Ein Fallbeispiel der #Dealokratie: #Heimfall2048

#COORA «Cor­po­raz­i­un dal­las vis­chnaun­cas con­ces­si­u­nar­ias dal­las Ovras Elec­tri­c­as Reinan­teri­ur SA» ist eine öffentlich-rechtliche Kör­per­schaft der sechs Konzes­sion­s­ge­mein­den Breil/Brigels, Trun, Sumvitg, Disentis/Mustér, Medel und Tujetsch | #NoCringe | M/ein Blog ist m/ein Karten­raum und k/eine Bühne. Ich weiss, wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen Schreib­stand | Warum ich nicht pub­liziere? Weil ich es kann. Weil es geht. Weil ich es für angemessen halte. (so?)

  • wenn es mir ums SENDEN gehen würde, machte ich alles falsch.
  • wenn es mir ums EMPFANGEN WERDEN gehen würde, machte ich alles anders.
  • wenn es mir ums FINDEN gehen würde, würde ich suchen.
  • wenn es mir ums GEWINNEN gehen würde, hielte ich mich an exper­tisen.

die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

Anlass zu diesem Eintrag:

Am 8. Okto­ber 2026 veröf­fentlicht Axpo ein 60-seit­iges Whitepa­per (pdf) unter dem Titel «Erneuerung von Wasserkraftkonzes­sio­nen: Chan­cen & Her­aus­forderun­gen» – ein guter Anlass, genauer hinzuschauen, wem unsere Wasserkraft gehört, wer darüber ver­fügt und was der bevorste­hende Heim­fall für die Gemein­den der Cadi bedeutet.

Wenn es eine der drama­tis­chsten kri­tis­chen Grössen gibt im 2030.AutarkieIndex.org, dann freilich die Frage der Energie…

Summary/Spoiler/TL;DR

Wem gehört unser Wasser? QED.

Öffentliches Eigentum. Privatrechtliche Organisation. Überregionale Verfügungsmacht. Lokale Ressourcen.

Am 9. Okto­ber 2026 erzählt mir der es weiss, dass die grossen Wasserkraftkonzes­sio­nen aus­laufen und die Anla­gen an die Gemein­den und den Kan­ton zurück­fall­en kön­nen.

Ich beginne zu recher­chieren. Und je genauer ich hin­schaue, desto bemerkenswert­er wird die Kon­struk­tion.

1. Das Wasser gehört den Gemeinden. Der Strom?

Die Kraftwerke Vorder­rhein AG (KVR) betreiben die grossen Anla­gen mit den Stauseen Nalps, Curn­era und Sont­ga Maria.

Jährliche Strompro­duk­tion: rund 800 Gigawattstun­den.

Die Eigen­tumsver­hält­nisse:

  • Axpo Pow­er AG: 81,5 %
  • Kan­ton Graubün­den: 10 %
  • Sechs Konzes­sion­s­ge­mein­den zusam­men: 8,5 %

Die Konzes­sio­nen laufen am 30. Sep­tem­ber 2048 aus.

Wir reden über eine der wichtig­sten Infra­struk­turen der Region. Über eine Ressource, deren Nutzung seit Gen­er­a­tio­nen über die Lebens­be­din­gun­gen in der Cadi mitentschei­det.

Und über Gemein­den, die gemein­sam ger­ade ein­mal 8,5 % an der Kraftwerks­ge­sellschaft hal­ten.

2. Ein Vorgeschmack: Russein

2012 wird der ursprünglich für 2027 vorge­se­hene Heim­fall des Kraftwerks Rus­sein vorzeit­ig geregelt.

Die Gemein­den Disentis/Mustér und Sumvitg sowie der Kan­ton verzicht­en auf den Heim­fall. Dafür wird eine Entschädi­gung von 19 Mil­lio­nen Franken vere­in­bart, ins­beson­dere in Form von Aktien­beteili­gun­gen.

Axpo behält 60 %. Die bei­den Gemein­den erhal­ten je 15 %, der Kan­ton 10 %.

Gle­ichzeit­ig wird eine neue Konzes­sion für 80 Jahre erteilt.

Das Geschäft wurde 2011 von den bei­den Gemein­de­v­er­samm­lun­gen beschlossen.

Demokratisch legit­imiert? Ja.

Aber die entschei­dende Frage ist doch: Was bedeutet ein demokratis­ch­er Entscheid, der die Ver­fü­gung über eine lebenswichtige Infra­struk­tur für mehrere Gen­er­a­tio­nen gesellschaft­srechtlich bindet?

3. Wem gehört eigentlich Axpo?

Ich frage Chat­G­PT, ob ich Axpo-Aktien kaufen kann.

Nein.

Die Axpo Hold­ing AG ist nicht börsenkotiert. Ihre Aktien gehören voll­ständig den Nor­dostschweiz­er Kan­to­nen und Kan­ton­swerken.

Graubün­den gehört nicht zu ihren direk­ten Aktionären.

Eine Aktienge­sellschaft in öffentlichem Eigen­tum, deren Aktien ich als Bürg­er nicht an der Börse kaufen kann. Ein Energiekonz­ern, der über Tochterge­sellschaften und Beteili­gun­gen wesentliche Teile der Wasserkraft ausser­halb sein­er Eigen­tümerkan­tone kon­trol­liert.

Das ist nicht die klas­sis­che Pri­vatisierung öffentlichen Eigen­tums.

Es ist die Ver­lagerung öffentlich­er Ver­fü­gungs­macht in pri­va­trechtlich organ­isierte Struk­turen.

Und die direk­te demokratis­che Ein­flussnahme? Sie wird über Par­la­mente, Regierun­gen, Ver­wal­tungsräte, Aktionärsverträge und Konzes­sio­nen ver­mit­telt.

Chat­G­PT Image Sep 28, 2026, 09_56_19 AM
previous arrow
next arrow

4. Jetzt erklärt uns Axpo die Risiken!

Am 8. Okto­ber 2026 veröf­fentlicht Axpo ein 60-seit­iges Whitepa­per über aus­laufende Wasserkraftkonzes­sio­nen.

Die Botschaft: Heim­fall eröffnet Chan­cen. Aber Gemein­den müssen Risiken beacht­en. Fehlen­des Fach­wis­sen! Investi­tions­be­darf! Strompreiss­chwankun­gen! Kli­mawan­del! Haf­tungs­fra­gen!

Axpo emp­fiehlt, part­ner­schaftliche Mod­elle zu prüfen.

Welch bemerkenswerte Kon­stel­la­tion!

Der bish­erige Mehrheit­sak­tionär erk­lärt den kün­fti­gen Eigen­tümern, weshalb sie bei der Über­nahme ihrer Infra­struk­tur vor­sichtig sein soll­ten und weshalb die Zusam­me­nar­beit mit erfahre­nen Energie­un­ternehmen so wichtig sei.

Die Risiken sind real. Aber das Whitepa­per ist auch ein Doku­ment aus der Per­spek­tive eines wirtschaftlich beteiligten Akteurs.

Wer definiert eigentlich, was als Risiko gilt?

Der Ver­lust von Mil­lio­nen Franken? Selb­stver­ständlich.

Der Ver­lust lokaler Ver­fü­gungs­macht über Gen­er­a­tio­nen? Wie wird der bew­ertet?

5. Und COORA?

2024 organ­isieren sich die sechs Konzes­sion­s­ge­mein­den der Cadi zur Vor­bere­itung des Heim­falls in ein­er gemein­samen öffentlich-rechtlichen Kör­per­schaft: COORA.

Die Gemein­den sollen spätestens 2038 über Ver­längerung oder Heim­fall entschei­den.

Das kann ihre gemein­same Ver­hand­lungspo­si­tion stärken.

Aber auch hier stellt sich die Frage: Wie wer­den die Entschei­dun­gen vor­bere­it­et? Wer ver­fügt über die Infor­ma­tio­nen? Wer ver­han­delt? Wer kon­trol­liert die Ver­han­dler? Und welche Alter­na­tiv­en erhal­ten die Stimm­berechtigten über­haupt zur Auswahl?

Denn eine Gemein­de­v­er­samm­lung kann nur über jene Möglichkeit­en entschei­den, die ihr tat­säch­lich vorgelegt wer­den.

6. Gewinne privatisieren. Risiken vergesellschaften?

Diese Formel greift zu kurz. Axpo gehört selb­st der öffentlichen Hand.

Vielle­icht ist die Kon­struk­tion noch inter­es­san­ter:

Öffentlich­es Eigen­tum. Pri­va­trechtliche Organ­i­sa­tion. Über­re­gionale Ver­fü­gungs­macht. Lokale Ressourcen.

Nicht ((Staat)Markt).

Nicht ein­mal ((öffentlich)privat).

Son­dern die Frage, wie öffentlich­es Eigen­tum organ­isiert wird und welche demokratis­chen Zugriffe dabei erhal­ten bleiben oder ver­loren gehen.

Was nützt öffentlich­es Eigen­tum, wenn die Eigen­tümer ihre eigene Infra­struk­tur nicht mehr unmit­tel­bar gestal­ten kön­nen?

7. #PlanD: Soziale Arbeit als Arbeit am Sozialen.

Mich inter­essiert nicht, ob Axpo gute oder schlechte Absicht­en ver­fol­gt.

Mich inter­essiert die Macht­struk­tur.

Wer ord­net an? Wer erhält Zugang? Wie wird die Ver­fü­gung legit­imiert? Wer set­zt Entschei­dun­gen durch?

Und vor allem:

Warum sollen Gemein­den beim Heim­fall ihre Ver­fü­gungs­macht erneut für 80 Jahre abgeben, statt eine gemein­same Infra­struk­tur aufzubauen, welche lokale Eigen­ständigkeit, demokratis­che Kon­trolle und regionale Wertschöp­fung ermöglicht?

Die Stauseen ste­hen schon da. Die Tur­binen drehen sich längst.

Was fehlt uns eigentlich, um die Infra­struk­tur wieder selb­st gestal­ten zu kön­nen?

#PlanD #AutarkieIn­dex #TheS­taub­Ber­nascon­i­Ma­trix

Quellen

  1. Kan­ton Graubün­den, Richt­plan Energie 2025, S. 80: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/richtplanung/KRIP_E_d/2.%20Richtplandokumente/Erl%C3%A4uternder%20Bericht%20KRIP‑E.pdf
  2. Kan­ton Graubün­den, Konzes­sion und Heim­fal­lverzicht Rus­sein, 26.01.2012: https://www.gr.ch/DE/Medien/Mitteilungen/MMStaka/2012/Seiten/2012012601.aspx
  3. Axpo, Eigen­tümer: https://www.axpo.com/group/de/ueber-uns/axpo-group/eigentuemer.html
  4. Axpo, Whitepa­per, 08.10.2026: https://www.axpo.com/ch/de/newsroom/medienmitteilungen/2026/Axpo-veroeffentlicht-White-Paper-zum-Konzessionsablauf-von-Wasserkraftwerken.html
  5. COORA, Grün­dungs­botschaft und Statuten, 2024: https://trun.ch/wp/wp-content/uploads/2024/11/20240918i_COORA_Messadi.pdf

WIR NENNEN ES #DEALOKRATIE

Vielle­icht nen­nen wir es ein­fach Dealokratie.

Die Demokratie entschei­det über die Konzes­sion. Danach entschei­det der Ver­trag über die Möglichkeit­en der Demokratie.

80 Jahre lang.

Was als öffentlich­es Inter­esse begin­nt, wird in pri­va­trechtliche Beteili­gun­gen, Aktionärsverträge, Ver­wal­tungsrats­man­date und langfristige Verpflich­tun­gen über­set­zt.

Alles demokratisch legit­imiert. Alles rechtlich kor­rekt. Und mit jedem weit­eren Deal wird es schwieriger, die ursprünglichen Entschei­dun­gen demokratisch zu verän­dern.

Das ist der Clou der #Dealokratie:

Nicht die Demokratie wird abgeschafft. Ihre Ver­fü­gungs­macht wird ver­traglich gebun­den.

Die Demokratie darf den Deal beschliessen. Aber kann sie ihn auch wieder auflösen?

Und genau deshalb inter­essiert mich bei #PlanD nicht der näch­ste bessere Deal.

Mich inter­essiert eine Infra­struk­tur, die demokratis­che Ver­fü­gungs­macht nicht nur ver­spricht, son­dern dauer­haft ermöglicht.

«Was nützt dem Volk das Eigen­tum an seinem Wass­er, wenn andere darüber ver­fü­gen, was damit geschieht?»

8. Und was hätte der 21-jährige Caspar Decurtins dazu gesagt?

Am 6. Mai 1877 wird der 21-jährige Dr. Cas­par Decurtins zum Mis­tral der Cadi gewählt.

Er vertei­digt die Gemein­deau­tonomie, die Volk­srechte und eine gesellschaftliche Ord­nung, die sich nicht auf die Alter­na­tiv­en des aufk­om­menden ((Sozialismus)Liberalismus) reduzieren lässt.

Sein poli­tis­ch­er Hor­i­zont umfasst Gemein­den, Klöster, Kor­po­ra­tio­nen und über Jahrhun­derte entwick­elte For­men gemein­schaftlich­er Selb­stor­gan­i­sa­tion.

Genau das macht ihn für unsere heutige Frage inter­es­sant.

1877: Wed­er Staat noch Markt.

2026: Auch nicht Staat UND Markt.

Denn was beobacht­en wir bei der Wasserkraft?

Eine Ressource der Gemein­den wird über Konzes­sio­nen und Aktienge­sellschaften in eine über­re­gionale Wirtschaft­sor­gan­i­sa­tion einge­bun­den. Die Ver­fü­gungs­macht wan­dert von den lokalen Gemein­we­sen zu Ver­wal­tungsräten, Konz­ern­struk­turen und langfristi­gen Verträ­gen.

Und das nen­nt sich dann Pub­lic-Pri­vate Part­ner­ship. PPP.

Was hätte Decurtins dazu gesagt?

Wir wis­sen es nicht. Aber seine Vertei­di­gung der Gemein­deau­tonomie und sein späteres sozialpoli­tis­ches Engage­ment leg­en eine andere Frage nahe:

Warum sollen wir zwis­chen staatlich­er Ver­wal­tung und mark­twirtschaftlich­er Ver­w­er­tung wählen müssen, wenn wir seit Jahrhun­derten eigene For­men gemein­schaftlich­er Organ­i­sa­tion ken­nen?

Vielle­icht liegt genau darin die Aktu­al­ität von #Lav­inaN­era.

Nicht zurück ins Jahr 1877.

Son­dern die damals vertei­digten Möglichkeit­en gesellschaftlich­er Selb­stor­gan­i­sa­tion unter heuti­gen Bedin­gun­gen erneuern.

Nicht den näch­sten Deal aushan­deln.

Son­dern die Infra­struk­tur so gestal­ten, dass wir unsere Angele­gen­heit­en wieder selb­st ord­nen kön­nen.

Erin­nern — Gedenken — Erneuern.

#Rerum­No­varum #Lav­inaN­era #PlanD

Quellen:

His­torisches Lexikon der Schweiz, Cas­par Decurtins:
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003565/2009–05-08/

#Lav­inaN­era – die his­torische Arbeit­shy­pothese:
https://dissent.is/2022/11/29/lavinanera/

#Rerum­No­varum:
https://dissent.is/RerumNovarum/

bitte ver­ste­he diesen ein­trag nicht zu schnell… hier gibts nichts zu sehen und nichts zu lesen ;-)

WhatsApp-Image-2026–09-13-at-15.41.58–1
previous arrow
next arrow

Wem gehört die Wasserkraft der Cadi? Und was geschieht beim Heimfall?

Am 9. Okto­ber 2026 erzählt mir der Gemein­de­schreiber von Disentis/Mustér, dass in den kom­menden Jahrzehn­ten Konzes­sio­nen für Wasserkraftwerke aus­laufen und die Anla­gen an die öffentliche Hand zurück­fall­en kön­nen.

Das ist keine Speku­la­tion. Das Bünd­ner Wasser­rechts­ge­setz regelt den soge­nan­nten «Heim­fall»: Nach Ablauf ein­er Konzes­sion fall­en bes­timmte Kraftwerk­san­la­gen grund­sät­zlich unent­geltlich je zur Hälfte an den Kan­ton und die Konzes­sion­s­ge­mein­den. Andere Anla­gen­teile kön­nen gegen Entschädi­gung über­nom­men wer­den (Art. 42).

Die wichtig­sten Fak­ten für die Cadi:

  1. Die Kraftwerke Vorder­rhein AG (KVR) betreiben drei grosse Stauseen: Sont­ga Maria, Nalps und Curn­era.
  2. Die bei­den Kraftwerksstufen Sedrun und Tavanasa pro­duzieren zusam­men durch­schnit­tlich rund 800 Gigawattstun­den Strom pro Jahr.
  3. Ihre Konzes­sio­nen enden am 30. Sep­tem­ber 2048.
  4. Axpo hält 81,5 % der KVR-Aktien, der Kan­ton Graubün­den 10 % und sechs Konzes­sion­s­ge­mein­den zusam­men 8,5 %.
  5. Ein Heim­fall wurde bere­its vor­weggenom­men: Beim Kraftwerk Rus­sein verzichteten Disentis/Mustér und Sumvitg 2011/2012 im Rah­men ein­er Konzes­sion­serneuerung auf den Heim­fall. Die öffentliche Hand erhielt dafür eine Entschädi­gung von CHF 19 Mil­lio­nen in Form von Aktien­beteili­gun­gen.

Die Frage ist also nicht, ob sich etwas verän­dert. Son­dern wer sich auf diese Verän­derun­gen vor­bere­it­et, wer kün­ftig über die Infra­struk­tur ver­fügt und welche Möglichkeit­en daraus für die regionale Eigen­ständigkeit entste­hen.

Ich beginne deshalb mit ein­er Bestandesauf­nahme der Wasserkraftwerke in vier Gemein­den: Medel (Luc­magn), Tujetsch, Sumvitg und Disentis/Mustér.

Welche Anla­gen ste­hen hier? Wem gehören sie? Wer betreibt sie? Wie viel Strom pro­duzieren sie? Wann laufen ihre Konzes­sio­nen aus?

Und schliesslich: Was bedeutet das für #PlanD und den #AutarkieIn­dex der Sur­sel­va?

Quellen

  1. Wasser­rechts­ge­setz Graubün­den, Art. 42–46: https://www.gr-lex.gr.ch/app/de/texts_of_law/810.100
  2. Kan­tonaler Richt­plan Energie, Erläutern­der Bericht vom 15. Mai 2025, S. 80: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/richtplanung/KRIP_E_d/2.%20Richtplandokumente/Erl%C3%A4uternder%20Bericht%20KRIP‑E.pdf
  3. Axpo, Beteili­gungsver­hält­nisse KVR: https://www.axpo.com/ch/de/newsroom/medienmitteilungen/2016/kvr-kraftwerke-vorderrhein-jahresbericht.html
  4. Kan­ton Graubün­den, Heim­fal­lverzicht Rus­sein, 26. Jan­u­ar 2012: https://www.gr.ch/DE/Medien/Mitteilungen/MMStaka/2012/Seiten/2012012601.aspx

Der Heimfall ist keine Theorie: Russein!

Hier haben wir bere­its einen konkreten Präze­den­z­fall.

Die Konzes­sion für das Kraftwerk Rus­sein wäre 2027 aus­ge­laufen. Statt den Heim­fall abzuwarten, wurde 2011/2012 eine vorzeit­ige Erneuerung für 80 Jahre vere­in­bart.

Das Ergeb­nis:

  1. CHF 19 Mil­lio­nen Heim­fal­lverzicht­sentschädi­gung.
  2. Je 15 % Aktien­beteili­gung für Sumvitg und Disentis/Mustér.
  3. 10 % Beteili­gung für den Kan­ton.
  4. 60 % verbleiben bei Axpo Hydro Sur­sel­va.

Quelle: Regierung Graubün­den, 26. Jan­u­ar 2012.

Der entschei­dende Punkt: Die 19 Mil­lio­nen Franken wur­den nicht bar an die Gemein­den und den Kan­ton aus­bezahlt. Sie erhiel­ten dafür Aktien an ein­er neu zu grün­den­den Kraftwerks­ge­sellschaft.

Wer bekam wie viel?

EmpfängerHeim­fal­l­entschädi­gungAktien­an­teil
Disentis/Mustér und Sumvitg zusam­menCHF 10’317’000je 15 %
Kan­ton Graubün­denCHF 8’683’00010 %
TotalCHF 19’000’00040 %

Das bedeutet:

  1. Die bei­den Gemein­den verzichteten darauf, die Kraftwerk­san­la­gen beim ursprünglich vorge­se­henen Heim­fall 2027 zu übernehmen.
  2. Der Kan­ton verzichtete eben­falls auf seine entsprechen­den Rechte.
  3. Als Gegen­leis­tung erhiel­ten die öffentliche Hand Aktien­beteili­gun­gen statt Bargeld.
  4. Die Konzes­sion für die Nutzung der Wasserkraft wurde für 80 Jahre neu erteilt.

Quelle: Regierung Graubün­den, 26. Jan­u­ar 2012.

Wer hat also bezahlt?

Die Gegen­partei war die Axpo Hydro Sur­sel­va AG, der bish­erige Kraftwerk­seigen­tümer. Die neue Gesellschaft, Kraftwerk Rus­sein AG, wurde mit fol­gen­den Beteili­gun­gen gegrün­det:

  • Axpo Hydro Sur­sel­va: 60 %
  • Disentis/Mustér: 15 %
  • Sumvitg: 15 %
  • Kan­ton Graubün­den: 10 %

Eine wichtige Präzisierung zu mein­er vorigen Antwort: Im kan­tonalen Strombericht ste­ht aus­drück­lich, dass der Grossteil der CHF 19 Mil­lio­nen durch Aktien­beteili­gun­gen und der Rest in bar abge­golten wurde. Auch ein zusät­zlich­er Energieer­trag wurde aus­ge­han­delt. Die genaue Höhe des Baran­teils geht aus diesem Bericht nicht her­vor.

Der Kern des Geschäfts: Die öffentliche Hand verzichtete auf die spätere Über­nahme des Kraftwerks und erhielt dafür Miteigen­tum, eine Bar­entschädi­gung und Ansprüche auf Energie.

Damit wird die eigentliche Frage für #PlanD inter­es­sant: War der Tausch der Heim­fall­rechte gegen eine Min­der­heits­beteili­gung wirtschaftlich und infra­struk­turell vorteil­haft? Und wer entschei­det heute über die Ver­wen­dung der erzeugten Energie?

Quelle: Kan­ton Graubün­den, Strombericht, S. 58.

Es riecht nach:

«Gewinne privatisieren. Risiken vergesellschaften.»

Aber beim Kraftwerk Rus­sein würde ich die These noch präzis­er for­mulieren:

  1. Die öffentliche Hand besitzt die Wasser­rechte.
  2. Sie verzichtet vorzeit­ig auf den Heim­fall und erteilt eine neue Konzes­sion für 80 Jahre.
  3. Axpo behält 60 % der Aktien und damit die Kap­i­talmehrheit.
  4. Gemein­den und Kan­ton erhal­ten zusam­men 40 % – samt Gewin­n­chan­cen, aber auch wirtschaftlichen Risiken.

Die CHF 19 Mil­lio­nen sind dabei keine zusät­zliche Investi­tion in die Region, son­dern die vere­in­barte Gegen­leis­tung für den Verzicht auf öffentliche Heim­fall­rechte.

Das beweist noch keine ein­seit­ige Verteilung von Gewin­nen und Risiken. Aber es wirft eine grund­sät­zliche Frage auf:

Wer ver­fügt während der näch­sten 80 Jahre über die Erträge, wer trägt die Kosten und wer entschei­det, wenn die Rech­nung nicht mehr aufge­ht?

Aber es gibt eine entscheidende Besonderheit!

Axpo gehört selb­st zu 100 % den Nor­dostschweiz­er Kan­to­nen und ihren Kan­ton­swerken. Die Gewinne wer­den also nicht ein­fach an pri­vate Aktionäre aus­geschüt­tet.

Was wir möglicher­weise beobacht­en, ist sub­til­er:

«Die Ressource ist lokal. Die Ver­fü­gungs­macht wird über­re­gion­al konzen­tri­ert. Die wirtschaftlichen Risiken wer­den zwis­chen den Beteiligten verteilt.»

Und aus­gerech­net vorgestern, am 8. Okto­ber 2026, hat Axpo ein White Paper zu den bevorste­hen­den Heim­fällen veröf­fentlicht. Darin warnt sie aus­drück­lich vor den finanziellen Risiken ein­er stärk­eren Beteili­gung der Gemein­den und emp­fiehlt unter anderem part­ner­schaftliche Mod­elle.

Quelle: https://www.axpo.com/ch/de/newsroom/medienmitteilungen/2026/Axpo-veroeffentlicht-White-Paper-zum-Konzessionsablauf-von-Wasserkraftwerken.html

Für #PlanD würde ich deshalb drei Fra­gen unter­suchen:

  • Wer ver­mark­tet den Strom zu welchen Kon­di­tio­nen?
  • Wer finanziert Investi­tio­nen und trägt Ver­luste?
  • Wie viel Geld ist seit 2015 tat­säch­lich an die Gemein­den geflossen?

Das WhitePa­per der Axpo (pdf) | PPP – Pub­lic-Pri­vate Part­ner­ship. Aber mit ein­er inter­es­san­ten Beson­der­heit. Axpo beschreibt das Mod­ell im Whitepa­per selb­st als «Part­ner­w­erksmod­ell» (S. 23).

  1. Die Ressource ist öffentlich: Wasser­rechte der Gemein­den und des Kan­tons.
  2. Die Organ­i­sa­tion ist pri­va­trechtlich: Aktienge­sellschaften mit langfristi­gen Konzes­sio­nen.
  3. Die Ver­fü­gungs­macht liegt bei den Aktionären und den beauf­tragten Betreibern.
  4. Kosten, Strombezugsrechte und wirtschaftliche Risiken wer­den gemäss Beteili­gungsquoten verteilt. AXPO_Whitepaper_Wasserkraftkonzessionen_DE.pdf

Der Clou: Axpo gehört selb­st voll­ständig der öffentlichen Hand. Es han­delt sich deshalb nicht um eine klas­sis­che öffentlich-pri­vate Part­ner­schaft.

Meine Arbeitshypothese

Nicht unbe­d­ingt «Gewinne pri­vatisieren, Risiken verge­sellschaften», son­dern:

«Öffentliches Eigentum. Privatrechtliche Organisation. Überregionale Verfügungsmacht. Lokale Ressourcen.»

Die entschei­dende Frage für #PlanD wäre:

Warum sollen Gemein­den nach dem Heim­fall ihre Ver­fü­gungs­macht erneut für 80 Jahre abgeben, statt eine gemein­same, selb­st­bes­timmte Infra­struk­tur aufzubauen?

Genau diese Möglichkeit müssten wir am Beispiel von COORA unter­suchen.

Quelle: Axpo, Erneuerung von Wasserkraftkonzes­sio­nen, Whitepa­per 2026, S. 5–15 und 23.

Oder härter gefragt:

Wie kön­nen die Gemein­den beim Heim­fall nicht nur Eigen­tum­srechte zurück­gewin­nen, son­dern die direk­te, demokratisch kon­trol­lier­bare Ver­fü­gung über ihre lebenswichtige Infra­struk­tur sich­ern – statt sie erneut für 80 Jahre an ver­schachtelte Gesellschaften zu delegieren?

Was bedeutet das konkret für Autarkie, Resilienz und Eigen­ständigkeit der Sur­sel­va?

Wasserkraftinventar Cadi – Stand Oktober 2026

Und inzwis­chen haben wir sog­ar einen bemerkenswerten zusät­zlichen Hard­fact: Die sechs Konzes­sion­s­ge­mein­den der KVR haben 2024 eine gemein­same Kör­per­schaft gegrün­det, um den Heim­fall vorzu­bere­it­en.

GemeindeKraftwerk­szen­traleBetreiber / GesellschaftPro­duk­tion pro Jahr
TujetschSedrunKVR / Axpoca. 250 GWh
TujetschCurn­eraKVR / Axpobis 10 GWh
TujetschVal GiuvEner­gia Alpina5,80 GWh
TujetschVal StremEner­gia Alpina8,00 GWh
TujetschVal Mila IEner­gia Alpina0,54 GWh
TujetschVal Mila IIEner­gia Alpina0,16 GWh
TujetschPrau CuminEner­gia Alpina0,19 GWh
SumvitgRus­seinOvra Rus­sein SA / Axpo66,80 GWh
SumvitgCumpa­di­alsGemeinde Sumvitg0,94 GWh
Disentis/MustérLon­derneiSpina da Vin0,80 GWh
Disentis/MustérPar­diSpina da Vin0,65 GWh
Disentis/MustérSaxSpina da Vin0,33 GWh
Medel (Luc­magn)Keine Zen­trale nachgewiesen––

Damit sind zwölf aktuell belegte Kraftwerk­szen­tralen erfasst. Hinzu kommt das his­torisch doku­men­tierte Laufw­erk Sedrun (750 kW), dessen heuti­gen Betrieb­ssta­tus wir noch über­prüfen müssen.

Die Angaben sind mit­tlere oder erwartete Jahre­spro­duk­tio­nen; bei Cumpa­di­als han­delt es sich um die tat­säch­liche Pro­duk­tion 2024.

Stauseen, Staumauern und weitere Anlagen

GemeindeAnlageFunk­tion
MedelSont­ga MariaStausee, 67 Mio. m³
TujetschNalpsStausee, 44,5 Mio. m³
TujetschCurn­eraStausee, 40,8 Mio. m³
Sumvitg / Dis­en­tisBar­cunsStauan­lage Kraftwerk Rus­sein
SumvitgRunc­a­hezAus­gle­ichs­beck­en, KVR

Die drei grossen Spe­ich­erseen gehören zu einem zusam­men­hän­gen­den Kraftwerksys­tem. Die zweite Hauptzen­trale ste­ht in Tavanasa, ausser­halb unser­er vier Gemein­den. Sie pro­duziert rund 550 GWh pro Jahr.

Die Konzessionen und der Heimfall

Kraftwerksys­temKonzes­sion­sendeBedeu­tung
KVR Sedrun / Tavanasa30.09.2048Heim­fall ste­ht bevor
Rus­sein80-jährige Neukonzes­sion, 2012 genehmigtHeim­fall bere­its vorzeit­ig geregelt
Curn­era (neues Klein­werk)OffenSep­a­rate Ver­tragslage prüfen
Übrige KleinkraftwerkeOffenKonzes­sion­sreg­is­ter prüfen

Und jet­zt kommt der wichtige Punkt: Laut dem Geschäfts­bericht 2024 der Gemeinde Sumvitg muss jede Konzes­sion­s­ge­meinde spätestens zehn Jahre vor dem Aus­laufen der KVR-Konzes­sion über deren Ver­längerung oder den Heim­fall entschei­den.

Das heisst: Spätestens 2038 müssen die poli­tis­chen Weichen gestellt sein.

Die sechs Gemein­den Tujetsch, Medel, Disentis/Mustér, Sumvitg, Trun und Breil/Brigels haben dafür 2024 die «Cor­po­raz­i­un dal­las vis­chnaun­cas con­ces­si­u­nar­ias dal­las Ovras Elec­tri­c­as Reinan­teri­ur SA» (COORA) gegrün­det.

Quellen

  1. Gemeinde Sumvitg, Geschäfts­bericht 2024, S. 15–16 – Heim­fall, COORA und Pro­duk­tion Cumpa­di­als.
  2. Ener­gia Alpina – sämtliche Anla­gen und Pro­duk­tion­szahlen in Tujetsch.
  3. Spina da Vin – drei Trinkwasserkraftwerke in Dis­en­tis.
  4. Bun­de­samt für Energie, Wasserkraft­sta­tis­tik 2025 – amtlich­es Inven­tar grösser­er Zen­tralen.
  5. Kan­tonaler Richt­plan Energie, 2025, S. 80 – Konzes­sion­sende KVR.

Noch ist dies kein abschliessendes Inven­tar sämtlich­er Kle­in­stan­la­gen. Aber die wichtig­ste Unter­schei­dung ist bere­its sicht­bar: Die Stan­dorte der Strompro­duk­tion, die Stan­dorte der Wasser­fas­sun­gen und die Gemein­den mit Konzes­sion­srecht­en sind nicht immer iden­tisch.

Genau deshalb müssen wir bei #PlanD die Infra­struk­tur und ihre Ver­fü­gungsrechte gemein­sam kartieren.

(…)

(…)

Wer ist diese Axpo?

(…)

(…)

(…)

https://www.axpo.com/ch/de/energie/produktion-und-verteilung/kernenergie.html

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

Nächster Titel

(…)

(…)

(…)

Wie ich mit den Möglichkeiten von @openAI arbeite?

Links, Threads, zu verarbeitende Hinweise…

(…)

(…)

(…)

Offene Blogeinträge, welche zu diesem Thema passen…

(…)

(…)

(…)

Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Beken­nt­nis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Dra­ma, (7) Tabu
Arbeits­form: Doku­men­ta­tion, Lis­ten­bil­dung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
Bildquelle: (…)
URL/Hashtag: (…)

Ste­fan M. Sey­del, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Fest­spiel 1901″ (2019, Foto­cre­d­it: Charles Schny­der):  Twit­ter, Wikipedia (Lem­ma), Youtube (aktuell), Sound­cloud, Mastodon, Insta­gram (ges­per­rt), Snapchat, Tik­Tok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb) | Exk­lu­siv: speakerbooking.ch/sms2sms

About @sms2sms, aka Stefan M. Seydel/sms ;-)

Ste­fan M. Sey­del, Jahrgang 1965, ist Unternehmer, Sozialar­beit­er und Kün­stler. Er machte nach ein­er Beruf­slehre als Hochbauze­ich­n­er einen Bach­e­lor in Soziale Arbeit in St. Gallen und einen Mas­ter in der gle­ichen Diszi­plin bei Sil­via Staub-Bernasconi in Berlin. Seine über­wiegend selb­st­ständi­ge Tätigkeit kreist um das The­ma der Entwick­lung und Real­isierung von Pilot- und Impul­spro­jek­ten für renom­mierte Auf­tragge­berin­nen.

Als Kün­stler hat er Ausstel­lun­gen und Per­for­mances auf inter­na­tionaler Ebene präsen­tiert, darunter in der Roy­al Acad­e­my of Arts in Lon­don, dem Deutschen His­torischen Muse­um in Berlin oder ein­er Einze­lausstel­lung “Kun­st Macht Prob­leme” in der Cryp­ta Cabaret Voltaire, Birth­place of DADA in Zürich. Er wurde mit dem Migros Jubilée Award in der Kat­e­gorie Wis­sensver­mit­tlung aus­geze­ich­net und hat diverse Ehrun­gen durch Web­by Awards für seine Arbeit mit rocketboom.com erhal­ten.

Ste­fan war Jury-Mit­glied des Next Idea Prix Ars Elec­tron­i­ca 2010 und war drei Jahre Mit­glied der Schulleitung des Gym­na­si­ums Kloster Dis­en­tis. Sein Wis­sen und seine Erfahrung im Bere­ich der Infor­ma­tion und Tech­nolo­gie haben ihm auch dabei geholfen, mit Sta­tis­tik Stadt Zürich und Wiki­me­dia Schweiz unter WikiDienstag.ch zusam­men­zuar­beit­en.

Sein Engage­ment im Bere­ich der frei­willi­gen Arbeit führte ihn in das Prä­sid­i­um Inter­na­tionaler Bodensee Club (Leitung Fach­gruppe Wis­senschaft) oder für einige andere Jahre als Vice-Präsi­dent des von Paul Wat­zlaw­ick ini­ti­ierten P.E.N.-Club Liecht­en­stein. Sey­del hat unter ((( rebell.tv ))) zwei Büch­er zusam­men mit sein­er Part­ner­in Tina Piazzi veröf­fentlicht, viele Kolum­nen, Fach­texte und jour­nal­is­tis­che Texte pub­liziert.

Seine Arbeit auf Social Media nutzt er als Microblog­ging. In seinem Blog ver­ar­beit­et er seine The­men. Einige davon wer­den auf Anfra­gen zu les­baren Tex­ten ver­tieft, andere wer­den zu Vorträ­gen aus­ge­baut. Bei Carl Auer Ver­lag in Hei­del­berg, sam­melt er “Ele­mente ein­er näch­sten Kul­tur­form”. Seine Entwick­lun­gen im Kon­text der sozial­räum­lichen Inter­ven­tion (“Arbeit am Sozialen”) machen konkrete Vorschläge in Bezug auf die Beant­wor­tung der Sozialen Frage.

Nach 12 Jahren Berlin und 6 Jahren Zürich zog er aber in sein­er zweit­en Leben­shälfte vom Bodensee der Rhein­quelle ent­ge­gen nach Dissentis/Mustér und hat seine Reisetätigkeit fast ganz eingestellt. Dafür macht er umsomehr soge­nan­nte Pas­sadis und #Feed­logs (Orgiastik). Das sind Arbeitsmeet­ings an inten­tionalen Fra­gen in einem Lifestream. (so?) Text sup­port­ed by #TaaS

Aus Band 2 von: Tina Piazzi & Ste­fan M. Sey­del, Junius-Ver­lag Ham­burg | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010

#dfdu = DIE FORM DER UNRUHE | pdf: Band 1, 2009 | Band 2, 2010 | blog: dissent.is | about: dissent.is/sms | dissent.is/muster

Indizis locals tras il canal What­sApp da Mustér. | dissent.is/accents