Liegende Königin: Europa wie es der Hannoveraner Theologe Heinrich Bünting 1581 sah. Repro: Michael Remmers

/timeline | Zur Begründung von #LavinaNera in, dus, treis

Langsam: Mein Blog ist mein Karten­raum und keine Bühne. Ich weiss wie man pub­liziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreib­stand | warum ich nicht pub­liziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. | This Blog in Englisch | هذه المدونة باللغة العربية | 这个博客是中文的 | Ce blog en français | Questo blog in ital­iano | Tgi èn ils inimis da la translaz­i­un auto­mat­i­ca? — Ils medems che #Wikipedia/#Wikidata han odià sco il diav­el l’aua bene­di­da.

die ganze playlist auf WikiDienstag.ch | abon­niere kosten­los den What­sApp-chan­nel #Lav­inaN­era treis

Anlass zu diesem Eintrag:

so viele zettel
so viele lis­ten
so wenig über­sicht :-(

work in progress

Die untere Karte stammt nicht aus ein­er realen Epoche, son­dern aus George Orwells Roman Nine­teen Eighty-Four (1949). Sie zeigt die drei fik­tiv­en Macht­blöcke der Welt: Ocea­nia, Eura­sia. Eas­t­a­sia. Diese Dre­it­eilung ist ein zen­trales Ele­ment von Orwells Total­i­taris­mus-Analyse. Die Blöcke befind­en sich in per­ma­nent wech­sel­nden Kriegsal­lianzen, wobei die Ver­gan­gen­heit laufend umgeschrieben wird. „Wir waren schon immer im Krieg mit Eurasien“ ist dort kein Zynis­mus, son­dern Sys­tem­logik. Die Karte ist also eine lit­er­arische Pro­jek­tion aus der frühen Phase des Kalten Krieges – keine his­torische Weltkarte, son­dern ein Macht­mod­ell.

Was ein solch­es (dystopis­ches) Top-Down-Denken ermöglicht?
- Es ent­lastet das Indi­vid­i­u­um, weil es als Opfer gewalt­bere­it­en Mächt­en gezeigt wird.
- Es legit­imiert eigenes (amoralis­ches) Han­deln.

- …

Die Sur­sel­va hat wieder­holt völ­lig anders auf das Treiben dieser Welt reagiert. Das Zauber­wort heisst: #Lav­inaN­era

Kurze Timeline von #LavinaNera 2 (zur Begründung von #LavinaNera in, dus, treis ;-)

Achtung: “Liste wird im Dash­board #Sogn­Valentin gepflegt!)

1515 | Entste­hung des spät­go­tis­chen Flüge­lal­tars für die Kapelle Sogn Valentin. Der Altar dient bis zur Kapel­len­er­weiterung von 1647 als voll­ständig umge­hbar­er Haup­tal­tar.
1545–1563 | Die katholis­che Kirche for­muliert ihre innere Erneuerung und Ord­nung neu: Lehre, Liturgie, Diszi­plin und Mis­sion wer­den verbindlich fest­gelegt.
1581 | Karl Bor­romäus in Dis­en­tis. Die nachtri­den­tinis­che Ord­nung erre­icht das Kloster. Impuls zur Kapuzin­er­mis­sion. (“Bünd­ner Wirren”, Pest, Hex­en­ver­fol­gung, Hunger­snöte etc. Grün­dung von Brud­er­schaften: Das Rosenkranz beten…)
1642–1655 | Abt Adal­bert I (Bri­dler).
1647 | Kapelle Sogn Valentin in Mumpé Medel wird durch die Kapuzin­er ver­grössert. Ein neuer Haup­tal­tar wird aufgestellt. Der Flüge­lal­tar muss an Seit­en­wände weichen, ver­lässt aber Kapelle nicht.
1655–1696 | Abt Adal­bert II (de Medell). Er verzichtet — als eine der ersten Amt­shand­lun­gen? — das Präsen­ta­tion­srecht in der Pfar­rei und übergibt es dem Bet­telor­den der Kapuzin­er.
1667 | Der Kirch­turm von Sogn Gions in Mustér wird erhöht.
1683 | Adal­bert II holt Cas­par Moos­brug­ger nach Dis­en­tis. Beginn des Abbruchs der alten Kon­vents­baut­en. Der barocke Neubau wird als Pro­jekt konkret.
1695 | Pater Flo­ri­ano da Bres­cia kommt nach Mustér. → #Lav­inaN­era in
1696–1716 | Abt Adal­bert III (Defuns)
1799 | Zer­störung des Klosters durch die soge­nan­nten Fran­zosen
(Franzö­sis­che Rev­o­lu­tion­skriege).
1877 | Cas­par Decurtins wird Mis­tral der Cadi. → #Lav­inaN­era dus
1891 | Rerum Novarum (Leo XIII). “Die Soziale Frage“ wird lehramtlich for­muliert.

Fehler, gemäss #chatGPT, welche zu bereinigen sind:

Kurz und präzise – es gibt ein paar sach­liche und struk­turelle Inkon­sis­ten­zen:

  1. 1581 / Kapuzin­er­mis­sion
    In der Time­line ste­ht:
    „Besuch von Karl Bor­romäus … | Kapuzin­er übernehmen die Seel­sorge im Tal auf Ein­ladung von Abt Adal­bert II. de Medell“
    Prob­lem:
  • 1581 ist Abt Chris­t­ian von Castel­berg im Amt (1566–1584), nicht Adal­bert II.
  • Adal­bert II. de Medell wird erst 1655 Abt.
    → Entwed­er muss der Abt kor­rigiert wer­den oder die For­mulierung getren­nt wer­den in:
    • 1581: Bor­romäus / katholis­che Reform
    • später: Ein­ladung der Kapuzin­er unter Adal­bert II.
  1. Barock­bau Kloster Dis­en­tis
    In der Time­line:
  • „ab 1695 | Dis­en­tis | Bau der Barock­an­lage des Klosters (Moos­brug­ger)“
    Aus der von dir selb­st einge­bracht­en Quelle ergibt sich:
  • 1683: erste Risse Moos­brug­ger
  • 1685: Baube­ginn Kon­vent­bau
  • 1694: Kon­vent­bau abgeschlossen
  • ab 1696: Kirchen­bau (unter Adal­bert III.)

→ „ab 1695“ ist für den Kloster­bau zu spät. Kor­rekt wäre z. B.:

  • 1685–1694 | Dis­en­tis | Barock­er Kon­vent­bau (Moos­brug­ger)
  • 1696–1712 | Dis­en­tis | Neubau Mar­tin­skirche
  1. Pater Flo­ri­ano / 1712
    In der Time­line:
    „1712, 11. Sep­tem­ber | Dis­en­tis | Eröff­nung Kirche St. Mar­tin im Kloster (Pater Flo­ri­ano, #Lav­inaN­era in)“

Dein eigen­er Text weit­er unten sagt:
„Das Wirken des Pater Flo­ri­ano da Bres­cia in der Dor­fkirche zu Mustér (1695–1720)“

→ Flo­ri­ano gehört primär nach Mustér/Sogn Gions, nicht als Akteur der Kloster­wei­he. Die Verknüp­fung 1712 = Flo­ri­ano ist inter­pre­ta­tiv, nicht his­torisch belegt.

  1. 1989 | Deutsch­land | Deutsche Rev­o­lu­tion | Das Ende der Geschichte
    Diese Set­zung ist bewusst essay­is­tisch, bricht aber das son­st strenge his­torische Raster. Sie ste­ht stilis­tisch quer zu den übri­gen, quel­len­na­hen Ein­trä­gen.

Faz­it:

  • Der Haupt­fehler ist die Ver­mis­chung von 1581 mit Adal­bert II.
  • Der Barock­bau ist um ca. 10 Jahre zu spät datiert.
  • Flo­ri­ano wird ein­mal kor­rekt (1695–1720 Mustér), ein­mal sym­bol­isch überdehnt (1712 Dis­en­tis).
  • 1989 ist ein bewusster Stil­bruch – kein Fehler, aber eine andere Logik als der Rest.

Alles andere ist bemerkenswert kon­sis­tent.

251 | Cata­nia | Heilige Agatha: Mär­tyrerin und Schutz­pa­tron­in gegen Feuer und Krankheit­en, früh verehrt in der ganzen Chris­ten­heit
269 | Terni | Heiliger Valentin: Bischof, Mär­tyr­er, später Patron der Lieben­den und der Jugend

https://dissent.is/2013/10/02/byzanz-in-dissentis/

313 | Mai­land | Tol­er­anzedikt von Mai­land (Kaiser Kon­stan­tin und Licinius): Chris­ten­tum wird offiziell geduldet, Ende der Chris­ten­ver­fol­gun­gen im Römis­chen Reich
325 | Nicäa | Erstes Konzil von Nicäa: Dog­ma­tis­che Vere­in­heitlichung, Beginn der kirch­lich-staatlichen Zusam­me­nar­beit: Das Zweite Com­ing-Out ;-)
356 | Ägypten | Heiliger Anto­nius der Grosse: Ein­siedler, Begrün­der des christlichen Mönch­tums
380 | Thes­sa­loni­ki | Dreikaiseredikt (Cunc­tos pop­u­los): Chris­ten­tum wird Staat­sre­li­gion – Beginn der kon­stan­ti­nis­chen Staatskirche
390 | Thes­sa­loni­ki | Theo­do­sius I. muss nach dem Mas­sak­er von Saloni­ki auf Anord­nung von Bischof Ambro­sius öffentlich Busse tun – Sym­bol der wach­senden kirch­lichen Macht über den Kaiser
416 | Rom | Nicht-Chris­ten wer­den vom Mil­itär­di­enst aus­geschlossen – Ende religiös­er Tol­er­anz im Imperi­um
431 | Eph­esos | Konzil verurteilt „Nesto­ri­an­is­mus“ – Aus­gren­zung alter­na­tiv­er christlich­er Strö­mungen
um 700 | Dis­en­tis | Grün­dung Abtei Dis­en­tis
um 720 | Dis­en­tis | Heilige Placidus und Sigis­bert: Grün­dung der Abtei Dis­en­tis, Pio­niere der Chris­tian­isierung im Alpen­raum
940 | Dis­en­tis | Zer­störung durch Sarazenen (?!?)
1020 | Dis­en­tis | Ein­fluss von Brix­en
1100 | Dis­en­tis | Sont­ga Gada
1367 | Chur | Grün­dung Gotte­shaus­bund gegen bis­chöfliche Macht
1387 | Sont­ga Gada | Zer­störung durch Feuer
1395 | Ilanz | Grün­dung Grauer Bund (Ober­er Bund), Mit­beteili­gung Fürstabt Dis­en­tis
1420 | Sont­ga Gada | Wieder­auf­bau durch Abt Pieder da Pul­tengia, Ver­grösserung. Votivkirche (Passkirche, Kirche am Dor­fein­gang)
1424 | Trun | Führung bei der Bun­de­serneuerung unter dem Ahorn: poli­tis­che Kon­so­li­dierung (#Ischi600), Petrus von Pon­tanin­gen (1402–1438)
1430–1440 | Sont­ga Gada | Wand­malereien Nord­wand
1436 | Davos | Grün­dung Zehn­gerichte­bund nach Ausster­ben der Toggen­burg­er
bis 1460 | Sont­ga Gada | Wand­malereien Süd- und Ost­wand
1471 | Drei Bünde | Erstes Bünd­nis: Gotte­shaus­bund und Grauer Bund
1489 | Sont­ga Gada | Strigel-Altar als Haup­tal­tar bis 1971
1497 | Drei Bünde | Bünd­nis Zehn­gerichte­bund mit Grauem Bund
1498 | Drei Bünde | Zehn­gerichte­bund tritt auch Gotte­shaus­bund bei
1500 | Zürich | Ref­or­ma­tion | Das Erste Com­ing-Out ;-)
1515 | Mumpé-Medel | Flüge­lal­tar (Vor­bild: Strigel-Altar?)
1524 | Dis­en­tis | Abt Andreas de Falera unterze­ich­net erste Ilanz­er Artikel (Ablö­sung der Zehn­ten, Pfar­rwahl durch Gemein­den, Ein­schränkung kirch­lich­er Macht, “Glaubens­frei­heit”) #GR500
1526 | Drei Bünde | Zweite Ilanz­er Artikel, rechtliche Fes­ti­gung der föder­a­tiv­en Struk­tur
1581 | Dis­en­tis | Besuch von Karl Bor­romäus als päp­stlich­er Vis­i­ta­tor im Rah­men der katholis­chen Reform | Rhätis­che Mis­sion | Dis­en­tis / Sur­sel­va | Kapuzin­er übernehmen die Seel­sorge im Tal auf Ein­ladung von Abt Adal­bert II. de Medell
1647 | Sogn Valentin | Erweiterung
1667 | Sogn Gions | Erhöhung des Kirch­turms

1674 — 1679 | abt adal­bert lässt kloster­hof in trun bauen.
ab 1695 | Dis­en­tis | Bau der Barock­an­lage des Klosters (Moos­brug­ger)
1712, 11. Sep­tem­ber | Dis­en­tis | Eröff­nung Kirche St. Mar­tin im Kloster (Pater Flo­ri­ano, #Lav­inaN­era in)
1789 | — | Franzö­sis­che Rev­o­lu­tion
1799 | Dis­en­tis | 1. Kloster­brand durch die “soge­nan­nten” Fran­zosen
1812 | Dis­en­tis / Sur­sel­va | Ende der Rhätis­chen Mis­sion: Kapuzin­er been­den ihre Tätigkeit in der Region
1846 | Dis­en­tis | 2. Kloster­brand
1877, 6. Mai | Cadi | Dr. Cas­par Decurtins wird 22-jährig Mis­tral (#Lav­inaN­era dus)
1891 | Rom | Rerum Novarum (Leo XIII): Beginn der katholis­chen Soziallehre
1914–1918 | — | Erster Weltkrieg
1939–1945 | — | Zweit­er Weltkrieg
1989 | Deutsch­land | Deutsche Rev­o­lu­tion | Das Ende Der Geschichte
2025 | Rom | Auf den Jesuit­en Papst Franziskus, fol­gt der von ihm zum Kar­di­nal gemacht­en Augustin­er Papst Leo XIV

Kulturformen der Surselva

Sym­bolZeitBeze­ich­nungBeschrei­bung
—aca. 1500–1200 v. Chr.Mega­lithischHim­mel­gerichtete Steinkul­turen (Parc la Mut­ta), keine Schrift, kos­mis­che Ori­en­tierung
—bca. 1200–500 v. Chr.Früha­grarischSesshaftigkeit, Zyk­lus der Natur, erste Gemein­schafts­for­men, Ahnen­tra­di­tio­nen
—cca. 500–15 v. Chr.RätischSchrift (Magrè), Berg­bur­gen, lokale Macht, keine keltische Dom­i­nanz
Über­gangca. 100–700 n. Chr.Roman­isierung & Chris­tian­isierungSprache wan­delt sich zu Vul­gär­latein, frühe Kirchen­struk­turen, monas­tis­che Zellen
–aca. 15 v. Chr.–500 n. Chr.Römisch (impe­r­i­al)Recht, Straßen, Ver­wal­tung, Beginn kirch­lich­er Organ­i­sa­tion
–bca. 700‑1500 n. Chr.Benedik­tinisch-walserischKloster Dis­en­tis (ab ca. 850 benedik­tinisch), Walser-Sied­lun­gen, All­menden, dör­fliche Autonomie
+ca. 1500–1950Ortho­doxe Mod­erneRef­or­ma­tion, Schriftkul­tur, Schule, Ver­wal­tung, Gerichts­barkeit, Canon, Nation
ca. 1950–heuteSpät­mod­erne / Dif­feren­zierungFunk­tionale Sys­teme, Ent­bet­tung, Touris­mus, PPP, Autonomiev­er­lust
#Gegenwart/ZukunftCom­mons-Kul­tur­form (com­moroque)Gewalt­freie, kontin­gen­zfre­undliche, inklu­sive Ord­nung. Exper­i­mentelle Gestal­tung des Sozialen

Überlappungen (sichtbar gedacht):

  • — → –: Über­gang durch Chris­tian­isierung und Latin­isierung, z. B. in Dis­en­tis
  • –a & –b über­lap­pen: Kloster (zen­tral­isiert) & Walserkul­tur (dezen­tral) stärken gemein­sam die alpine Autonomie
  • –b → +: Schule, Ver­wal­tung, Nation­alkirche wach­sen aus Kloster­struk­turen
  • + → ≠: Spätestens ab 1950 wird das kul­turelle Koor­di­naten­sys­tem funk­tion­al ent­bet­tet
  • ≠ → #: Deine aktuelle Prax­is sucht nach post­funk­tionalen, com­moro­quen Alter­na­tiv­en

Kernidee

Diese Time­line erlaubt dir:

  • Brüche UND Kon­ti­nu­itäten sicht­bar zu machen
  • Lokale Eigen­logiken neben impe­ri­alen Über­for­mungen zu set­zen
  • Ein klar kon­stel­liertes Mod­ell für #pas­sadis, #com­moroque, #taas zu schaf­fen

DIE SOZIALE FRAGE

1848 | Schweiz | Bun­desver­fas­sung: Lib­erale Grun­drechte, soziale Frage bleibt offen
1891 | Rom | Rerum Novarum (Leo XIII): Beginn der katholis­chen Soziallehre
1931 | Rom | Quadra­ges­i­mo Anno (Pius XI): Sub­sidiar­ität, Sozialkri­tik
1944 | Schweiz | Dut­tweil­ers Reformideen: Soziale Mark­twirtschaft, Genossen­schaft­sethik
1947 | Rom | Divi­ni Redemp­toris (Pius XII): Gegen athe­is­tis­chen Kom­mu­nis­mus
1948 | UNO | All­ge­meine Erk­lärung der Men­schen­rechte
1961 | Rom | Mater et Mag­is­tra (Johannes XXIII): Glob­ale Ver­ant­wor­tung
1965 | Vatikan | Gaudi­um et Spes: Konzil erk­lärt Sol­i­dar­ität mit den Armen
1967 | Rom | Pop­u­lo­rum Pro­gres­sio (Paul VI): Entwick­lung als Frieden
1968 | Weltweit | Protest­be­we­gun­gen: Bil­dung, Mitbes­tim­mung, soziale Gerechtigkeit
1971 | Rom | Octo­ges­i­ma Adve­niens (Paul VI): Poli­tis­che Ver­ant­wor­tung der Christ*innen
1981 | Rom | Laborem Exercens (Johannes Paul II): Arbeit als Zen­trum der sozialen Frage
1989 | Osteu­ropa | Demokratis­che Umbrüche, neue Chan­cen für soziale Bewe­gun­gen
1999 | Schweiz | AHV-Reform: Ein­bezug Selb­st­ständi­ger
2009 | Rom | Car­i­tas in Ver­i­tate (Benedikt XVI): Glob­al­isierung und Gerechtigkeit

ZEITTAFEL DER SCHWEIZER BRÜDER, IHRER UNTERGRUPPEN UND DER QUÄKER

1525 – Grün­dung der Täufer­be­we­gung in Zürich
Erste Glauben­staufe durch Con­rad Grebel, Felix Manz, Georg Blau­rock → Ursprung der Schweiz­er Brüder

1527 – Schlei­theimer Artikel
Grund­satzerk­lärung: Gewalt­losigkeit, Glauben­staufe, Gemein­deleben ohne Staats­bindung

1536–1600 – Ver­fol­gung und Zer­streu­ung
Täufer fliehen nach Mähren, Süd­deutsch­land, Elsass, Hol­land
Früh­for­men von Men­non­iten (NL) und später Hut­ter­er (Tirol)

~1650–1670 – Rück­zug in die Berge
Täufer siedeln in entle­ge­nen Gegen­den wie dem Bern­er Jura (z. B. Mont-Soleil, Moron, Les Prés-d’Orvin)

1652 – Entste­hung der Quäk­er in Eng­land
George Fox grün­det die Reli­gious Soci­ety of Friends
Fokus: Innere Stimme, Gewalt­frei­heit, Gle­ich­heit aller Men­schen

1693 – Spal­tung der Täufer: Jakob Ammann grün­det die Amish
Radikalisierung im Lebensstil: Bann, Klei­dung, Ord­nung
Amish tren­nen sich von den Schweiz­er Brüdern

1681–1750 – Migra­tion nach Penn­syl­va­nia
William Penn (Quäk­er) grün­det eine tol­er­ante Kolonie
→ Quäk­er gewähren Men­non­iten, Amish, Hut­ter­ern Zuflucht
→ Erste Sied­lun­gen bei Ger­man­town (1683)

1800–1870 – Neue Dif­feren­zierun­gen in Nor­dameri­ka
Entste­hung der Old Order Men­non­ites (1872) als Reak­tion auf Mod­ernisierung
Amish und kon­ser­v­a­tive Men­non­iten ver­stärken Tren­nung zur „Welt“

  1. Jh. – Friedens­be­we­gun­gen und Wieder­begeg­nung
    Quäk­er und Men­non­iten arbeit­en gemein­sam in Paz­i­fis­mus, Katas­tro­phen­hil­fe, Gewis­sens­frei­heit
    Beispiele: MCC, AFSC

DIE ILLEGALEN — von der gewaltbereiten staatskirche salbierten als — “GERECHTE KRIEGE” DER AUFKLÄRER

1945 | Hiroshi­ma / Nagasa­ki | Abwurf der Atom­bomben durch die USA, hun­dert­tausende zivile Opfer
1950–1953 | Korea | US-geführter Krieg, erste „heiße“ Phase des Kalten Krieges
1953 | Iran | Sturz von Pre­mier Mossadegh durch CIA (Oper­a­tion Ajax)
1954 | Guatemala | Putsch gegen Arbenz durch CIA, Beginn der „Schmutzi­gen Kriege“ in Lateinameri­ka
1955–1975 | Viet­nam | US-Krieg mit Agent Orange, Napalm, Mil­lio­nen Tote
1965 | Indone­sien | Mas­sak­er nach Suhar­to-Putsch, unter­stützt durch USA und west­liche Geheim­di­en­ste
1973 | Chile | Mil­itär­putsch gegen Allende, Pinochet an die Macht – mit US-Unter­stützung
1979–1989 | Afghanistan | US-Unter­stützung für Mud­scha­hed­din gegen Sow­jets, Beginn geopoli­tis­ch­er Desta­bil­isierung
1991 | Irak | Golfkrieg unter UNO-Man­dat, Beginn per­ma­nen­ter US-Präsenz
1999 | Jugoslaw­ien | NATO-Bom­bardierung ohne UNO-Man­dat (Koso­vo), Präze­den­z­fall für „human­itäre Inter­ven­tion“
2001 | Afghanistan | NATO/US-Inva­sion unter dem Ban­ner der Ter­ror­bekämp­fung
2003 | Irak | US-Inva­sion ohne UNO-Man­dat, basierend auf Falschin­for­ma­tio­nen zu Massen­ver­nich­tungswaf­fen
2011 | Libyen | NATO-Luftkrieg zur Unter­stützung des Regimewech­sels, Macht­vaku­um und Chaos
2014 | Ukraine | NATO-Rhetorik, Maid­an, geopoli­tis­che Eskala­tion
2022 | Ukraine | Krieg, inten­sivierte NATO-Erweiterung, Waf­fen­liefer­un­gen im Namen der Frei­heit
2024 | Gaza | west­liche Tol­er­anz gegenüber human­itär­er Katas­tro­phe trotz Beken­nt­nis zu Men­schen­recht­en

Zeittafel der Werke von Johann Ritz

Die Liste der Äbte zu Dissentis

Hel­ve­tia Sacra. “Liste der Äbte des Klosters Dis­en­tis.” Hel­ve­tia Sacra Online-Daten­bank. Let­zter Zugriff: 29. Mai 2024. Ver­füg­bar unter: https://www.helvetiasacra.ch/de/database/150.

  1. Ursici­nus (um 750) — HLS, III/1, S. 491
  2. Agnel­lus (um 800) — III/1, S. 492
  3. Prestantius (um 880) — III/1, S. 492
  4. Vic­tor (960–976) — III/1, S. 492
  5. Erchen­bert (993) — III/1, S. 492
  6. Adal­gott (Anfang 11. Jh.) — HLS, III/1, S. 492
  7. Otk­er (Anfang 11. Jh.) — III/1, S. 492
  8. Odal­ri­cus (1048) — III/1, S. 492–493
  9. Ada (1112) — III/1, S. 493
  10. Wal­ter (1127) — III/1, S. 493
  11. Eber­hard (1130) — III/1, S. 493
  12. Hugo (2. Hälfte 12. Jh.) — III/1, S. 493
  13. Wal­ter (1185) — HLS, III/1, S. 493–494
  14. Albert von Noven­zano (1203–1207) — III/1, S. 494
  15. Bur­chard (1213) — III/1, S. 494
  16. Gual­fred (1225–1233) — III/1, S. 494
  17. Kon­rad (1237–1247) — III/1, S. 494
  18. Johannes de Malderon (um 1248) — III/1, S. 494
  19. Anton de Car­ni­sio (1251) — III/1, S. 494
  20. Hein­rich (1252–1261) — III/1, S. 495
  21. Rudolf von Reichen­stein (1281–1287) — III/1, S. 495
  22. Benedikt (1288) — III/1, S. 495
  23. Symon (1288) — III/1, S. 495
  24. Niko­laus (1296–1300) — III/1, S. 495
  25. Wil­helm von Planezia (1319–1323) — III/1, S. 495
  26. Thüring von Atting­hausen-Schweins­berg (1327–1353) — HLS, III/1, S. 495–496
  27. Jakob von Buch­horn (1357–1367) — III/1, S. 496
  28. Johannes von Ilanz (1367–1401) — HLS, III/1, S. 496
  29. Petrus von Pon­tanin­gen (1402–1438) — HLS, III/1, S. 496–497
  30. Niko­laus von Marmels (1439–1448) — III/1, S. 497
  31. Johannes von Ussen­precht (1449–1464) — III/1, S. 497–498
  32. Johannes Schnagg (1464–1497) — HLS, III/1, S. 498
  33. Johannes Brug­ger (1497–1512) — III/1, S. 498–499
  34. Andreas de Falera (1512–1528) — III/1, S. 499
  35. Mar­tin Win­kler (1528–1536) — III/1, S. 499
  36. Jodokus Krey­er (1536–1537) — III/1, S. 499
  37. Leon­hard Feur­er (1538) — III/1, S. 500
  38. Paul Nico­lai (1538–1551) — III/1, S. 500
  39. Lucius Anrich (1551–1566) — III/1, S. 500
  40. Chris­t­ian von Castel­berg (1566–1584) — HLS, III/1, S. 500
  41. Niko­laus Tyron (1584–1593) — III/1, S. 501
  42. Jakob Bun­di (1593–1614) — HLS, III/1, S. 501
  43. Sebas­t­ian von Castel­berg (1614–1634) — HLS, III/1, S. 501–502
  44. Augustin Stöck­lin (1634–1641) — HLS, III/1, S. 502
  45. Josef Desax (1641–1642) — III/1, S. 502–503
  46. Adal­bert Bri­dler (1642–1655) — III/1, S. 503
  47. Adal­bert de Medell (1655–1696) — HLS, III/1, S. 503–504
  48. Adal­bert de Funs (1696–1716) — HLS, III/1, S. 504
  49. Gal­lus Deflorin (1716–1724) — HLS, III/1, S. 504–505
  50. Mar­i­an von Castel­berg (1724–1742) — HLS, III/1, S. 505
  51. Bern­hard Frank von Franken­berg (1742–1763) — HLS, III/1, S. 506
  52. Hierony­mus Casano­va (1763–1764) — III/1, S. 506
  53. Kolum­ban Sozzi (1764–1785) — HLS, III/1, S. 506–507
  54. Lau­ren­tius Cath­omen (1785–1801) — HLS, III/1, S. 507
  55. Anselm Huon­der (1804–1826) — III/1, S. 507–508
  56. Adal­gott Waller (1826–1846) — III/1, S. 508–509
  57. Anselm Quin­ter (1846–1858) — III/1, S. 509
  58. Placidus Ten­ner (1860–1880) — III/1, S. 509–510
  59. Paulus Birk­er (1861–1877) — III/1, S. 510
  60. Benedikt Pre­vost (1880–1916) — HLS, III/1, S. 510–511
  61. Boni­faz Duwe (1916–1925) — III/1, S. 511
  62. Beda Hophan (1925–1963) — III/1, S. 511–512
  63. Vic­tor Schön­bäch­ler (1963 ff.) — III/1, S. 512
  64. Pankraz Winiker (1988–2000)
  65. Daniel Schön­bäch­ler (2000–2012)
  66. Vigeli Monn (2012 -

(…)