2026)
53 Seiten
224 Fussnoten
245 Abschnitte
Zwischen Leo XIII und Leo XIV:
38 Seiten mehr
183 Fussnoten mehr
181 Abschnitte mehr
Oder als Pointe:
Leo XIII:
15 Seiten
64 Gedanken
41 Belege
Leo XIV:
53 Seiten
245 Gedanken
224 Belege

» Länge: maximal 10’000 Zeichen
» Titel max. 63 Zeichen inkl „kontertext:“ Kein Satzzeichen am Schluss
»
» Bsp für Titel: kontertext: Ab in den Rhein
»
» Lead max. 131 Zeichen. Am Schluss Punkt.


Placi Condrau, Caspar Decurtins, Theophil von Sprecher
Placi Condrau
→ Presse
Caspar Decurtins
→ Politik
Theophil von Sprecher
→ Staat
Benedikt Prevost
→ Kloster

Link-Liste:
- Magnifica Humanitas wurde am 25. Mai 2026 veröffentlicht.
https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html - Rerum Novarum wurde am 15. Mai 1891 von Papst Leo XIII veröffentlicht.
vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_15051891_rerum-novarum.html
britannica.com/topic/Rerum-Novarum
en.wikipedia.org/wiki/Rerum_novarum - Papst Leo XIII war Papst vom 20. Februar 1878 bis zum 20. Juli 1903.
vatican.va/content/leo-xiii
britannica.com/biography/Leo-XIII
en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIII - Papst Leo XIV wurde am 8. Mai 2025 gewählt.
en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIV - Benedikt Prevost war Abt des Klosters Disentis vom 18. April 1888 bis zu seinem Tod am 13. Juni 1916.
de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_Prevost
de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Disentis - Die Gasetta Romontscha wurde 1856 von Placi Condrau gegründet.
2026 sind das 170 Jahre.
hls-dhs-dss.ch/de/articles/024787/ (Gasetta)
hls-dhs-dss.ch/fr/articles/041103/ (Placi Condrau)
cosa.ch - Am 6. Mai 1877 wurde der 21-jährige Dr. Caspar Decurtins zum Mistral (Landammann) der Cadi gewählt. Gleichzeitig begann seine lange politische Laufbahn im Bündner Grossen Rat (1877–1904).
hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
1881 wurde er in den Nationalrat gewählt. Dieses Mandat behielt er bis 1905. Er entwickelte sich zum führenden Vertreter des sozialpolitischen Flügels der katholisch-konservativen Bewegung in der Schweiz. Sein bekanntes Motto lautete: «Der Hunger ist weder katholisch noch protestantisch.»
hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
Zusammen mit Placi Condrau kämpfte er für den Erhalt des Klosters Disentis, das damals von der Auflösung bedroht war. (Wikipedia)
de.wikipedia.org/wiki/Placi_Condrau
en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
1889 gehörte er zu den Mitgründern der Universität Freiburg. en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
1891 gehörte Caspar Decurtins zu den katholischen Sozialpolitikern, deren Vorarbeiten, Eingaben und Netzwerke in die Entstehung von Rerum Novarum einflossen. Er stand in engem Kontakt mit den christlich-sozialen Bewegungen Europas und machte die soziale Frage zu seinem zentralen politischen Thema. Nach der Veröffentlichung der Enzyklika wurde er zu einem ihrer wichtigsten Vermittler und politischen Umsetzer in der Schweiz.
hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
historisches-lexikon.li/Caspar_Decurtins
unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/institute/zgp/dokumente/Publikationen/Schieweck_Decurtins.pdf
1905 schied er aus dem Nationalrat aus und wurde Professor für Kulturgeschichte an der Universität Freiburg. Er lehrte dort von 1905 bis 1913 (nach anderen Quellen bis 1914).
e‑archiv.li/personDetail.aspx?persID=29963
deutsche-biographie.de/gnd11949339X.html
en.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
1915 kehrte er nach Trun zurück, um sich ganz der Arbeit an seiner Rätoromanischen Chrestomathie zu widmen. Er starb am 30. Mai 1916 in Trun.
rm.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/ - Union de Fribourg (1884–1891) Die Union de Fribourg war ein internationaler Arbeitskreis katholischer Sozialdenker, der sich von 1884 bis 1891 in Fribourg (Schweiz) mit der sozialen Frage der Industrialisierung befasste. Die dort erarbeiteten Positionen gelten als eine der wichtigsten Vorarbeiten zur Enzyklika Rerum Novarum von 1891.
fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
jstor.org/stable/23559843
Wichtige Mitglieder
- Gaspard Mermillod (Schweiz)
- Caspar Decurtins (Schweiz)
- Georges Python (Schweiz)
- Ernst Feigenwinter (Schweiz)
- René de La Tour du Pin (Frankreich)
- Albert de Mun (Frankreich)
- Henri Lorin (Frankreich)
- Karl von Vogelsang (Österreich)
fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
en.wikipedia.org/wiki/Gaspard_Mermillod
Zentrale Fragestellung
Wie kann die soziale Frage beantwortet werden, ohne Liberalismus oder Sozialismus zu folgen, und stattdessen auf christlicher Sozialverantwortung, Arbeiterschutz, berufsständischer Organisation und sozialer Kooperation beruhen?
fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
Caspar Decurtins gehörte zum Freiburger Kreis und wirkte nach Angaben des Historischen Lexikons der Schweiz als Berater an der Sozialenzyklika Rerum Novarum mit.
hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/
de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Decurtins
fr.wikipedia.org/wiki/Gaspard_Decurtins
In der Union de Fribourg versammelten sich mehrere Strömungen des katholischen Sozialreformismus:
- Ultramontane Katholiken (um Kardinal Gaspard Mermillod)
- Sozialkatholiken
- Christlich-soziale Politiker
- Katholische Gewerkschafts- und Arbeiterreformer
- Korporatisten / Ständestaat-Theoretiker
- Katholische Adelige mit sozialreformerischem Anspruch
- Jesuitische Sozialethiker
- Vertreter der entstehenden christlichen Demokratie
Caspar Decurtins (1855–1916) gehörte zu den jüngsten Mitgliedern der Union de Fribourg. Jünger war lediglich Georges Python (1856–1927). Als Decurtins 1884 in den Freiburger Kreis eintrat, war er 29 Jahre alt und damit deutlich jünger als die meisten Kardinäle, Bischöfe, Adligen und Sozialreformer, die dort versammelt waren.
Der Ultramontanismus brachte Decurtins nach Fribourg. Die soziale Frage brachte ihn in die Union de Fribourg und in ein internationales Netzwerk katholischer Sozialreformer.
Die Union de Fribourg war ein zeitlich begrenzter Gesprächskreis von 1884 bis 1891. Nach der Veröffentlichung von Rerum Novarum löste sich die Gruppe faktisch auf, weil ihr wichtigstes Ziel erreicht war. - https://weberprevost.ch/ der lastwagen am hauptbahnhof dissent.is/muster ;-)
- Silvio Mattioli, geboren in biasca: https://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Mattioli sein kreuz vor der klosterkirche steht genau an jener Schwelle, an der sich mehrere Wege kreuzen:
- Rom (Kirche)
- Fribourg (Sozialreform)
- Disentis (Kloster)
- Cadi (Politik)
- Surselva (Öffentlichkeit) - Robert Francis Prevost (*1955)
Geboren am 14. September 1955 in Chicago. Robert Francis Prevost wuchs als Sohn eines Schuldirektors mit französischen Vorfahren und einer Mutter aus einer kreolischen Familie mit Wurzeln in New Orleans in Chicago auf.
1977 Eintritt in den Augustinerorden; er war damals 21 Jahre alt, kurz vor seinem 22. Geburtstag.
1982 Priesterweihe.
Promotion im Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin in Rom.
Viele Jahre Tätigkeit in Peru.
2001–2013 Prior General des Augustinerordens.
2015–2023 Bischof von Chiclayo in Peru.
2023–2025 Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe.
Seit 2023 Kardinal.
Am Donnerstag 8. Mai 2025 zum Papst gewählt.
Er wählte den Namen Leo XIV.
vatican.va/content/leo-xiv/en/biography/documents/biografia_leone-xiv.html
catholic-hierarchy.org/bishop/bprevost.html

zeige mir dein kommunikatives setting und ich sage dir, was du willst.
18:07 Uhr
Weisser Rauch über der Sixtinischen Kapelle.
ca. 19:15 Uhr
Kardinal Dominique Mamberti tritt auf die Loggia des Petersdoms und verkündet:
Habemus Papam
sowie:
…qui sibi nomen imposuit Leo XIV
also den Namen Leo XIV.
“La pace sia con voi”
19:19 Uhr
Die offizielle Meldung von Vatican News erscheint mit der Überschrift:
Leo XIV is the new Pope
- Augustiner
Gegründet 1244. Internationaler Bettelorden nach der Regel des Augustinus. Der Orden verbindet Gemeinschaftsleben, Bildung, Seelsorge und Mission. Robert Francis Prevost trat 1977 im Alter von 21 Jahren in den Orden ein und war von 2001 bis 2013 dessen Generalprior.
augustinianorder.org
vatican.va/content/leo-xiv/en/biography/documents/biografia_leone-xiv.html - Papst Leo XIII (1810–1903) Diplomat, Bischof und Papst. Regierte die katholische Kirche von 1878 bis 1903. Mit Rerum Novarum (1891) begründete er die moderne katholische Soziallehre und reagierte auf die sozialen Folgen der Industrialisierung.
vatican.va/content/leo-xiii
hls-dhs-dss.ch
en.wikipedia.org/wiki/Pope_Leo_XIII - Katholische Soziallehre:
de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Soziallehre
((Liberalismus)Sozialismus) - Soziale Frage
https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Frage
1830/1840/1848 → soziale Frage
1884–1891 → Union de Fribourg
1891 → Rerum Novarum, Die Katholische Antwort auf die Soziale Frage
ab 1891 → katholische Soziallehre als eigenständige Tradition
und die katholische Antwort war:
Liberalismus → individuelle Freiheit ohne ausreichende soziale Bindung
Sozialismus → kollektive Organisation unter Zurückdrängung von Eigentum und Zwischenkörpern
ich kannte diese geschichte nicht. notiere aber seit jahrzehnten.
#Sozialismus war Solidarität aus Gründen des eigenen Vorteils.
#Liberalismus war Individualismus aus Gründen kollektiver Vorteile.
der Satz bearbeitet dieselbe Unterscheidung
Die Union de Fribourg formulierte die Sache anders, aber das Problemfeld ist erstaunlich ähnlich:
Liberalismus:
Der individuelle Vorteil erzeugt kollektiven Wohlstand.
Sozialismus:
Der kollektive Vorteil rechtfertigt Einschränkungen individueller Freiheit.
Dein Satz verschiebt die Beobachtungsebene:
#Sozialismus war Solidarität aus Gründen des eigenen Vorteils.
#Liberalismus war Individualismus aus Gründen kollektiver Vorteile.
Dadurch werden beide Ideologien symmetrisch lesbar. Beide erscheinen nicht als moralische Gegensätze, sondern als unterschiedliche Begründungsformen für die Beziehung zwischen Individuum und Kollektiv. - Die Union de Fribourg war das Labor.
Rerum Novarum war die veröffentlichte Fassung.
fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg
hls-dhs-dss.ch/de/articles/017380/
1884–1891
Die Union de Fribourg erarbeitete Positionen zur sozialen Frage.
1891
Rerum Novarum übernahm viele ihrer Anliegen, blieb in einzelnen Forderungen jedoch zurückhaltender als Teile des Freiburger Kreises.
hls-dhs-dss.ch/de/articles/017380/
fr.wikipedia.org/wiki/Union_de_Fribourg - Industrielle revolutionen:
Industriegeschichte:
Mechanisierung → Motorisierung → Automatisierung → Digitalisierung
Leo XIV: Rerum Novarum → Magnifica Humanitas - Gerechter Krieg (bellum iustum)
Lehre, die auf Augustinus (354–430) und Thomas von Aquin (1225–1274) zurückgeht.
Grundfrage:
Unter welchen Bedingungen kann Krieg moralisch gerechtfertigt sein?
Klassische Kriterien:
- gerechter Grund
- legitime Autorität
- rechte Absicht
- letztes Mittel
- Verhältnismässigkeit
- Aussicht auf Erfolg
- Schutz von Nichtkombattanten
de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_Krieg
newadvent.org/cathen/08586a.htm
Augustinus (354–430)
Gilt als Begründer der christlichen Lehre vom gerechten Krieg.
de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo
Thomas von Aquin (1225–1274)
Systematisierte die Lehre in der Summa Theologiae.
de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin
Katechismus der Katholischen Kirche
Übernimmt die Tradition des gerechten Krieges in den Abschnitten 2307–2317.
vatican.va/archive/DEU0035/__P81.HTM
Franziskus
Stellte die Anwendbarkeit der traditionellen Lehre angesichts moderner Waffen und insbesondere von Atomwaffen grundlegend in Frage.
vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html
Leo XIV
Kapitel 5 von Magnifica Humanitas behandelt:
- Krieg
- Macht
- Waffen
- Künstliche Intelligenz
- Diplomatie
- Frieden
vatican.va/content/leo-xiv/en/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
Für unsere Sammlung:
Augustinus
→ gerechter Krieg
Thomas von Aquin
→ Systematisierung
Katechismus
→ Lehrtradition
Franziskus
→ grundlegende Infragestellung
Leo XIV
→ erneute Behandlung im Kontext von KI und modernen Waffensystemen.
Erst als Christen politische Verantwortung für Staat, Polizei, Armee und Reich übernehmen mussten, entstand die Lehre vom gerechten Krieg.
Die historische Beobachtung dahinter ist breit anerkannt.
de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_Krieg
de.wikipedia.org/wiki/Augustinus_von_Hippo
de.wikipedia.org/wiki/Christentum_im_Römischen_Reich
hls-dhs-dss.ch/de/articles/011416/ (Pazifismus)
Pazifismus
→ Urkirche
Gerechter Krieg
→ Staatskirche
Infragestellung des gerechten Krieges
→ Weltgesellschaft, Atomwaffen, globale Vernetzung - Humanitas
→ Würde des Menschen
Kopernikanische Konsequenz
→ Dezentrierung des Menschen
Magnifica Humanitas
→ Rückgriff auf Humanitas
dissent.is/dermenschimzentrum
Der Titel selbst signalisiert bereits eine Entscheidung:
- Nicht Machina.
- Nicht Intelligentia Artificialis.
- Nicht Technologia.
Sondern:
- Humanitas. - KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
Artificial Intelligence
→ Intelligenz wird anthropomorph definiert. (dem menschen ähnliche eigenschaften zuschreiben!)
Machine Intelligence
→ Maschine wird zum Bezugspunkt.
Collective Intelligence
→ Kommunikation wird zum Bezugspunkt.
de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz
Kopernikus
→ Erde nicht im Zentrum
Darwin
→ Mensch nicht im Zentrum des Lebens
Freud
→ Bewusstsein nicht Herr im eigenen Haus
Luhmann
→ Mensch nicht Zentrum des Sozialen
Humanitas und Artificial Intelligence wirken wie Gegensätze.
Tatsächlich teilen beide denselben blinden Fleck: Der Mensch bleibt die Referenz, um die sich alles dreht. - „Neuer Wein gehört in neue Schläuche.“ Mk 2,22
bibleserver.com/LUT/Markus2%2C22 - im weinberg des textes
Hugo von St. Viktor, Mittelalterlicher Theologe und Lehrer in Paris. Für ihn war Lesen eine geistige Übung, kein blosses Aufnehmen von Information. de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_St._Viktor
Ivan Illich
1993 veröffentlichte Illich das Buch In the Vineyard of the Text. Darin liest er Hugo von St. Viktor als Zeugen einer alten Lesekultur: Der Text ist ein Raum, den man betritt, begeht und bearbeitet.
en.wikipedia.org/wiki/In_the_Vineyard_of_the_Text
Im Weinberg des Textes heisst:
nicht rezensieren
sondern ablesen, begehen, prüfen, was noch trägt. - Oh du weisse arche am rand des gebirges: https://www.sternenjaeger.ch/weisse-arche/
| natürlich | künstlich | |
|---|---|---|
| intelligent | Mensch, Delfin, Krähe, Oktopus? | KI-System! (antropormoph) |
| nicht intelligent | Stein, Hammer, Asteroid | Taschenrechner, Thermostat |

Kurzfassung:
Die Union de Fribourg konnte ihre Spannung klar benennen:
((Sozialismus)Liberalismus)
Bei Prevost ist die entsprechende Leitunterscheidung noch offen.
“HUMANITAS”, “Menschenwürde”, “Liebe” und “Frieden” sind keine scharfen Unterscheidungen, sondern Hochwertwörter.
Interessanter wären:
((Autonomie)Steuerung)
((Freiheit)Kontrolle)
((Person)System)
Dort beginnt die eigentliche Arbeit.
Ja.
Und auffällig ist, dass alle drei Äste letztlich auf historische Setzungen der Kirche zielen:
1. HUMANITAS
Humanitas
→ Mensch im Zentrum
Kopernikanische Konsequenz
→ Mensch nicht im Zentrum
Frage:
Kann Magnifica Humanitas die Humanitas überhaupt retten?
2. GERECHTER KRIEG
Urkirche
→ Pazifismus
Staatskirche
→ gerechter Krieg
Leo XIV
→ Infragestellung?
Frage:
Fällt mit der Staatskirche auch der gerechte Krieg?
3. DRITTER WEG
Question sociale
((Sozialismus)Liberalismus)
Union de Fribourg
→ dritter Weg
Frage:
Was ist heute die neue Leitunterscheidung?
Vielleicht sogar noch knapper:
Mensch im Zentrum?
Krieg als Option?
Dritter Weg wozwischen?
Das sind drei echte Fragen.
Nicht drei Antworten.
Bis hierher würde ich für unsere Sammlung notieren:
Wie über eine päpstliche Sozialenzyklika schreiben,
welche man nicht gelesen hat.
Wenigstens die Pointe kenne ich schon:
Nicht einmal dem Heiland wäre es in den Sinn gekommen,
jungen Wein in alte Schläuche zu füllen.
(Mk 2,22)
Und die drei Äste liefern die Begründung:
1. HUMANITAS
Die Enzyklika versucht möglicherweise,
den Menschen erneut ins Zentrum zu stellen.
Die kopernikanische Konsequenz spricht dagegen.
2. GERECHTER KRIEG
Die Enzyklika versucht möglicherweise,
eine Lehre zu bewahren, die aus der Zeit
der Staatskirche stammt.
Die historischen Bedingungen haben sich verändert.
3. DRITTER WEG
Die Union de Fribourg konnte ihre Spannung benennen:
((Sozialismus)Liberalismus)
Welches Spannungsfeld bearbeitet Leo XIV?
Die Pointe wäre dann nicht:
“Der Papst irrt.”
Sondern:
Die soziale Frage von 1891
kann nicht einfach auf 2026 übertragen werden.
Junger Wein.
Alte Schläuche.
Das ist bemerkenswert nahe an der Analogie, die Leo XIV selbst aufmacht:
Rerum Novarum (1891)
↓
Magnifica Humanitas (2026)
Deine Frage wäre dann:
Ist die Analogie richtig?
Oder ist die Welt inzwischen
zu anders geworden?
Und genau dort sitzen Humanitas, gerechter Krieg und der dritte Weg als drei Prüfsteine.

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Wenn dich dieses Thema interessiert, interessierend dich auch diese Einträge:

Magnifica Humanita
Von Magnifica Humanitas ausgehend versuchen, die Sache auf fünf Sätze zu verdichten, bei denen Leo XIV. vermutlich sagen würde: „Ja, genau darum ging es mir“, dann etwa:
- Wir dürfen die Ordnung des menschlichen Zusammenlebens nicht technischen Systemen überlassen.
- Wirtschaftlicher Nutzen und technische Effizienz sind kein Massstab für Menschenwürde.
- Arbeit, Verantwortung und Gemeinschaft müssen wichtiger bleiben als Automatisierung und Kontrolle.
- Technologie soll dem Menschen dienen und nicht Menschen zu Objekten technischer Verwaltung machen.
- Wir brauchen eine verbindliche Ordnung des Gemeinwohls, damit Macht, Wissen und Reichtum nicht in den Händen weniger konzentriert werden.
Nicht zuerst Eigentum. Nicht zuerst Markt. Nicht zuerst Technik. Nicht zuerst Staat.
Sondern:
Zuerst eine Frage nach Ordnung.
Bei der Union de Fribourg:
Wer soll die Gesellschaft ordnen?
Wer soll Arbeit ordnen?
Wer soll Eigentum ordnen?
Wer soll Gemeinschaft ordnen?
Wer soll KI ordnen?
Wer soll Daten ordnen?
Wer soll Arbeit ordnen?
Wer soll Macht ordnen?
Die Denktradition scheint mir weniger „sozial“ als „ordnungsorientiert“ zu sein.
Oder noch schärfer:
Beide Texte beginnen nicht mit Rechten, sondern mit der Sorge, dass eine neue Infrastruktur die bestehende Ordnung des Zusammenlebens auflöst.
1891: Industrialisierung.
2026: Digitalisierung / KI.
Die Frage lautet jeweils nicht: „Ist die neue Technik gut oder böse?“
Sondern:
„Welche Ordnung entsteht dadurch?“
Sondern:
„Welche Ordnung entsteht dadurch?“
Leo XIV. scheint es ähnlich:
Wer soll KI ordnen?
Wer soll Daten ordnen?
Wer soll Arbeit ordnen?
Wer soll Macht ordnen?
Die Denktradition scheint mir weniger „sozial“ als „ordnungsorientiert“ zu sein.
Oder noch schärfer:
Beide Texte beginnen nicht mit Rechten, sondern mit der Sorge, dass eine neue Infrastruktur die bestehende Ordnung des Zusammenlebens auflöst.
1891: Industrialisierung.
2026: Digitalisierung / KI.
Die Frage lautet jeweils nicht: „Ist die neue Technik gut oder böse?“
Sondern:
„Welche Ordnung entsteht dadurch?“
Die grossen päpstlichen Sozialenzykliken in der klassischen Linie ab Rerum Novarum:
Offizielle Übersicht des Vatikan: Enzyklikenarchiv
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Heute im Kloster Disentis (so?)
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#RerumNovarum

Rerum Novarum war gerade deshalb historisch wirksam, weil Leo XIII. die radikal-ultramontanen Freiburger Forderungen nicht vollständig übernahm.

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(…)
Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?
Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…
(…)
(…)
(…)
Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…
(…)
(…)
(…)
Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exklusiv: speakerbooking.ch/sms2sms
About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)
Stefan M. Seydel, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialarbeiter und Künstler. Er machte nach einer Berufslehre als Hochbauzeichner einen Bachelor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Master in der gleichen Disziplin bei Silvia Staub-Bernasconi in Berlin. Seine überwiegend selbstständige Tätigkeit kreist um das Thema der Entwicklung und Realisierung von Pilot- und Impulsprojekten für renommierte Auftraggeberinnen.
Als Künstler hat er Ausstellungen und Performances auf internationaler Ebene präsentiert, darunter in der Royal Academy of Arts in London, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin oder einer Einzelausstellung “Kunst Macht Probleme” in der Crypta Cabaret Voltaire, Birthplace of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kategorie Wissensvermittlung ausgezeichnet und hat diverse Ehrungen durch Webby Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhalten.
Stefan war Jury-Mitglied des Next Idea Prix Ars Electronica 2010 und war drei Jahre Mitglied der Schulleitung des Gymnasiums Kloster Disentis. Sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich der Information und Technologie haben ihm auch dabei geholfen, mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusammenzuarbeiten.
Sein Engagement im Bereich der freiwilligen Arbeit führte ihn in das Präsidium Internationaler Bodensee Club (Leitung Fachgruppe Wissenschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsident des von Paul Watzlawick initiierten P.E.N.-Club Liechtenstein. Seydel hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Bücher zusammen mit seiner Partnerin Tina Piazzi veröffentlicht, viele Kolumnen, Fachtexte und journalistische Texte publiziert.
Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblogging. In seinem Blog verarbeitet er seine Themen. Einige davon werden auf Anfragen zu lesbaren Texten vertieft, andere werden zu Vorträgen ausgebaut. Bei Carl Auer Verlag in Heidelberg, sammelt er “Elemente einer nächsten Kulturform”. Seine Entwicklungen im Kontext der sozialräumlichen Intervention (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beantwortung der Sozialen Frage.
Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in seiner zweiten Lebenshälfte vom Bodensee der Rheinquelle entgegen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr sogenannte Passadis und #Feedlogs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeetings an intentionalen Fragen in einem Lifestream. (so?) Text supported by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Stefan M. Seydel, Junius-Verlag Hamburg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster


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