Für eine Architektur des Dazwischen. (2026) 🍄🤖🖐

ein Essay von Ste­fan M. Seydel/sms ;-)

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work in progress

Anlass zu diesem Eintrag:

#PlanD con­tin­ues with clas­si­cal para­met­ric mod­el­ing: local obser­va­tions are trans­lat­ed into explic­it, testable para­me­ters for food, ener­gy, health and infra­struc­ture. In par­al­lel, post-para­met­ric and meta­bol­ic mod­el­ing explore the next step — not only which vari­ables mat­ter, but how flows, depen­den­cies, feed­back loops and even the para­me­ters them­selves change through use.

  1. dissent.is/poesierad & dissent.is/lapendenta
  2. Post-para­met­ric mod­el­ing is when the para­me­ters them­selves become part of the process and you curate the emerg­ing space of pos­si­bil­i­ties: dissent.is/caschlatsch
  3. Meta­bol­ic mod­el­ing is when para­me­ters, machine, and mod­el no longer appear as sep­a­rate stages, but emerge with­in the same con­tin­u­ous process: dissent.is/cuflons

Summary/Spoiler/TL;DR

Get the Poster in Eng­lish & the man­i­festo in oth­er lan­guages ;-)
Nr.Set­zung
1Eine Architek­tur des Dazwis­chen gestal­tet nicht länger Objek­te, son­dern Bedin­gun­gen.
2Das Dazwis­chen ist kein leer­er Raum, son­dern eine Oper­a­tion.
3Ele­mente sind nicht zuerst fer­tig und danach ver­bun­den; sie wer­den in ihren Rela­tio­nen bes­timm­bar.
4Kein Men­sch, keine Mas­chine, keine Organ­i­sa­tion und kein Sys­tem ste­ht notwendig im Zen­trum.
5Zen­tren sind vorüberge­hende Effek­te konkreter Kon­stel­la­tio­nen.
6Pro­fes­sion­al­ität ist ein Beitrag; Pro­fes­sion­al­is­mus ist ein Auss­chlies­sungsanspruch.
7Alles, was ein­deutig for­muliert wer­den kann, kann in Infra­struk­tur über­set­zt wer­den.
8Offen­heit braucht doku­men­tierte Regeln, Gren­zen, Redun­danzen und Fork­barkeit.
9Ein Mod­ell greift in die Kon­stel­la­tion ein, die es beobachtet, und wird durch sie verän­dert.
10Eine Architek­tur des Dazwis­chen bewährt sich nicht an ihrer Endgültigkeit, son­dern an den Fort­set­zun­gen, die sie ermöglicht.

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

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Für eine Architektur des Dazwischen.

Ein Essay von Ste­fan M. Seydel/sms

Dieser Titel markiert zunächst eine Ver­schiebung. Er beste­ht aus vier Set­zun­gen:

WortSet­zung
fürDer Titel for­muliert eine Set­zung und beze­ich­net eine Rich­tung.
eineEs gibt nicht die eine endgültige Architek­tur.
Architek­turBedin­gun­gen kön­nen bewusst gestal­tet wer­den.
des Dazwis­chenDer Gegen­stand ist nicht länger nur das Objekt, son­dern seine Rela­tio­nen, Übergänge und Anschlüsse.

«Für eine Architek­tur des Dazwis­chen» klingt wie ein Man­i­fest. Das ist beab­sichtigt.

Der Titel erin­nert an Le Cor­busiers 1923 erschienenes Buch «Vers une archi­tec­ture». Die genauere englis­che Über­set­zung lautet «Toward an Archi­tec­ture», nicht «Towards a New Archi­tec­ture». Le Cor­busier wollte die Architek­tur aus der Nachah­mung his­torisch­er Stile lösen und für die Bedin­gun­gen des Maschi­nen­zeital­ters öff­nen. Autos, Flugzeuge und Oze­an­dampfer trat­en neben Tem­pel und Kathe­dralen.

Unsere Titelform ver­schiebt diese Bewe­gung.

Le Cor­busier fragte nach ein­er Architek­tur für eine neue Zeit. Wir fra­gen, was über­haupt noch Gegen­stand von Architek­tur sein kann.

19232026
Vers une archi­tec­tureFür eine Architek­tur des Dazwis­chen
Hin zu ein­er zeit­gemässen Architek­turHin zu einem anderen Gegen­stand der Architek­tur
Mas­chineVer­net­zung
Funk­tionRela­tion
GebäudeKon­stel­la­tion
EntwurfErmöglichung
neue Formverän­der­bare Bedin­gun­gen

Das «für» ist dabei ein­deutiger als das franzö­sis­che «vers». Es beze­ich­net nicht nur eine Rich­tung. Es markiert eine Posi­tion.

Wir argu­men­tieren für diese Architek­tur.

Das unbes­timmte «eine» schützt zugle­ich vor dem Total­ität­sanspruch. Es soll nicht eine neue Lehre an die Stelle der alten geset­zt wer­den. Eine Architek­tur des Dazwis­chen bleibt selb­st eine Möglichkeit unter anderen. Sie muss anschlussfähig, verän­der­bar und fork­bar bleiben.

Eine kleine Geschichte architektonischer Titelformen

Die Geschichte der Architek­tur lässt sich auch als Geschichte ihrer Buchti­tel lesen. Titel zeigen, worauf Architek­tur ihren Blick richtet und was sie als gestalt­bar behan­delt.

JahrTitel oder Bewe­gungVer­schiebung
1923Le Cor­busier: «Vers une archi­tec­ture»vom his­torischen Stil zur indus­triellen Gegen­wart
1960«Metab­o­lism 1960»vom sta­tis­chen Gebäude zum verän­der­baren Organ­is­mus
1964Bernard Rud­of­sky: «Archi­tec­ture With­out Archi­tects»vom pro­fes­sionellen Autor zum gemein­schaftlichen Bauen
1977Christo­pher Alexan­der u. a.: «A Pat­tern Lan­guage»vom Einze­len­twurf zu kom­binier­baren Mustern
1994 ff.Bernard Tschu­mi: «Event-Cities»vom Gebäude zu Ereig­nis, Pro­gramm und Kon­text
2026«Für eine Architek­tur des Dazwis­chen»von Ele­menten und For­men zu Rela­tio­nen und Kon­stel­la­tio­nen

Bernard Rud­of­skys Ausstel­lung «Archi­tec­ture With­out Archi­tects» zeigte 1964 eine gebaute Welt, die nicht von beru­flichen Architek­ten her­vorge­bracht wor­den war. Architek­tur erschien als fort­ge­set­zte gemein­schaftliche Prax­is und nicht nur als Werk aus­gewiesen­er Spezial­is­ten.

Christo­pher Alexan­der und seine Mitau­torin­nen und Mitau­toren beschrieben mit «A Pat­tern Lan­guage» eine Sprache kom­binier­bar­er Muster. Men­schen soll­ten ihre Häuser, Strassen und Nach­barschaften selb­st mit­gestal­ten kön­nen. Die Architek­tur wurde damit nicht abgeschafft. Ihre Regeln wur­den les­bar und zugänglich gemacht.

Bernard Tschu­mi rück­te später Ereignisse, Pro­gramme, Kon­texte und ihre Kon­flik­te in den Vorder­grund. Architek­tur sollte nicht nur For­men her­vor­brin­gen, son­dern unter­suchen, was zwis­chen Konzept, Kon­text und Inhalt geschieht.

Diese Bewe­gun­gen bere­it­en eine Architek­tur des Dazwis­chen vor. Sie vol­lziehen den let­zten Schritt aber noch nicht.

Ver­schiebungWas weit­er­hin voraus­ge­set­zt wird
Architek­tur ohne Architek­tenMen­schen bleiben die pro­duzieren­den Sub­jek­te.
Muster­spracheDie Muster sind bere­its for­muliert.
Ereignis­ar­chitek­turDas Ereig­nis find­et noch in ein­er ent­wor­fe­nen Ord­nung statt.
metabolis­tis­che Architek­turDer Organ­is­mus bleibt häu­fig Mod­ell oder Meta­pher.
para­metrische Architek­turDer Para­me­ter­raum ist bere­its gegeben.

Eine Architek­tur des Dazwis­chen fragt deshalb nicht nur, wer gestal­tet, welche Muster gel­ten oder welche Ereignisse stat­tfind­en.

Sie fragt, wie Ele­mente, Akteure, Muster, Para­me­ter, Gren­zen und Ereignisse über­haupt erst in ein­er Kon­stel­la­tion her­vorge­bracht wer­den.

Das Dazwischen ist kein Zwischenraum

Das Dazwis­chen darf nicht als leer­er Raum zwis­chen bere­its fer­ti­gen Din­gen missver­standen wer­den.

Zuerst wären dann die Häuser, Men­schen, Maschi­nen, Pflanzen, Insti­tu­tio­nen und Dat­en vorhan­den. Danach wür­den wir unter­suchen, was zwis­chen ihnen geschieht.

Diese Rei­hen­folge ist zu ein­fach.

Ein Haus wird erst durch seine Beziehun­gen zum Boden, zu Mate­ri­alien, Energie, Wet­ter, Eigen­tum­sregeln, Arbeit­sprozessen, Verkehr­swe­gen und Nutzun­gen zu diesem Haus. Eine Insti­tu­tion beste­ht nicht unab­hängig von den Kom­mu­nika­tio­nen, Doku­menten, Gebäu­den, Kon­ten, Erwartun­gen und tech­nis­chen Infra­struk­turen, welche sie fort­laufend repro­duzieren.

Das Dazwis­chen kommt nicht nach den Din­gen.

Die Dinge wer­den im Dazwis­chen bes­timm­bar.

BegriffBeobach­tungsweise
ObjektWas lässt sich abgren­zen?
Ereig­nisWas geschieht zu einem bes­timmten Zeit­punkt?
Struk­turWas wieder­holt und sta­bil­isiert sich?
ProzessWas verän­dert sich über die Zeit?
BeziehungWas hängt wie voneinan­der ab?
Kon­stel­la­tionWas trifft unter konkreten Bedin­gun­gen aufeinan­der?
Dazwis­chenWie wer­den Ele­mente, Gren­zen und Rela­tio­nen über­haupt erzeugt und verän­dert?

Das Dazwis­chen ist deshalb kein neuer Gegen­stand neben anderen Gegen­stän­den.

Es beze­ich­net eine Oper­a­tion.

Es entste­ht, wo etwas:

  1. anschliesst,
  2. über­set­zt,
  3. tren­nt,
  4. weit­ergibt,
  5. begren­zt,
  6. ermöglicht,
  7. ver­hin­dert,
  8. verän­dert.

Eine Tür verbindet nicht ein­fach zwei Räume. Sie unter­schei­det innen und aussen, regelt Zugang, erlaubt Öff­nung, ermöglicht Ver­schluss und verteilt Entschei­dungs­macht.

Ein Inter­face zeigt nicht nur Dat­en. Es entschei­det mit, was sicht­bar, auswählbar und aus­führbar wird.

Ein Weg verbindet nicht nur zwei Orte. Er verän­dert die Orte, die Bewe­gun­gen, die Nutzung des Bodens und die Wahrnehmung ein­er Land­schaft.

Eine Regel ord­net nicht nur vorhan­dene Hand­lun­gen. Sie erzeugt Rollen, Zuständigkeit­en, Abwe­ichun­gen und mögliche Kon­flik­te.

Das sind Architek­turen des Dazwis­chen.

Wider den Professionalismus

Der unmit­tel­bare Aus­gangspunkt dieses Essays ist der Text «Wider den Pro­fes­sion­al­is­mus»:

Die Kri­tik richtet sich nicht gegen Pro­fes­sion­al­ität.

Wenn wir am offe­nen Herzen operiert wer­den müssten, woll­ten wir selb­stver­ständlich, dass nach allen Regeln der Kun­st gear­beit­et würde. Aber kön­nten wir sich­er sein, dass dies auch gelingt?

Wenn unser Dorf zer­fal­l­ene Häuser erset­zt, woll­ten wir, dass die Umsichtig­sten das Ver­gan­gene in etwas Gutes Näch­stes umgestal­ten. Aber kön­nten wir sich­er sein, dass allein die aus­gewiese­nen Pro­fes­sionellen dazu in der Lage sind?

Pro­fes­sion­al­ität, Pro­fes­sion und Pro­fes­sion­al­is­mus sind nicht das­selbe.

BegriffBedeu­tung
Pro­fes­sion­al­itätver­ant­wortlich­es, sorgfältiges und fach­lich gekon­ntes Arbeit­en nach nachvol­lziehbaren Stan­dards
Pro­fes­siongesellschaftlich organ­isiert­er und anerkan­nter Tätigkeits­bere­ich
Exper­ten­tumspezial­isiertes Wis­sen und Kön­nen
Pro­fes­sion­al­is­musAnspruch ein­er Pro­fes­sion auf auss­chliessliche Zuständigkeit und legit­ime Gestal­tungs­macht
Dilet­tan­tismusTätigkeit ohne aus­re­ichende Ken­nt­nisse und Sorgfalt
Gestal­tungs­fähigkeitMöglichkeit ein­er Kon­stel­la­tion, ihre eige­nen Bedin­gun­gen zu beobacht­en und zu verän­dern

Die rel­e­vante Unter­schei­dung lautet:

Die Unter­schei­dung der Kul­tur­form der Mod­erne
Pro­fes­sion­al­ität oder Dilet­tan­tismus

Die rel­e­vante Unter­schei­dung lautet:

Die Unter­schei­dung ein­er näch­sten Kul­tur­form
Pro­fes­sion­al­is­mus oder Gestal­tungs­fähigkeit

Pro­fes­sion­al­is­mus ver­wan­delt Kön­nen in Zuständigkeit und Zuständigkeit in Auss­chluss.

Eine Ärztin kann operieren. Daraus fol­gt nicht, dass nur medi­zinis­che Pro­fes­sio­nen bes­tim­men dür­fen, was Gesund­heit bedeutet.

Ein Architekt kann ein Gebäude pla­nen. Daraus fol­gt nicht, dass nur Architek­tur­büros bes­tim­men dür­fen, was ein Dorf braucht.

Eine Pro­gram­miererin kann ein Sys­tem entwick­eln. Daraus fol­gt nicht, dass dessen Regeln, Daten­mod­elle und Schnittstellen ihrer alleini­gen Ver­fü­gung unter­ste­hen soll­ten.

Pro­fes­sion­al­is­mus macht aus der Welt eine Ansamm­lung pro­fes­sionell bear­beit­bar­er Fälle.

Pro­fes­sion­al­is­tis­che Ord­nungArchitek­tur des Dazwis­chen
FallKon­stel­la­tion
Auf­tragAnlass
ZuständigkeitBeitrag
Exper­tinunter­schiedliche Kom­pe­ten­zen
KlientBeteili­gung und Betrof­fen­heit
Lösungverän­der­bare Infra­struk­tur
Pro­duktfort­ge­set­zter Prozess
Abschlussnäch­ster Anschluss
geistiges Eigen­tumdoku­men­tierte und fork­bare Regeln
Kon­trolleErmöglichung

Eine Architek­tur des Dazwis­chen schafft Pro­fes­sion­al­ität nicht ab. Sie entzieht ihr den Allein­vertre­tungsanspruch.

Fach­wis­sen bleibt wichtig. Es erscheint aber als Beitrag inner­halb ein­er Kon­stel­la­tion und nicht als Herrschaft­sti­tel über diese Kon­stel­la­tion.

Vom Parametrischen zum Metabolischen

Diese Ver­schiebung lässt sich an drei For­men der Mod­el­lierung zeigen:

Mod­el­lierungGrun­d­op­er­a­tion
para­metrischInner­halb eines geset­zten Rah­mens wer­den Vari­anten berech­net.
post­para­metrischDie Set­zung und Gewich­tung der Para­me­ter wird selb­st vari­abel.
metabolischPara­me­ter, Mod­ell, tech­nis­che Sys­teme und Kon­stel­la­tion verän­dern sich im sel­ben Prozess.

Para­metrische Mod­el­lierung begin­nt mit definierten Para­me­tern. Höhe, Mate­r­i­al, Belas­tung, Kosten, Energie­ver­brauch oder Lichte­in­fall wer­den als Vari­ablen fest­gelegt. Ein Sys­tem berech­net daraus mögliche For­men.

Die men­schliche Instanz set­zt den Rah­men. Die Mas­chine vari­iert inner­halb dieses Rah­mens.

Post­para­metrische Mod­el­lierung macht den Rah­men selb­st beweglich. Sen­soren, Rück­kop­plun­gen und maschinelle Auswer­tun­gen verän­dern, welche Para­me­ter rel­e­vant sind und wie sie gewichtet wer­den. Die men­schliche Instanz führt nicht mehr jeden Schritt aus. Sie kuratiert einen entste­hen­den Möglichkeit­sraum.

Metabolis­che Mod­el­lierung geht noch weit­er.

Para­me­ter, Mas­chine und Mod­ell entste­hen im sel­ben Prozess.

Das Mod­ell bildet nicht ein­fach eine äussere Wirk­lichkeit ab. Es wird Bestandteil jen­er Wirk­lichkeit, die es beobachtet und verän­dert. Seine Resul­tate greifen in die Kon­stel­la­tion ein. Diese Ein­griffe verän­dern die Dat­en, die Bedin­gun­gen und schliesslich das Mod­ell selb­st.

Para­metrischPost­para­metrischMetabolisch
Para­me­ter sind geset­zt.Para­me­ter wer­den neu bes­timmt.Para­me­ter entste­hen und ver­schwinden.
Das Mod­ell berech­net Vari­anten.Das Mod­ell verän­dert seinen Suchraum.Mod­ell und Gegen­stand verän­dern einan­der.
Opti­mierungRekon­fig­u­ra­tionStof­fwech­sel
definiert­er Möglichkeit­sraumbeweglich­er Möglichkeit­sraumentste­hen­der Möglichkeit­sraum
Pla­nungKura­tionKo-Evo­lu­tion
Ergeb­nisAuswahlFort­set­zung

Der Begriff «metabolisch» ver­weist auf den japanis­chen Metab­o­lis­mus der 1960er-Jahre. Dessen Vertreter dacht­en Städte und Gebäude als dynamis­che Sys­teme, die wach­sen, sich verän­dern und an wech­sel­nde Bedin­gun­gen anpassen kön­nen. Kisho Kurokawas Nak­a­gin Cap­sule Tow­er wurde zum bekan­ntesten gebaut­en Beispiel dieser Bewe­gung.

Unsere metabolis­che Mod­el­lierung übern­immt diesen Gedanken nicht unverän­dert.

Der japanis­che Metab­o­lis­mus arbeit­ete mit biol­o­gis­chen Analo­gien, grossen Träger­struk­turen und aus­tauschbaren Mod­ulen. Häu­fig blieb eine sta­bile Gesamt­struk­tur beste­hen, in welche vari­able Teile einge­set­zt wer­den soll­ten.

Metabolis­che Mod­el­lierung stellt auch diese Träger­struk­tur zur Dis­po­si­tion.

architek­tonis­ch­er Metab­o­lis­musmetabolis­che Mod­el­lierung
biol­o­gis­che Meta­pheroper­a­tive Rück­kop­plung
anpass­bares Gebäudeverän­der­bare Kon­stel­la­tion
sta­bile Megas­truk­turmitverän­dert­er Rah­men
aus­tauschbare Mod­uleneu entste­hende Ele­mente
Wach­s­tum nach einem Grund­planEntwick­lung ohne endgülti­gen Mas­ter­plan
men­schliche Bedürfnisse als Massstabmehrere eigen­l­o­gis­che Sys­teme ohne gemein­sames Zen­trum

Metabolis­che Mod­el­lierung bedeutet deshalb nicht, ein Gebäude wie einen Organ­is­mus ausse­hen zu lassen.

Sie bedeutet, Gestal­tung selb­st als Stof­fwech­sel zu organ­isieren.

Kein Mensch im Zentrum

Die Architek­tur des Dazwis­chen darf nicht zu ein­er weit­eren Vari­ante von «Der Men­sch ste­ht im Mit­telpunkt» wer­den.

Der Satz set­zt eine asym­metrische Beobach­tung­sor­d­nung voraus: Eine Instanz bes­timmt, wer der Men­sch ist, was er benötigt und was für ihn gestal­tet wer­den soll.

Wer den Men­schen ins Zen­trum set­zt, muss entschei­den:

  1. welch­er Men­sch gemeint ist,
  2. wer seine Bedürfnisse fest­stellt,
  3. wer zwis­chen Bedürfnis­sen und Wün­schen unter­schei­det,
  4. wer die übrige Welt zur Umwelt dieses Men­schen erk­lärt,
  5. wer im Namen des Men­schen gestal­ten darf.

Human-Cen­tered Design kann dadurch unbe­merkt eine alte Ord­nung repro­duzieren: Pro­fes­sionelle beobacht­en Men­schen, definieren ihre Prob­leme und gestal­ten für sie definierte Lösun­gen.

Die Architek­tur des Dazwis­chen set­zt kein anderes Wesen ins Zen­trum.

Sie verzichtet auf das Zen­trum als Aus­gangspunkt.

In #TheLuh­man­n­Map unter­schei­den wir vier eigen­l­o­gis­che Sys­teme:

Sys­temOper­a­tion
#psyBewusst­sein
#socKom­mu­nika­tion
#cybCode und tech­nis­che Oper­a­tio­nen
#bioLeben

Keines dieser Sys­teme kann die Oper­a­tio­nen der anderen übernehmen.

Kom­mu­nika­tion denkt nicht. Bewusst­sein kom­mu­niziert nicht. Code lebt nicht. Leben rech­net nicht.

Trotz­dem irri­tieren, ermöglichen und begren­zen sich diese Sys­teme fort­laufend.

Genau dort begin­nt das Dazwis­chen.

anthro­pozen­trische Fragekon­stel­la­torische Frage
Was braucht der Men­sch?Welche Bedürfnisse, Abhängigkeit­en und Begren­zun­gen wer­den in der Kon­stel­la­tion sicht­bar?
Wie dient Tech­nik dem Men­schen?Wie verän­dern tech­nis­che und soziale Oper­a­tio­nen einan­der?
Wie beherrschen wir Natur?Welche Leben­sprozesse wer­den ermöglicht, genutzt, gestört oder zer­stört?
Wie gestal­ten wir Kom­mu­nika­tion?Welche Kom­mu­nika­tion wird durch welche Infra­struk­turen wahrschein­lich oder unwahrschein­lich?
Wer ste­ht im Zen­trum?Wie entste­hen vorüberge­hende Zen­tren, Rän­der und Auss­chlüsse?

Men­schen ver­schwinden damit nicht.

Sie ver­lieren nur ihr ontol­o­gis­ches Son­der­recht auf den Mit­telpunkt.

Eine Per­son kann für eine Oper­a­tion entschei­dend sein. Ein Myzel, ein Bach, ein Serv­er, ein Gesetz, eine Bat­terie oder ein Dateifor­mat kann es eben­falls sein.

Das Zen­trum ist keine feste Posi­tion.

Es ist ein vorüberge­hen­der Effekt ein­er konkreten Kon­stel­la­tion.

Venezia

Die Ein­träge rund um /venezia ver­sam­meln keine Natur­bilder zur deko­ra­tiv­en Illus­tra­tion eines sozialen Pro­gramms.

Sie beobacht­en Oper­a­tio­nen.

Fig­urOper­a­tion
kre­olis­ch­er GartenVer­schiedenes wird so zusam­menge­set­zt, dass pro­duk­tive Koex­is­tenz möglich wird.
man­gro­vis­ches DenkenSta­bil­ität entste­ht in beweglichen und wider­sprüch­lichen Über­gangszo­nen.
Myk­o­r­rhiza-Kom­mu­nika­tionRessourcen und Sig­nale wer­den über dezen­trale Verbindun­gen weit­ergegeben.
MYZELT EUCHVerbindun­gen bilden, Ressourcen teilen und Sig­nale weit­ergeben – ohne Zen­trum, Mit­glied­schaft oder Organ­i­sa­tion.

Diese Fig­uren sollen nicht als moralis­che Vor­bilder der Natur gele­sen wer­den.

Myzelien sind nicht sol­i­darisch. Man­groven sind nicht demokratisch. Gärten sind nicht gerecht.

Es geht nicht darum, men­schliche Gesellschaften nach nor­ma­tiv aufge­lade­nen Natur­bilder zu organ­isieren.

Die Bilder irri­tieren unsere gewohn­ten architek­tonis­chen Vorstel­lun­gen.

gewohnte Vorstel­lungIrri­ta­tion
Sta­bil­ität braucht fes­ten Boden.Man­groven sta­bil­isieren sich in beweglichen Übergän­gen.
Ord­nung braucht Homogen­ität.Kre­olis­che Gärten wer­den durch Kom­po­si­tion ver­schiedenar­tiger Ele­mente pro­duk­tiv.
Koor­di­na­tion braucht ein Zen­trum.Myk­o­r­rhiza­le Net­ze verteilen Aus­tausch über viele lokale Verbindun­gen.
Zuge­hörigkeit braucht Mit­glied­schaft.Anschlüsse kön­nen ohne geschlossene Organ­i­sa­tion entste­hen.
Architek­tur braucht ein Objekt.Architek­tur kann eine fort­ge­set­zte Rela­tion sein.

Die Frage lautet deshalb nicht:

Wie kön­nen wir eine Gesellschaft bauen, die wie ein Myzel funk­tion­iert?

Die Frage lautet:

Welche Selb­stver­ständlichkeit­en unseres Bauens, Organ­isierens und Mod­el­lierens wer­den durch diese Oper­a­tio­nen frag­würdig?

Venezia wird damit zum Karten­raum für eine Architek­tur des Dazwis­chen.

Von der Organisation zur Infrastruktur

Organ­i­sa­tio­nen entschei­den über Mit­glied­schaft.

Sie bes­tim­men, wer dazuge­hört, wer entschei­den darf, welche Rollen gel­ten und welche Zwecke ver­fol­gt wer­den.

Infra­struk­turen funk­tion­ieren anders. Sie stellen Möglichkeit­en bere­it, die von unter­schiedlichen Akteuren und Sys­te­men genutzt wer­den kön­nen, ohne dass alle der­sel­ben Organ­i­sa­tion ange­hören müssen.

Organ­i­sa­tionInfra­struk­tur
Mit­glied­schaftZugang
RolleBerech­ti­gung
WeisungPro­tokoll
Zweckmögliche Ver­wen­dun­gen
Zen­traleverteilte Knoten
Gehor­samKom­pat­i­bil­ität
Ein­heitInter­op­er­abil­ität
Iden­titätAnschlussfähigkeit
Fortbe­stand der Organ­i­sa­tionFort­set­zbarkeit der Oper­a­tion

Daraus fol­gt der Satz:

The Next Orga­ni­za­tion Will Not Be Orga­nized.

Damit ist nicht gemeint, dass kün­ftig nichts mehr organ­isiert wer­den müsse.

Im Gegen­teil.

Es muss sehr genau organ­isiert wer­den. Aber möglichst viel davon kann in doku­men­tierte Regeln, offene Stan­dards, Soft­ware, Schnittstellen, Verträge, Spe­ich­er, Werkzeuge und materielle Infra­struk­turen über­set­zt wer­den.

Alles, was ein­deutig for­muliert wer­den kann, kann in Infra­struk­tur über­set­zt wer­den.

organ­isatorische Anweisungmögliche Infra­struk­tur
Wer darf eine Datei bear­beit­en?Rechtev­er­wal­tung
Wie wer­den Änderun­gen nachvol­lziehbar?Ver­sion­skon­trolle
Wie kann ein Pro­jekt kopiert wer­den?offene Lizen­zen und Repos­i­to­rien
Wie wer­den Dat­en aus­ge­tauscht?offene Stan­dards und Schnittstellen
Wie bleibt ein Sys­tem lokal ver­füg­bar?Local First und Offline First
Wie kann Abhängigkeit reduziert wer­den?Self-Host­ing und Rep­lika­tion
Wie bleibt Wis­sen erhal­ten?Doku­men­ta­tion und Ref­erenz­mod­elle
Wie kann eine andere Rich­tung eingeschla­gen wer­den?Fork­barkeit

Infra­struk­tur beseit­igt Macht nicht.

Auch Stan­dards, Pro­tokolle, Soft­ware und Gebäude ord­nen Zugänge, Möglichkeit­en und Auss­chlüsse. Eine Architek­tur des Dazwis­chen muss diese Macht sicht­bar und verän­der­bar machen.

Offen­heit ist deshalb keine ästhetis­che Eigen­schaft.

Sie muss tech­nisch, rechtlich und materiell hergestellt wer­den.

#PlanD als Architektur des Dazwischen

#PlanD baut nicht die näch­ste Organ­i­sa­tion.

#PlanD arbeit­et an ein­er Infra­struk­tur, mit der alpine Täler ihre eige­nen Bedin­gun­gen beobacht­en, beschreiben, verän­dern und erproben kön­nen.

Der Prozess beste­ht aus vier Oper­a­tio­nen:

Oper­a­tionarchitek­tonis­che Funk­tion
beobacht­enRela­tio­nen, Abhängigkeit­en und Unter­schiede sicht­bar machen
para­metrisierenBeobach­tun­gen in verän­der­bare Beschrei­bun­gen über­set­zen
ermöglichenmaterielle, dig­i­tale und soziale Anschlüsse bere­it­stellen
erprobenKon­stel­la­tio­nen in Betrieb set­zen und ihre Wirkun­gen zurück­führen

Diese vier Oper­a­tio­nen bilden keine lin­eare Pro­jek­t­pla­nung.

Sie bilden einen Stof­fwech­sel.

Beobach­tun­gen verän­dern die Para­me­ter. Para­me­ter verän­dern die Infra­struk­turen. Infra­struk­turen ermöglichen Erprobun­gen. Erprobun­gen erzeu­gen neue Beobach­tun­gen.

lin­ear­es Pro­jektmetabolis­ch­er Prozess
AnalyseBeobach­tung
Zield­e­f­i­n­i­tionPara­metrisierung
Umset­zungErmöglichung
AbschlussErprobung
Eval­u­a­tion im Nach­hineinlaufende Rück­kop­plung
fer­tiges Ergeb­nisverän­derte Aus­gangslage

Der AutarkieIn­dex ist in dieser Architek­tur kein Zeug­nis und kein Rank­ing.

Er ist ein Beobach­tungsin­stru­ment.

Er erstellt kein Leis­tungs- oder Defiz­itrank­ing. Er macht Abhängigkeit­en, Reser­ven, Fähigkeit­en und mögliche Bruch­stellen beschreib­bar. Er macht Abhängigkeit­en, Reser­ven, Fähigkeit­en und mögliche Bruch­stellen beschreib­bar.

Autarkie bedeutet dabei nicht Abschot­tung.

Autarkie bedeutet Gestal­tungs­fähigkeit.

Eine Region ist nicht dann autark, wenn sie keine Beziehun­gen mehr nach aussen unter­hält. Sie ist autark­er, wenn sie ihre Beziehun­gen auswählen, ver­ste­hen, unter­brechen, erset­zen und neu verbinden kann.

Abschot­tungAutarkie als Gestal­tungs­fähigkeit
möglichst wenige Beziehun­genbewusst gewählte Beziehun­gen
Unab­hängigkeit als Iso­la­tionAbhängigkeit­en ken­nen und verän­dern kön­nen
geschlossene Ver­sorgungmehrere anschlussfähige Möglichkeit­en
Selb­st­genügsamkeitHand­lungs­fähigkeit
lokale Rein­heitlokale Ver­wurzelung und glob­ale Ver­net­zung

Die Architek­tur dafür beste­ht nicht nur aus Gebäu­den.

Sie kann aus Bunkern, Kellern, Servern, Solaran­la­gen, Bat­te­rien, Werk­stät­ten, Saatgut­banken und Mühlen beste­hen.

Eben­so wichtig sind Lin­ux, Wikis, Git, KI-Sys­teme, Daten­banken, offene Stan­dards, Ref­erenz­mod­elle, Doku­men­ta­tio­nen und replizier­bare Ver­fahren.

materielldig­i­talbiol­o­gischsozial
KellerDaten­bankSaatgutVere­in­barung
Werk­stattGitBodenVer­trauen
Bat­terieWikiMyzelArbeit­steilung
Müh­leSchnittstelleGetrei­deWeit­er­gabe
Leitunglokaler Serv­erWass­erKon­flik­tregel
Gebäudeoffen­er Stan­dardNahrungKom­mu­nika­tion

Kein Feld bildet das Zen­trum.

Entschei­dend ist, was zwis­chen ihnen möglich wird.

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen

Die Architek­tur des Dazwis­chen berührt unmit­tel­bar die Bes­tim­mung Sozialer Arbeit:

Soziale Arbeit ist Arbeit am Sozialen.

Nicht Arbeit am Men­schen.

Nicht Verbesserung von Per­so­n­en.

Nicht pro­fes­sionelle Bear­beitung defiz­itär­er Fälle.

Das Soziale beste­ht aus Kom­mu­nika­tion. Wer am Sozialen arbeit­et, arbeit­et an Kom­mu­nika­tions­be­din­gun­gen, Zugän­gen, Auss­chlüssen, Erwartun­gen, Machtver­hält­nis­sen und Anschlussmöglichkeit­en.

Arbeit am Men­schenArbeit am Sozialen
Ver­hal­ten kor­rigierenKom­mu­nika­tions­be­din­gun­gen verän­dern
Defizite diag­nos­tizierenAuss­chlüsse und Abhängigkeit­en beobacht­en
Kli­entin­nen und Klien­ten behan­delnKon­stel­la­tio­nen bear­beit­en
Anpas­sung ermöglichenGestal­tungs­fähigkeit ermöglichen
pro­fes­sionelle Lösungverän­der­bare Infra­struk­tur
Hil­feAnschluss

Darin ähnelt Soziale Arbeit der Architek­tur des Dazwis­chen.

Bei­de set­zen den Men­schen nicht ins Zen­trum. Bei­de bear­beit­en nicht unmit­tel­bar Per­so­n­en oder Objek­te, son­dern Bedin­gun­gen, Rela­tio­nen und Kon­stel­la­tio­nen.

Soziale Arbeit als Arbeit am SozialenArchitek­tur des Dazwis­chen
beobachtet Kom­mu­nika­tionbeobachtet Rela­tio­nen
unter­sucht Machtver­hält­nisseunter­sucht Anord­nun­gen und Abhängigkeit­en
verän­dert soziale Bedin­gun­genverän­dert Ermöglichungs­be­din­gun­gen
arbeit­et an Anschlussmöglichkeit­engestal­tet Anschlüsse und Übergänge
set­zt den Men­schen nicht ins Zen­trumset­zt kein Ele­ment ins Zen­trum

Diese Arbeit lässt sich mit der #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix in vier Dimen­sio­nen beobacht­en:

Dimen­sionBeobach­tungs­frage
Anord­nungWer oder was wird wie posi­tion­iert, zuge­ord­net und abhängig gemacht?
ZugangWer oder was erhält Zugang zu Ressourcen, Infra­struk­turen und Möglichkeit­en?
Legit­i­ma­tionWelche Ord­nun­gen gel­ten als begrün­det, nor­mal oder alter­na­tiv­los?
Durch­set­zungWie wer­den Entschei­dun­gen, Gren­zen und Auss­chlüsse wirk­sam gemacht?

Aus­gangspunkt ist die Beobach­tung von Behin­derungs- und Begren­zungs­macht.

«Gutes Leben» wird dabei nicht als pro­fes­sionell definiertes Ziel vorgegeben. Es lässt sich wed­er verord­nen noch abschliessend mod­el­lieren. Beobachtet wer­den vielmehr jene Machtver­hält­nisse, welche seine Ent­fal­tung begren­zen oder ermöglichen.

Der #AutarkieIn­dex misst deshalb nicht das gute Leben.

Er beobachtet und para­metrisiert Behin­derungs- und Begren­zungs­macht in den vier Dimen­sio­nen Anord­nung, Zugang, Legit­i­ma­tion und Durch­set­zung.

Oper­a­tionFunk­tion
beobacht­enAbhängigkeit­en, Auss­chlüsse und Begren­zun­gen sicht­bar machen
para­metrisierenMachtver­hält­nisse in beschreib­bare und verän­der­bare Rela­tio­nen über­set­zen
ermöglichenalter­na­tive Anschlüsse und Kon­stel­la­tio­nen bere­it­stellen
erprobenbeobacht­en, welche neuen Bedin­gun­gen und Begren­zun­gen entste­hen

Para­metrische Mod­el­lierung erzeugt kein gutes Leben.

Sie macht Bedin­gun­gen beobacht­bar und verän­der­bar, unter denen sich unter­schiedliche For­men guten Lebens ent­fal­ten kön­nen.

Damit tre­f­fen sich «Wider den Pro­fes­sion­al­is­mus» und «Für eine Architek­tur des Dazwis­chen».

Pro­fes­sion­al­is­mus beansprucht, soziale Prob­leme durch aus­gewiesene Pro­fes­sio­nen zu bear­beit­en. Arbeit am Sozialen unter­sucht dage­gen, welche Kom­mu­nika­tion­sstruk­turen und Machtver­hält­nisse ein Prob­lem fort­laufend repro­duzieren.

Eine Architek­tur des Dazwis­chen fragt, wie diese Bedin­gun­gen verän­dert wer­den kön­nen, ohne Men­schen zum Gegen­stand eines pro­fes­sionellen Entwurfs zu machen.

Keine reibungslose Welt

Das Dazwis­chen erzeugt aus sich selb­st keine bes­timmten gesellschaftlichen Fol­gen.

Beziehun­gen kön­nen aus­beuten. Net­zw­erke kön­nen kon­trol­lieren. Infra­struk­turen kön­nen auss­chliessen. Schnittstellen kön­nen manip­ulieren. Stan­dards kön­nen Mono­pole erzeu­gen. Dezen­tral­isierung kann Ver­ant­wor­tung unsicht­bar machen.

Eine Architek­tur des Dazwis­chen benötigt deshalb eine Mach­t­analyse ihrer Net­zw­erke, Infra­struk­turen und Zugang­sor­d­nun­gen.

dom­i­nante Beschrei­bungmögliche struk­turelle Folge
Ver­net­zungÜberwachung und Abhängigkeit
Offen­heitÜber­forderung und Aus­beu­tung
Par­tizipa­tionunbezahlte Mitar­beit
Dezen­tral­isierungver­schwun­dene Ver­ant­wor­tung
Flex­i­bil­itätdauernde Unsicher­heit
Per­son­al­isierungpater­nal­is­tis­che Steuerung
Automa­tisierungunsicht­bare Vorentschei­dun­gen
Gemein­schaftsozialer Zwang
Com­monsZugriff ohne Sorge und Pflege

Architek­tur bedeutet auch Tren­nung.

Eine Tür reg­uliert Zugang, indem sie sich öff­nen und schliessen lässt.
Ein Net­zw­erk erhält lokale Gestal­tungs­fähigkeit, wenn nicht alles dauer­haft mit allem ver­bun­den sein muss, aber ver­bun­den wer­den kann.
Ein offenes Pro­jekt ver­langt nicht, dass jede Per­son jed­erzeit teil­nehmen muss.
Eine belast­bare Infra­struk­tur ken­nt Unter­brechun­gen, Redun­danzen, Rück­züge und Gren­zen.

ent­gren­zte Offen­heitreversible Offen­heit
alles ist jed­erzeit zugänglichZugänge sind nachvol­lziehbar geregelt
alle müssen teil­nehmenBeteili­gung bleibt unter­brech­bar
alles wird zen­tral syn­chro­nisiertlokale Kopi­en bleiben funk­tions­fähig

“No Pater­nal­ism” bedeutet in dieser Architek­tur nicht Regel­losigkeit.

Es bedeutet, dass Bedin­gun­gen nicht impliz­it so gestal­tet wer­den, dass Men­schen zu einem pro­fes­sionell definierten Zielver­hal­ten gelenkt wer­den.

Ermöglichung ist nicht Ver­hal­tenss­teuerung.

Die neue architektonische Frage

Die klas­sis­che architek­tonis­che Frage lautet:

Was soll gebaut wer­den?

Die Frage ein­er Architek­tur des Dazwis­chen lautet:

Was soll möglich wer­den?

bish­erige FrageFrage des Dazwis­chen
Welche Form soll entste­hen?Welche Rela­tio­nen sollen möglich wer­den?
Wer ist der Autor?Welche Beiträge kön­nen anschliessen?
Wer besitzt das Werk?Wer kann zugreifen, verän­dern und forken?
Welche Funk­tion erfüllt es?Welche unter­schiedlichen Ver­wen­dun­gen bleiben möglich?
Wie wird es fer­tiggestellt?Wie kann es weit­er­en­twick­elt wer­den?
Wie wird es kon­trol­liert?Wie bleiben Entschei­dun­gen sicht­bar und rev­i­dier­bar?
Wie wird Sta­bil­ität erzeugt?Welche Verän­derun­gen kann die Kon­stel­la­tion aufnehmen?
Wie wer­den Störun­gen ver­hin­dert?Wie kann unter Störun­gen weit­ergear­beit­et wer­den?
Wer ste­ht im Zen­trum?Wie wer­den Zen­tren erzeugt und wieder aufgelöst?
Was ist die Lösung?Was ist der näch­ste mögliche Anschluss?

Diese Architek­tur pro­duziert keine fer­tige Zukun­ft.

Sie baut Bedin­gun­gen, unter denen unter­schiedliche Zukün­fte entste­hen kön­nen.

Sie schreibt nicht vor, welche Lebens­for­men als vorzugswürdig gel­ten sollen.

Sie erweit­ert die Möglichkeit, die Bedin­gun­gen des eige­nen Lebens gemein­sam zu beobacht­en und zu verän­dern.

Sie erset­zt Pla­nung nicht durch Zufall.

Sie erset­zt den Mas­ter­plan durch eine doku­men­tierte, über­prüf­bare und fort­set­zbare Gestal­tung­sprax­is.

Für eine Architektur des Dazwischen

Nr.Set­zung
1Eine Architek­tur des Dazwis­chen gestal­tet nicht länger Objek­te, son­dern Bedin­gun­gen.
2Das Dazwis­chen ist kein leer­er Raum, son­dern eine Oper­a­tion.
3Ele­mente sind nicht zuerst fer­tig und danach ver­bun­den; sie wer­den in ihren Rela­tio­nen bes­timm­bar.
4Kein Men­sch, keine Mas­chine, keine Organ­i­sa­tion und kein Sys­tem ste­ht notwendig im Zen­trum.
5Zen­tren sind vorüberge­hende Effek­te konkreter Kon­stel­la­tio­nen.
6Pro­fes­sion­al­ität ist ein Beitrag; Pro­fes­sion­al­is­mus ist ein Auss­chlies­sungsanspruch.
7Alles, was ein­deutig for­muliert wer­den kann, kann in Infra­struk­tur über­set­zt wer­den.
8Offen­heit braucht doku­men­tierte Regeln, Gren­zen, Redun­danzen und Fork­barkeit.
9Ein Mod­ell greift in die Kon­stel­la­tion ein, die es beobachtet, und wird durch sie verän­dert.
10Eine Architek­tur des Dazwis­chen bewährt sich nicht an ihrer Endgültigkeit, son­dern an den Fort­set­zun­gen, die sie ermöglicht.

Für eine Architektur des Dazwischen

Die Architek­tur des 20. Jahrhun­derts ent­warf Häuser, Städte, Maschi­nen zum Wohnen, Megas­truk­turen und Ereignis­räume.

Die Architek­tur des 21. Jahrhun­derts wird weit­er­hin Häuser bauen müssen.

Aber das Gebäude ist nur noch ein Spezial­fall.

Die entschei­den­den Architek­turen beste­hen zunehmend aus Pro­tokollen, Schnittstellen, Daten­for­mat­en, Energiesys­te­men, Eigen­tum­sregeln, biol­o­gis­chen Kreis­läufen, Kom­mu­nika­tion­swe­gen, lokalen Spe­ich­ern und verteil­ten Entschei­dungsver­fahren.

Sie sind häu­fig unsicht­bar.

Ger­ade deshalb müssen sie gestal­tet, beobachtet und kri­tisiert wer­den.

Eine Architek­tur des Dazwis­chen entwirft wed­er Men­schen noch Gesellschaft.

Sie entwirft Bedin­gun­gen, in denen unter­schiedliche Sys­teme aufeinan­der reagieren kön­nen, ohne zu einem einzi­gen Sys­tem ver­schmolzen zu wer­den.

Sie baut keine kon­flik­t­freie Gemein­schaft.

Sie ermöglicht Fort­set­zung trotz Ver­schieden­heit, Konkur­renz, Nichtwissen und Dis­sens.

Sie erset­zt die pro­fes­sionelle Organ­i­sa­tion gesellschaftlich­er Prob­leme nicht durch die Genial­ität einzel­ner Ama­teure.

Sie verteilt Gestal­tungs­fähigkeit.

Sie fragt nicht zuerst nach dem Werk.

Sie fragt nach den Anschlüssen.

Nicht:

Was bauen wir?

Son­dern:

Was kann zwis­chen all dem möglich wer­den?

Dafür eine Architek­tur des Dazwis­chen.

Quellen und Verweise

  1. Ste­fan M. Seydel/sms: Wider den Pro­fes­sion­al­is­mus
    https://dissent.is/professionalismus/
  2. Ste­fan M. Seydel/sms: venezia (so?)
    https://dissent.is/venezia/
  3. Ste­fan M. Seydel/sms: #pas­sadis
    https://dissent.is/passadis/
  4. Ste­fan M. Seydel/sms: Post-para­met­ric Mod­el­ing #Caschlatsch
    https://dissent.is/caschlatsch/
  5. Ste­fan M. Seydel/sms: Lugano? #Plan₿ | Got­tar­do? #PlanD
    https://dissent.is/planD/
  6. Ste­fan M. Seydel/sms: #TheLuh­man­n­Map https://dissent.is/theluhmannmap/
  7. Ste­fan M. Seydel/sms: #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix https://dissent.is/thestaubbernasconimatrix/
  8. Le Cor­busier: Toward an Archi­tec­ture, Get­ty Research Insti­tute
    https://shop.getty.edu/products/toward-an-architecture-978–0892368228
  9. Muse­um of Mod­ern Art: Kisho Kurokawa und der architek­tonis­che Metab­o­lis­mus
    https://www.moma.org/collection/artists/6967
  10. Muse­um of Mod­ern Art: Archi­tec­ture With­out Archi­tects
    https://www.moma.org/calendar/exhibitions/3459
  11. Christo­pher Alexan­der u. a.: A Pat­tern Lan­guage
    https://www.patternlanguage.com/bookstore/pattern-language.html
  12. MIT Press: Bernard Tschu­mi, Event-Cities
    https://mitpress.mit.edu/9780262700528/event-cities/

Hin­weis: Die begrif­fliche Rei­he para­metrisch – post­para­metrisch – metabolisch, die Erweiterung von #TheLuh­man­n­Map um #cyb sowie der Begriff «Architek­tur des Dazwis­chen» wer­den hier als eigene the­o­retis­che Set­zun­gen ver­wen­det. Sie sind keine etablierten architek­tur­wis­senschaftlichen Klas­si­fika­tio­nen.

Meta:

Architek­tur wie Soziale Arbeit set­zen den Men­schen nicht ins Zen­trum. Bei­de bear­beit­en nicht unmit­tel­bar Per­so­n­en oder Objek­te, son­dern Bedin­gun­gen, Rela­tio­nen und Kon­stel­la­tio­nen.

Für eine Architek­tur des Dazwis­chen, Ste­fan M. Seydel/sms ;-)
Bewe­gungFunk­tion
Titelformmarkiert den Wech­sel des architek­tonis­chen Gegen­stands
Geschichtezeigt die Ablö­sung vom Objekt
Pro­fes­sion­al­is­musöffnet Gestal­tungs­fähigkeit
Mod­el­lierungführt von Para­me­tern zum Stof­fwech­sel
kein Zen­trumver­hin­dert den anthro­pozen­trischen Rück­fall
Venezialiefert oper­a­tive Irri­ta­tio­nen
Infra­struk­turüber­set­zt Regeln in Anschlüsse
#PlanDkonkretisiert die Architek­tur
Soziale Arbeitverbindet Rela­tion und Macht
#AutarkieIn­dexpara­metrisiert Begren­zungs­be­din­gun­gen
Schlussfor­muliert das Pro­gramm

Le Corbusier

(…)

(…)

(…)

(…)

PilzMyzel
Organ­is­musGeflecht
sicht­bare Erschei­n­ungweit­ge­hend unsicht­bare Infra­struk­tur
einzelnes Lebe­we­senverteilte Verbindung
Fig­urOper­a­tion
ObjektDazwis­chen

MYZELT EUCH

(…)

(…)

Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen

Genau. Das ist die struk­turelle Ver­wandtschaft:

Soziale Arbeit als Arbeit am SozialenArchitek­tur des Dazwis­chen
arbeit­et nicht am Men­schengestal­tet nicht das Objekt
beobachtet Kom­mu­nika­tionbeobachtet Rela­tio­nen
verän­dert soziale Bedin­gun­genverän­dert Ermöglichungs­be­din­gun­gen
set­zt den Men­schen nicht ins Zen­trumset­zt kein Ele­ment ins Zen­trum
arbeit­et an Anschlussmöglichkeit­engestal­tet Anschlüsse und Übergänge

Die Pointe wäre:

Soziale Arbeit, die am Sozialen arbeit­et, ähnelt darin der Architek­tur des Dazwis­chen: Bei­de gestal­ten nicht Men­schen oder Objek­te, son­dern die Bedin­gun­gen, unter denen Beziehun­gen, Anschlüsse und Verän­derun­gen möglich wer­den.

Noch zuge­spitzter:

Eine Soziale Arbeit, die am Sozialen arbeit­et, und eine Architek­tur des Dazwis­chen teilen dieselbe Zumu­tung: Der Men­sch ste­ht nicht im Zen­trum. Im Zen­trum ste­ht nichts. Entschei­dend ist, was zwis­chen Men­schen, Kom­mu­nika­tio­nen, Din­gen, Maschi­nen, Organ­is­men und Infra­struk­turen möglich wird.

(…)

(…)

(…)

Eine kurze Geschichte des Modellierens:

  • Para­met­ric mod­el­ing is when you define the para­me­ters and the machine opti­mizes with­in that giv­en frame­work dissent.is/poesierad & dissent.is/lapendenta
  • Post-para­met­ric mod­el­ing is when the machine par­tic­i­pates in defin­ing the para­me­ters and you curate the emerg­ing space of pos­si­bil­i­ties: dissent.is/caschlatsch
  • Meta­bol­ic mod­el­ing is when para­me­ters, machine, and mod­el no longer appear as sep­a­rate stages, but emerge with­in the same con­tin­u­ous process: dissent.is/cuflons
  • dissent.is/passadis

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Nächster Titel

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Nächster Titel

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Nächster Titel

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Nächster Titel

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Nächster Titel

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Nächster Titel

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Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

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Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

(…)

(…)

(…)

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

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