die WOZ kommt im märz 2025 mit dieser werbung… vor genau 500 jahren haben in zürich die zweiten disputationen stattgefunden…

((Freund)Feind) – und die Intelligenz der Zuflucht
Carl Schmitt definierte Politik als Unterscheidung von ((Freund)Feind).
Die @Wochenzeitung will das Gegenteil:
Antifascist Intelligence.
Aber genau darunter:
OHNE ZUFLUCHT.
Ein Widerspruch, der nicht aufgelöst, sondern inszeniert wird.
Ein Ausschluss, der sich als Schutz verkauft.
Ein Reflex, der sich klüger nennt, aber keine Fragen mehr stellt.
Und damit sind wir beim Presserat.
Bei den Verantwortlichen:
– #SusanBoos
– #AnnikDubied
– #JanGrüebler
– #UrsinaWey
Sie verwalten Öffentlichkeit. Aber wie?
Mit welcher Anordnung der Themen?
Mit welchem Zugang zu Stimmen jenseits des Sagbaren?
Mit welcher Legitimation im Namen der Wahrheit?
Mit welcher Durchsetzung gegenüber abweichender Kritik?
Genau diese vier Dimensionen –
Anordnung, Zugang, Legitimation, Durchsetzung –
wurden vor 500 Jahren zum Thema:
→ In den Disputationen.
→ In den Flugschriften.
→ In den innerkirchlichen Prozessen, die Felix Manz das Leben kosteten.
Heute heisst das nicht mehr Kirche, sondern Redaktion.
Nicht mehr Kanzel, sondern Sendezeit.
Aber die Struktur bleibt:
Macht ohne Zuflucht. Wahrheit ohne Zweifel. Kritik ohne Wirkung.
Deshalb diese Beschwerde.
Nicht, um Recht zu haben.
Sondern um daran zu erinnern,
dass Öffentlichkeit ein Ort der Zuflucht sein sollte –
nicht ein Instrument der Ausgrenzung.
dissent.is/presserat
“Der spezifische politische Unterschied, auf den sich die politischen Handlungen und Motive zurückführen lassen, ist der Unterschied von Freund und Feind.”
in: Der Begriff des Politischen (1927)
Langsam: Mein Blog ist mein Kartenraum und keine Bühne. Ich weiss wie man publiziert. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e | WORK IN PROGRESS reload für aktuellen schreibstand | warum ich nicht publiziere? weil ich es kann. weil es geht. weil ich es für angemessen halte. | This Blog in Englisch | هذه المدونة باللغة العربية | 这个博客是中文的 | Ce blog en français | Questo blog in italiano | Tgi èn ils inimis da la translaziun automatica? — Ils medems che #Wikipedia/#Wikidata han odià sco il diavel l’aua benedida.
es ist juni 2024 geworden. ES IST KRIEG. die landtreter erobern das venedig der meerschäumer. #BazonBrock, erzähl uns vom Krieg. (so?)
Der Feind ist unsere eigene Frage in Gestalt.
#CarlSchmitt
Die ganze Playlist auf ((( WikiDienstag.ch ))) WORK IN PROGRESS
WORK IN PROGRESS
Langsam: In meinem Blog “publiziere” ich nicht. Hier arbeite ich und bin an Wirkung nicht interessiert. Ich weiss wie publizieren geht. Das hier ist etwas anderes. d!a!n!k!e

“Papa, erklär mir die Welt. Ich will einschlafen können.”
Carl Schmitt lacht. Er kennt das Spiel. Zärtlich nimmt er seine kleine Tochter in die Arme und beginnt wie er schon so oft begonnen hat: “Der Mensch ist ein Landwesen, ein Landtreter.” Aber wie du weisst, meine süsse Anima — so hauchte er wie die Schlange Ka im Dschungelbuch in betörender Sprache: Alles Leben ist aus dem Wasser entsprungen. Die für uns Menschen selbstverständliche Vorstellung von “Raum und Zeit” ist der Welt der “Meerschäumer” fremd und unverständlich. Das ist das Stichwort: Das Kind springt auf den Bauch des Vaters und beide zeigen sich die lange, breite Zunge des Juden Albert Einstein. Beide kreischen vor lachen, küssen und umarmen sich. Bald schläft das Kind. Und Carl Schmitt liegt im Bett, lauscht dem Atem seiner Anima und sinniert am Ende des 1942 erschienen Kinderbuches:
“In Wirklichkeit erleben wird nur das Ende der bisherigen Verhältnisse von Land und Meer. Doch die menschliche Angst vor dem Neuen ist oft ebenso gross wie die Angst vor dem Leeren, auch wenn das Neue die Überwindung des Leeren ist. Daher sehen jene Vielen nur sinnlose Unordnung, wo in Wirklichkeit ein neuer Sinn um seine Ordnung ringt.”
Land und Meer
Ein neuer Sinn ringt um seine Ordnung
Das Ende der Geschichte (1930). Das Ende der grossen Erzählungen (1979). Das Ende von Humanismus (1997). Das Ende der Theorie (2008). In einem ruckelfreien Livestream überträgt der Humanismus unter wechselnden Schlag!worten des Ausnahmezustandes sein eigenes Ende. 500 Jahre sind vergangen seit jenem legendären Wurstessen vom 9. März 1522 zu Zürich. Splitterfasernackt. Wie verlangt ideal Transparent und in allen Verästelungen ideal auf die Hundertstelssekunde nachvollziehbar, wie in der Versionsgeschichte der Wikipedia wird bewiesen: Jetzt geht es anders weiter. (so?)

(…)
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(…)

“DER FEIND IST UNSERE EIGENE FRAGE ALS GESTALT.”

Und: Was wäre, wenn #CarlSchmitt die Idee der Form von George Spencer Brown gekannt hätte? Wenn er also den Juristen (und zur Soziologie konvertierten) Niklas Luhmann gelesen hätte…?!?

Ich zähle also #CarlSchmitt auch zu jenen “traumatisierten” jungen Männer. Er durch den 1. Weltkrieg mit einer einzigen Not belastet: Die grausame gewaltbereitschaft von entgrenzten Menschen im Krieg gegen andere Menschen… :-/ Darauf müssen sich diese Herren einen Reim machen…

Verweise
Horst Bredekamp: Warum ist Carl Schmitt für seine eigenen Feinde attraktiv?
Ein sensationeller Vortrag. Viele Links
gebeten worden zu beginnen ich zeige das war nicht abgesprochen ich zeige einen titel der in der ich zeige einen titel der in der einleitung erwähnt wurde wir wurden 40 minuten gegeben ich hoffe etwas unter dieser zeiten lagen zu können steven holmes wie bereits erwähnt beiratsmitglied des einstein forums professor für politische theorie an der new york university ein radikaler verteidiger der liberalen gemeinschaft hat gemeinsam mit ivan krastev das viel moment viel diskutierte buch des lichtes los publiziert karl schmidt kommt inhaltlich nur an einer einzigen aber vielleicht entscheidenden stelle vor ich zitiere die liberalen regime urban cher prägung die in osteuropa auf dem vormarsch sind verbinden carl schmitts verständnis von politik als ein melodramatisches showdown zwischen freund und feind mit der institutionellen fassade der liberalen demokratie zitat ende es gehe darum die nation zitat wieder vor ihren inneren wie äußeren feinden zu schützen zitat ende um die politik der postsowjetischen gesellschaften osteuropas zu verstehen müsse man demzufolge schmidt kennen nicht um ihn zum muster zu nehmen sondern um diejenigen zu begreifen die seine begründung einer liberalen politik modellhaft umsätzen nicht anders hat marc sailer vor einigen jahren mit blick auf china argumentieren würde argumentiert befremdet darüber dass ich zwei besonders begabte chinesische studenten eines seminars bei ihm mündlich nicht beteiligt hätten sie danach befragt in der sprechstunde geantwortet dass sie nicht englisch sondern latein und deutsch als relevante sprachen erachteten englisch sei nicht mehr up to date auf die frage nach dem latein hätten sie geantwortet dass es darauf ankomme die sprache eines reiches im original zu kennen das über jahrhunderte hinweg die europäische welt dominiert habe und auf die frage nach der bedeutung des deutschen seit die antwort bekommen das ist notwendig sei leo strauss und karl schmidt im original zu lesen zitat diese studenten sind besonders interessiert an schmidts nachkriegs schriften in denen er vorausschauend darüber reflektiert dass die globalisierung den internationalen konflikt eher verstärken statt verringern werde das war im jahr 1950 und dass der terrorismus sich als wirksame reaktion auf die globalisierung ausbreiten werde das war im jahr 1963 zitat ende leider nehmen wir beide äußerungen ernst so scheint karl schmeckt aktuelle denn sie dass ich jedoch für jeden der sich mit schmidt beschäftigt latent die gefahr der missbilligung gar der ächtung stellt die dass ich nicht unbeteiligt lässt berichte ich von mir selbst aus und ich kann nur hoffen dass sie das nicht als selbstbespiegelung bewerten steven holmes dem ich ja gerade erwähnt hatte war 1991 92 als fellow am wissenschaftskolleg durch seine zahlreichen kontakte zu oppositionellen kollegen vor allem in russland und ungarn vor 1989 hatte er starke bindung sowie so gut wie in den gesamten ehemaligen ostblock und er hat mehrere länder bei der aufstellung neuer verfassungen beraten und teils auch die feder geführt ich war mitglied wie sie rechts sehen desselben jahrgangs und wir haben unendlich viel über politische theorie diskutiert eines tages war für karl schmitz politische theologie mit der bemerkung auf den schreibtisch ließ das aber pass auf mir war kalt mit bekannt aber als einer der protagonisten des dritten reiches galt er als ein autor der so vergiftet war dass er nicht berührt werden sollte ihre wahl was mein fach kunstgeschichte betrifft will er im kinder vergleichbar einer der größten begabungen des faches der später der kunsthistoriker adolf hitlers genannt werden konnte das bild zeigt hier heilige hier kinder das bild zeigt eine auswahl zeigt binder neben martin heidegger auf der kundgebung der intellektuellen zum austritt deutschlands aus dem völkerbund in leipzig im november 1933 hinter gehörte zu jenen personen die zu sehr in die verbrechen des nazi-regimes verwickelt schien als dass es opportun sein konnte sich mit ihm zu beschäftigen dabei aber ging verloren das kinder- und nur ein beispiel zu nennen in seinem buch das problem der generation in der kunstgeschichte europas die formel der ungleichzeitigkeit des gleichzeitigen geprägt hat karl mannheim hat sich die tiere genial genannt und zum ausgangspunkt zu einer wissens soziologie gemacht und von dort aus wurde und wird diese formel bis heute als zeitdiagnose etwa bei jürgen habermas oder niklas luhmann genutzt ohne dass der finder zum ursprung noch bekannt wird die ethisch begründete der nation mori führt in diesem punkt zu einer verkürzung der begriffsgeschichte zu den mitgliedern des jahres am wissenschaftskolleg 91/92 gehörte auch andrei plesu jener kunst historiker und philosoph aus bukarest der unter george school in die karpaten verbannt worden war und wenige tage nach der revolution von 1989 als kultusminister in die neue regierung berufen wurde später auch außenminister wurde nach bukarest zurückgekehrt begann er die vielleicht gekränkt kräftigste anspruchsvollste einrichtungen im gesamten ehemaligen ostblock zu gründen das new europe politisch gemeinsam mit dem wissenschaftskolleg ich würde auch ich wurde in den gründungs beirat dieser kostbaren institution berufen bei der auswahl der ersten generationen von fellows die sich danach sehnten eine welt jenseits des totalitarismus kennenzulernen war die lag die erste überraschung darin dass du bei so gut wie allen kandidaten unterschiedlichster disziplinen heiliger präsent war mich verstörte diese ausrichtung weil ich meine ich mag das kaum sagen aber es ist so weil ich meine ablehnung heide das über lange zeit aus dem grund nicht überwunden konnte weil mir dessen sprache in ihrer autoren dunkelheit geradezu körperlichen widerwillen erzeugt ja aber nun kommt erst nach längeren gesprächen ja erst nach längeren gesprächen begriff ich dass heiliger und schaut fest einer großen geschichte intellektualität als ein code verstanden wurde der alters verkörperte verdichtete was und der tat verboten war die beschäftigung mit dem philosophen des schwarzwaldes war eine funktion der befreiung aus einem totalitären system aus dieser perspektive heraus habe ich gelernt nicht mit der latenz zu geschäft diaz rumänischen als beispiel die es rumänischen intellektuellen erlaubt hatte mit hilfe von heiliger geist ich zu überleben die drei beispiele zeigen den preis der ausblendung von kontaminierten personen die welt wird dann einfacher aber auch erkenntnis schwächer es ist schwieriger die welt in ihrer verschränkung zu durchdenken und das scheint mir heute stärker denn je geboten gegenübers mit erlebte ich einen anderen prozess soll mich dessen sprache von beginn an geradezu mitriss darauf bezog sich die warnung meines freundes stephen huss ich verlange die politische theologie und beschäftigte mich dann besonders mit der politischen romantik und dann auf die nähe von karl schmidt zur künstlerischen avantgarde zu stoßen dann schmidts irreale dichtung uri banken von 1918 verblüfft zur kenntnis zu nehmen entscheidend war aber die lektüre von hamlet oder heco war der einbruch der zeit in das spiel ich stieß hier einigermaßen verwirrt auf den namen walter benjamin wie konnte es sein dass ein jurist ein literatur geschichtliches buch verfasst hatte das erkennbar in benjamin einen geistigen adressaten besaß und wie war es möglich dass mit einem brief benjamins zitieren konnte in dem dieser ihm seine tiefe verehrung bekundet hatte dieses phänomen habe ich immer wieder mit geld gisler dem herausgeber der tagebücher schmitz und zahlreicher weiterer werte diskutiert er bat mich das verhältnis zwischen benjamin und schmidt im wechselseitigen dialog in ihrem wechselseitigen dialog zu rekonstruieren und das ergebnis habe ich dann 1997 zeitgleich in critical in chur solchen zeitschrift für philosophie publiziert die englische ausgabe habe ich diesen holmes gewidmet mit giorgio agamben habe ich diesen aufsatz sehr lange diskutiert und er hat diesen dann für sein buch über die ausnahme situation benutzt soweit man erst der punkt 21 näherung an karl schmidt ich stieß in diesem zusammenhang auf jacob taubes der offenkundig seinerseits von der beziehung benjamins zu schmidt zugleich irritiert und fasziniert war diese geschichte habe ich dann im 2017 erschienenen durch den zerstörten reichstag gleichsam apropos ps vorgestellten oxford hamburg auf karls mit grob zurück konstruieren versucht viele punkte sind bekannt und vermutlich werden sie heute oder morgen detaillierter zur sprache kommen aber vielleicht lohnt ist die etappen zumindest summarisch aufzuführen glaube es war von werks mit seit den 1950 er jahren fasziniert er war für ihn wie er 1952 schrieb zitat die kursiv die die geistige potenz die alles intellektuellen geschreibsel um haupteslänge überragt zitat ende nach einigen kontakten vermied er jedoch jeden austausch der antisemitismus stand dazwischen obwohl die ems mit regelmäßig seine publikationen zusandte bisweilen wurde er auch mit gestoßen das ist ja auch bekannt so durch alexandra q cells dem gefeierten historiker des endes der geschichte nach einem auftritt an der brodelnden freien universität in berlin im jahr 1967 dem verstörten taubes mitteile mitteilte er reise jetzt zu schmidt nach plettenberg dem einzigen in deutschland mit dem zu reden sich lohne drei jahre danach 1970 kam ein zweiter schock in form jenes von walter benjamin mit gesandten briefes vom dezember 1930 in dem er ihm seinen trauerspiel buch mit der eloge widmete er habe seine wesentlichen kategorien aus den schriften von schmidt und insbesondere aus dessen überlegungen zur diktatur übernommen schmidt hatte diesen in seinem shakespeare bei diesen brief in seinem shakespeare buch erwähnt aber in der ersten brief ausgabe war er nicht abgedruckt taubes sprach von zensur ob dieser vorwurf berechtigt ist muss offen bleiben aber kein zweifel besteht darin dass alle hinweise auf carl schmitt in benjamins trauerspiel buch in der gesamten in den gesammelten schriften bewusst gewählt wurden das schreiben war ein begleitbrief zu eben dem trauerspiel buch in dem benjamin bekundet von schmidts überlegungen zum souveränitäts begriff wie auch von diesen abhandlung über die diktatur wie gesagt zutiefst profitiert zu haben benjamins kunst philosophie sei durchschnitts staatsphilosophie bestätigt über alle höflichkeits formeln zeug das schreiben von benjamins höchster wertschätzung gegenüber schmidt unter dem eindruck der lektüre dieses schreibens verfasste taubes wohl im juli 1970 einen mehrseitigen brief an schmidt da dieser an den folgen eines herzanfalls litt santos sein schreiben dass eine erste tiefgreifende analyse von benjamins brief erhielt jedoch nicht ab unabhängig von diesem versäumnis stellt taubes brief ein antwort reservoir auf die frage warum karl schmidt für intellektuelle die ihm die ihm in so gut wie jeder hinsicht entgegen pflanzen attraktiv sein konnte schmidts äußerungen am beginn der naziherrschaft sein unverzeihlich aber er taumelt augustine zu seinem eigenen erschrecken nicht um sich einzugestehen dass er ich zitiere wieder taubes schmidt auch heute noch als den bedeutendsten kopf in deutschland anerkennen trotz aller intelligenzia in und um die frankfurter schule und ihren die pendenzen in hannover berlin und starnberg zitat ende es geht so weiter dann habermas vom linken faschismus sprechen so dürfe er nicht verschweigen dass dieser wiederum zitat bei benjamin ein nicht kleines problem darstellt und bei allen benjamin eaton ein kreuz bleibt zitat ende möglicherweise war taubes herr absetzung von benjamin ein akt der selbstbefreiung und tauglichkeit als linker und bezeichnete sich als solchen gab aber kurz vor seinem tod in heidelberg zu verstehen dass dies nicht seine überzeugung entsprach sondern vielmehr eine einsicht in die notwendigkeit in sprung sei etwas zu verändern schmidt gab taube ist das stichwort eine welt jenseits der fixierten gewissheiten wahrzunehmen in der es um 1930 wieder zitat ganz andere konstellationen und fronten gab als die die nachher geschichtlich wurden zitat ende im selben moment schrieb hans blumenberg der war eine besonders enge beziehung zu spät eingegangen war das ist hier das sind die annotationen auf dem titel blick die wird die artikel auf der titelseite die schmidt das ganze buch ist voll mit diesen bemerkung also eine sehr sehr enge ist er publiziert beziehung zwischen blumenberg und schmidt blumberg schreibt taubes er solle seine triebe tripolis tische attitüde aufgeben und persönlich kontakt mit schmidt aufnehmen bloombergs brief ist entsprechendes dokument dafür dass die beziehung zu schmeckt als ein art als eine art lackmus test gewertet wurde und zwar darf bis zu welchem grad wirkliche toleranz oder ob scheinheiligkeit vorherrsche zitat blumberg ein taubes sie brüsten sich den persönlichen kontakten mit dem falls 90-jährigen zu meiden weil er vor fast einem halben jahrhundert wahrlich abscheuliche dinge geschrieben hat aber das intellektuelle feeds gehabe des wer noch wer nicht mehr widert mich an zitat ende dies hat gewirkt in einem schreiben vom november 1977 verband taube ist ein gruß an schmidt mit dem sprachbild würde ihnen seine hand über einen abgrund hinweg reichen schmidt schmitt antwort dann ab rostock hat abmessungen hat taubes entwaffnet in den folgenden jahren besuchte es mit insgesamt drei mal in plettenberg diese begegnung fast der mit den worten zusammen wir haben das vorhin schon zitiert gehört in plettenberg hatte ich die stürmischsten gespräche die je in deutscher sprache geführt habe zitat ende nach dem tod karl schmitz im jahr 1987 wurde taubes wegen seiner nähe zu schmidt von personen angegriffen die ihm den mangel an eindeutigkeit vor waffen die er im kontakt mit schritt schmidt ja gerade hatte überwinden wollen die veranstaltung im maison heinrich heine war eine art tribunal taubes verteidigte sich nicht nur mit benjamins verehrung zitat von schmidt sondern mit der anwendung von schmidts diktum dass dieser seinerseits von theodor däubler übernommen hatte der feind ist unser eigen ist unsere der feind ist unsere eigene frage als gestalt der feind ist unsere eigene frage als gestalt das bekannte diktum im februar 87 widmet auf es eine seiner vier vorlesungen zum römerbrief in heidelberg von leider und jan assmann werden wir viel zu vielleicht genaueres höheren unredigiert in seiner rohen und unverstellten teils zornigen und bitteren klarheit sowohl befremdend wie auch anziehen ist dieser vortrag ein schlüssel für das diese vorlesung ein schlüssel für das phänomen einer sich steigernden aktualität schmitz auch bei diesem anlass bei dem tauffest taubes über seine beziehung zu schmidt eine art rechenschaft ablegte spielte der benjamin brief eine zentrale rolle im mai desselben jahres 1987 kam dann das kennen sie ja denke ich alle kam posthum taubes publikation hat karl schmidt entgegenstreben führung motto dieses symposiums im mehrere verlag als sammlung von reflexionen über sein verhältnis zu schmidt heraus es war eine verteidigungsschrift die auf den verdacht seitens personen die er klarheit als an zwischentönen interessiert waren reagierte diese kleine schrift hat carl schmitt flog mit dem lateinischen doppelsinn des alters sowohl zu wie auch gegen darstellen kann spielend war und ist dieser text einer der meist übersetzten und wohl auch meist gelesenen texte zu carl schmitt den benjamin brief nannte er in dieser schrift auch ein bekanntes zitat eine mine die unsere vorstellung von der geistesgeschichte der weimarer republik oder explodieren lässt zitat ende ein dritter punkt taubes als modell der attraktion von schmidt im ersten satz seines seiner schriftart schmidt hat taubes betont dass dieser ihn als juden zu jenen hätte rechnen müssen die er als feind bezeichnet habe dennoch wolle er ihm seine ehrfurcht ehrfurcht zitat bezeugen die gründe für diese ungewöhnlich hohe form der wertschätzung sind aufschlussreich ich versuche sie in sieben punkten zusammen zu fassen der erste grund liegt darin dass taubitz schmidt ohne frage als die bedeutendste intellektuelle kapazität begriffen hat der er in seinem gesamten leben begegnet ist in anlehnung an q cells hatte ihn in unterschiedlichen sendungen als klügsten menschen der in deutscher sprache anzutreffen seit bezeichnet aber klugheit ist zunächst eine neutrale kategorie der zweite qualitativ zu bezeichnende grund war die absage die absage an das links-rechts-schema schmitz schritt theorie des partisanen hat viele vertreter der linken die sich auf der grenze zwischen dem gang durch die institutionen und dem terror befanden zutiefst fasziniert und auch sie sind nach plettenberg gepilgert aber dies war es eben nicht was taubes interessierte ihm ging es und hier ähnlich der zweite grund und die überwindung der moralisch eingefrorenen politischen festschreibungen zugunsten einer komplexität steigerung die sich zuordnung dieser art instinktiv widersetzte das rückgrat dieser überlegung bietet die offenkundige verehrung die eben weil der benjamin schmid gegenüber in verschiedenen äußerungen wie auch in seinem trauerspiel buch bezeugt hat als wolle es sich von den ubiquitär zu vernehmenden bekenntnissen zu benjamin wie in einem interview wie in einem heute akt befreien hat er verneint und dass er hat verneint aubis hat verneint dass benjamin schmid ebenbürtig sei es schmerzt diese zeilen zu lesen aber sie verdeutlichen mit welcher brachialgewalt sich taubes von ethischen fixierungen der geschichte zu lösen versucht möglicherweise spielt in dieses motiv als dritter grund auch das anliegen vorhin bereits angesprochen der vergebung ein vergebung oder zumindest die distanz gegenüber einem selbstgewissen rechen des stabes hatte blumenberg von taubes gefordert es gelte sich dem gültigen ordnungs schema zu widersetzen wenn der sich selbst als erz jude bezeichnende taubes verständnis für schmidt äußert um die frage zu stellen wie er selbst in den jahren 1933 und 34 regierung reagiert hätte und wenn er sich davon ab wendet den wieder zitat richter zu spiele ich bin nicht errichtet dann wird dies wie eine stellvertretende geste einer generation die den kampf mit den vätern unabhängig davon ob jüdisch oder nicht ihrerseits in einer gnadenlosigkeit geführt hatte die dem phänomen dass hier an den pranger gestellt wurde nicht gleich haben natürlich nicht aber doch in der entschiedenheit systematisch verwandt war auch kälte per tau bismarck diese generationen spezifische seite hinzugekommen seien stellvertretend für seine nichtjüdischen zeitgenossen immer wieder verwundert warum ein gegner des liberalismus für die verfechter des selben von bedeutung und wert sein kann taubes und tieren licht der vierte grund für die attraktivität von schmidt hat dies in die entwaffnende formel gebracht dass das leben selbst nicht liberal sei sich als liberal auszugeben und das leben als ein liberales zu führen sei kein verdienst sondern ein luxus der auf kosten anderer dinge dass abstrakten des liberalismus auszurufen sei politisches zitat biedermeier man müsse wissen dass es erkauft sei mit dem elend von anderen die nicht in dieses privileg gelangen konnten und man müsse auch erkennen dass das eis auf dem der liberalismus schlimmere nun sei den liberalismus zu verteidigen heiße daher seine kosten mit zu bedenken zu berechnen und dieses gebot von niemanden so traurig und so klar definiert worden als von carl schmitt entscheidend ist und hier in lichte fünfte grund dass schmidt ein theoretiker des abrisses war in der formel 1 wo charta person hat schmidt tages eben in diesem akkusativ als seinen geistesverwandten erklärt der die frage der gemeinschaft nicht als festigung des kontinuierlich klärenden diskurs sondern als bewältigung des netzes der kontinuität durch denkt daher taubes abneigung gegenüber habermas favorisiert schmitz fixierung der krise als normalfall und der ausnahme als splitter haften spiegel des allgemeinen also all dessen was schmidt als hobbys des zwanzigsten jahrhunderts zu einem hoffnungslosen verteidiger des leviathan und damit so bis zu einem einzigartigen starts philosophen gemacht habe es mit durchdenkt all jene kräfte welche die neutralisierende kraft des staates wie hobbys sie konzipiert habe unterminieren als vernichter eine liberalität die allein staatlich und kirchlich gewährleistet sein kann er erkennt deren unter dank und durch denke die konsequenzen einer auto realen gegenwert das ist der kategorie mit dem zwei triste ausnahme als zentraler kategorie ist als sechster grund die politische ökologie der zeit gegeben für taube es ist schmidt ein unvergleichlich anregender starts philosoph der wie niemand seit thomas hobbes das problem des erinnernden zeit als ein konstitutives element der politik kann zeit sein frist zitat galgenfrist und dies gelte auch für schmidt ihren leader der grund dass die zeit des redens als zeit der vergoldeten frist zum wunsch nach die zivilist führe der wenn er verpasst wird die sich steigernde grenzenlose rhetorik zum blutvergießen gelangen ließen entscheidend zur taubes und dieses der siebente und letzte grund ist die attraktion von schmidt darin dass er gegen alle soziologen der statistik und alle politologen der macht physik die überragenden bilder des mythos für real erhielt als die harten fakten des positivismus wenn den mythen vorgeworfen werde dass sie interessengeleitet und biegsam sein dann sei dies eine selbsttäuschung zitat nichts kann ferner taubes nichts kann ferner von den wirklichen verhältnissen sein als die dies als dieses historisches historistische vorurteil zitat endet ja soweit mein versuch die gründe warum sich taubes mit schmidt als einem heuboden gleichsam verbrüdert hat zu systematisieren sie werden eine denke ich persönliche stellungnahme erwarten und ich will mich nicht um diese drücken in der letzten punkten der attraktion von schmidt liegt für mich selbst der anlass ihn für unverzichtbar zu halten aus all diesen gründen mit blick auf hobbys und schmidt habe ich versucht die metaphern geschichte des leviathan und rechts dann das bj als den beiden monster einer politischen ideologie derzeit zu verfolgen um prozesse der gegenwart begreifen zu können mein freund steven holmes hat mir erläutert und insofern möchte ich sein eingangs zitiertes zitat zum problem machen dass die ablehnung und sendung des freund feind schema übersieht dass dieses der einhebung von gewalt dient und nicht etwa zu deren expansion die deutsche formel vom feind der die eigene oder unsere eigene frage in gestalt zeit lehrt und das im antagonistischen gegenüber das selbst so sehr steckt dass es nicht als ein absolutes negativem wahrzunehmen ist die formel dient der vermeidung der grenzenlosen gewalt von bürgerkrieg und terror damit eine solche einigung gelingen kann bedarf es der zeit und des raumes des stars als die entscheidende kategorie aus der heraus einen reflexionsgrad zu gewinnen ist in dem sich die eigenen fragestellungen durch das feindliche so definierte feindliche gegenüber soweit herauskristallisieren dass sie dialogfähig überhaupt erst werden hierin liegt die grundkonstellation aus der heraus jedwede gegenwart zu befragen ist im moment geschieht ein umfassender angriff auf den seit 1751 geltenden gesellschaftsvertrag der das gewaltmonopol an den start übergibt die privatbereich besitzt und vor der observierung distanziert im moment aber werden alle dass räume und die zeitlichen abstände animiert raum und zeit fallen ubiquitin zusammen und dies erzeugt nicht das gefühl sondern ich denke man kann es so formulieren dass klare bewusstsein einer umfassenden die individualität strangulieren denn gewalt unsere gefangenschaft im takt des augenblicks im fast vollständigen des towers verlust auch angesichts des phänomens das in dieser situation eine ethik der diversität entstanden ist die alles um greift aber alles was nicht lupenrein zu ihr passt mit einem unbefriedigten hass verfolgt in dieser zeit ist mir franz neumann spot ein revier als syndikus der sozialdemokratischen partei musste neumann bereits im märz 1933 fliehen er war ein schüler carl schmitt der sich bei ihm habilitieren wollte im exil publizierte er 1942 im lift buckler in london eine abgründige analyse denn der sns in frontstellung zu schmidt aber unter verwendung als seiner kategorien neumann denkt den ns nicht als keinesfalls keinesfalls als ein hierarchisches system was für ein irrtum sondern als einen vierkampf zwischen partei staat wirtschaft und militär ein vierkampf der seinen gewaltpotenzial bp modisch nach unten und nach außen drückt die unübersehbar kite dieses des stars losen inneren bürgerkrieges des ns scheint wie ein menetekel man meinen schluss und damit ende ich in franz neumanns suche nach der eigenen frage in gestalt liegt mein eigener zugang zu carl schmitt [Applaus] ganz herzlichen dank das war eigentlich eine glückliche fügung mit steven holms ich habe versucht ihn zu bewegen hierher zu kommen aber es ist mitten im semester und new york und jetzt können wir aber sehr gut mit deinen ausführungen beginnen gibt es ja noch mal können sie hier nico bitte und vielleicht ein bisschen lichter der jan assmann ist da ja ich habe zwei fragen das eine also ich habe den begriff des politischen auch gelesen und nicht den eindruck gehabt dass es hier keine einigung gebe ja geht das so ja also ich habe nicht den eindruck dass es hier wirklich um eine einhegung geht die steuer zitat geht ja weiter der feind ist unsere eigene frage als gestalt und er wird uns wir ihn zum tode hetzen das klingt nicht nach einhegung und und dann hat mich verblüfft ich hatte schon bei essen wunderbar was war das referat in einfach jeden fall hat war ich verblüfft zu hören dass thomas hobbes zu carl schmitt feinden gehört und fühlte mich jetzt an sich in meinem eindruck bestätigt dass sie doch carl schmitt als den thomas haupt des zwanzigsten jahrhunderts sehen so habe ich das auch immer verstanden aber was meinen sie jetzt zu diesem widerspruch könnte man das noch mal auflösen also karl schmidt und thomas haupt widerspruch zur spinosa ganz klar aber also diese beiden also zum ersten karl schmidt hat den nachsatz niemals zitiert es bleibt allein für meinen nach meinem wissen er hat auch die quelle überhaupt nicht benannt mit taucht allein der begriff aus der feind ist die eigene frage heißt gestalt er ist heinrich meyer hat in den glaube ich 80er jahren die vollständige fassung überhaupt entdeckt dass dieses diktum überhaupt nicht von schmidt stand sondern von dort aus einem seinem freund also insofern nämlich dieses diktum als so gesetzt wie schmid ist allein zitiert nicht und ich glaube dass es an der an dem prinzip der einhegung des bürgerkrieges das ist ja der ganze sinn des freund feind schema der krieg soll eingeübt werden also also wozu sonst nein gerade nicht nein ich aus der aus der inneren logik von schmidt kommt es entscheidend darauf an im feind nicht das tier zu sehen sondern das gegenüber dass ich selbst in feindlicher position in das ist ein entscheidender ansatz das ist etwas völlig anderes als die verzierung des gegners im bürgerkrieg wie wir das erleben und ich möchte dass massiv betonen das ist eine missbilligend ich will mit nicht verteidigen ich habe glaube ich habe gesagt dass er meine eigene frage als feind ist es mit ist mein feind aber er ist meine frage das ist mein punkt so ähnlich wie taubes gesagt hat ich möchte nichts mit verteidigen aber das stimmt für meinen begriff nicht zu der zu der zweiten seite die theorie dass also der geologie der politik dort war für mich entscheidend die zeitbestimmung also die ausnahme und die absolute nähe zu benjamin der schock der schock als die wahrheit nicht die kontinuität die tiefe nähe zur avantgarde die bis zu warnen dann geht die serie know what love is now worüber porpora ja dieses große buch über die plötzlichkeit geschrieben hat in die sich schmidt einfach einfügt mit dieser bestimmung die ausnahme der schock der is erklärt alles das hat mich fasziniert in der nähe zur vanguard zu ihrer platzieren können sie den zweiten punkt ist nun hauptfeind einfach vorbild von beides erst beides also erst beides natürlich ist ob es für ihn der größte überhaupt der einzige der ihm ebenbürtig ist aber zugleich ist er auch derjenige der den staat preisgegeben hat das hat er in seinen überlegungen zu dem frontgebiet das von abraham bosse durchaus geführt in dem er sagt hoves kreiert eine fassade hinter der sich die sekundär instanzen die gemeinschaften die verbände die die die nicht staatlichen institutionen ausbreiten können so dass die fassade das versteckspiel von instanzen oder personen darstellt die visa den start und erholen können und dann kommt die wahnwitzige wollte und dass er argumentiert darüber habe ich mein zweites buch also den arbeitern dem bj geschrieben dass er argumentiert der bj ist ein land tier nilpferd nilpferd haft kompakt angesichts dessen was in bezug auf hop szene verehrt aber was dessen problem ist nämlich dass er dir öffnet zu personen wie espinosa es der bj kompakt eine einheit und deswegen ist das zukunftsthema wollte eine kleine frage zu den abstufungen und der feindschaft die wir bei carl schmitt graduell gefasst wird ich glaube es sind vier punkte man kann die ja auch typologische übertragen auf die feindschaften der nsdap die in den zwölf jahren theoretisch vorbereitet und exekutiert wurden also zb die etwas weniger schlimme feindschaft zu den angelsachsen und die an ila torische feindschaft zu den juden und zu den bolschewisten und dann angeblich die jüdisch bolschewistischen kommissare und so gibt es ja auch marco schmidt genau diese folie und das gipfelt in der absoluten feindschaft und nirgendwo kann ich mich zumindest nicht erinnern bei carl schmitt steht das diesem grund figur die mit dieser mit dieser wendung von doppler benannt ist dass die nicht all diese gerade fassen kann und eben auch die absolute feindschaft und da man muss man sich doch keine illusionen machen was gerade schmidt damit meinte damit meinte der letztlich die vernichtung ich kann nur nochmals antworten das ist für meinen begriff eine verabsolutierung einer komponente die im extrem vorhanden sein können aber sein ganzes partisan buch spricht von der abwehr des eines nicht gehegten krieges also er hat unentwegt über die möglichkeit nachgedacht wie der feind als als selbst immer noch behandelt wird weil der gehegte kriege unterschied so partisanenkrieg ist die vorbereitung jeder neuen zivilisation und der apokalypse und der technologie das ja auch eindeutige denkt findet ja natürlich so verstehe sie argumentieren wie also wenn ich die taube sätze würde eher sagen sie es ihren eine frage und ideen ein entschuldigung betonen eine 1 1 sie ordnen karl schmidt eine deutung zu die taubes und blumenberg abgelehnt haben und das habe ich sagen ja auch die heißen siebziger und da war ja eine ganze große menge an geheimnissen aufzudecken aber heute wird die afg und die baut auf auf dem freund vereinten prinzip und hat auch absolute feinde relative fallende lieblingsfeinde weniger schlimme feinde aber dieser geisteshaltung gemeinsam ist noch genau dieses prinzip die elf steht es das produkt dessen was ich zu beschreiben versucht habe dass die radikale analysefähigkeit sich niemand traut das ist der punkt die fdp kamen endpunkte auf die verboten sind das ist das denn das ist der grund ihres erfolges und es gibt eine kaffeepause aber da war jemand hier nicht absehbare gesehen aber hinten ist jemand ja sie meinen wenn sie so freundlich noch ein wenig zum problem der verändernden zeit zu sagen das habe ich nicht ganz das problem der verbindenden zeit habe ich nicht ganz verstanden werden so freundlich noch kurz was dazu zu sagen es schwierig dass es kurz zu machen aber ich versuche das so gut es irgend geht es hängt mit thomas hauses zusammen das ist exakt der das ist exakt der punkt den tonne service ich habe das genannt die politische ökologie derzeit in die welt gebracht hat in dem tom des hauses beobachtet wie eine staats eps im internet neu aufgestellt wird tod des königs im moment des todes des königs und klar statue die geordnete zeit der ordo verlängert habe es geht es um hat ein einziges ziel hat ein einziges ziel das interregnum die zeit der ausnahme des bürgerkrieges in eine kontinuität der auto zu bringen und dazu braucht er die apps oder das pronto spitz visuelle power eine verbindung von statue und kontinuität stiften der dauer ist das hauptanliegen von holz deswegen nennt dieses den leviathan das ist eine staats- und dagegen die zerrinnen dezeit die ohne substanz also im sinne der antiliberalen als pure rede als diskurs nicht die zionistische den satan aufführt und in den bürgerkrieg führt das ist diese tiefe tiefe frontstellung zwischen habermas diskursiver öffentlichkeit und der repräsentativen öffentlichkeit die über symbole zur kontinuität zu kommen versucht das steht bei schmidt eben ebenso im zentrum wie bei wie bei haus und schmidt um das abzuschließen denkt sich nicht die kontinuität als ziel wie die haupt sondern er denkt den in der zeit als die möglichkeit die strukturlos zwar in der zeit zu definieren und in ihr gegenteil zu überführen und das ist sein grundkonzept seiner politischen theologie durch der kt schon entscheidet napoleon vielleicht hitler jedenfalls 32 die katholische kirche das kommen des antichristen zu distanzieren das ist die frist fabel und das und dies hat benjamin vollständig übernommen vollständig übernommen wenn sie die geschichtsphilosophischen thesen nehmen dann sind die rein reinisch mit reinster schmidt gesagt die benjamins geschichts angelus novus die geschichtsphilosophischen thesen und karl schmidt sind auge in auge stirn an stirn formuliert ich habe sie nicht gesehen dann nur ja schon vorher in der ersten debatte in versuchung zu zitieren was jetzt fast schlagwort charakter anzunehmen drohten das zitat der feind ist die eigene frage als gestalt um dem seine schärfe und seine wiederzugeben stelle ich einfach die frage ist das nicht ein weiter blick über den eigenen tellerrand und mit wenn man ihn umschrieben sieht in der schrift der begriff des politischen und zwar in der ersten auflage ist das nicht ein weiter blick über diesen tellerrand hinaus der ein gespräch feinde wie es für friedensverhandlungen mit denen man aus bürgerkriegs zuständen hinauskommt notwendig ist ist es nicht dafür geradezu der türöffner nicht möchte aber ich habe die gar nicht spöttisch gemeinte als ich das zuerst gelesen habe spöttisch gemeint nicht spöttisch gemeint sondern anerkennende frage die vers gstaad gebracht die eigene frage als gewalt wo bleibt die eigene frage als gestalt wo bleibt denn da die staatsgewalt die letzte frage kann ich spontan nicht bereit die die die schweiz spricht spricht von der van von dem sterben des staates ist das war ja sein sein punkt von denen das leviathan buch von 1938 kann man durchaus als kritik der mann kann ist man kann ist als kritik der gegenwärtigen verhältnisse lesen also ihre sicht ist meine und ich machen was ihnen zugestehen dass es äußerungen gibt von schmidt der führer schützt das recht ist ein aufsatz keine äußerung wollte ihnen gerade genau das wollte ich gerade sagen entschuldigen sie ich wollte ich wollte eben auf diesen auf diese frage antworten dass sich ihr zustimme dass sie aber die grenze in den punkten hat die sie angesprochen haben und dass man dieses mit bedenken muss diese theoretische der theoretische versuch die bestia lisi hrung des gegners als tier zurückzunehmen in die möglichkeit eine eingebung der ewig existierenden gewaltbereitschaft des menschen darum geht es mit und daneben oder in diesem feld hat der äußerungen getan die einen schaudern lassen das wollte ich eben auch sagen das sind die damit müssen wir umgehen und deswegen habe ich die ich habe dieses vorgebracht um zu verstehen warum ein taubes schmidt als den klügsten menschen der ihm jemals begegnet bezeichnet hat und cowboys verdichtung und nicht politisch ja das ist eigentlich auch jetzt schon überflüssig aber es ist natürlich freund feind und dazwischen ist der gegner sie hatten es sehr vielfältig schon angedeutet wird sie auch der gegner ist jemand mit dem man umgehen kann den feind kann mann umbringen oder muss man umbringen weil es mein leben mein leben und ich glaube wir müssen das alles aus einer abstrakten geschichtlichkeit rausnehmen und müssen bedenken dass das neunzehnte jahrhundert mit der industriellen revolution und erniedrigung des menschen durch den menschen ein eine potenz bei sich führte die sozusagen notwehr möglich machte der name heißt schorsch und man kann die faszination von benjamin schmidt überhaupt nicht richtig verstehen wenn man nicht die frage der gewalt die vor uns steht und mit einem bein steht der gedanken hinter uns langenau das genau das und das hat es in seinem vorwurf von benjamin an dass er ein links faschist sein meine frage meine frage an meine frage an sie wäre wie wie sie meinen letzten punkt bewährten mich ich finde es einfach erschüttern die begriffs los phänomene wie johnson oder dran behandelt werden absolut begriffs los es wird über sie witze gemacht ich kann diese chance einfach nicht mehr hören mit sketchen ich glaube sagen zu können dass man mit schnittchen auch die zeit kategorien mit schnittchen kategorien diese phänomene erklären kann ben johnson taube sagt er gegenüber schmidt § 48 glaube ich wenn die demokratie an der existenz wenn das parlament nicht mehr funktioniert und die demokratie in gefahr ist dann stehe ich völlig auf der seite von schmidt das im extremfall die demokratie durch eine teilzeit diktatur gerettet werden muss johnson macht nichts anderes nicht kommt zum schluss dass das parlament sich in den wärmeren widersprüchlichen und keinen ausweg führenden beschlüssen sich selbst außer kraft gesetzt hat bis zu einer weise dass die demokratie fundamentalen gefahr ist vielleicht sogar in bürgerkrieg droht und schickt das parlament auf zeit ins nichts sein berater ist ein bismarck anhänger der seinen schmidt gelesen hat trump wie gesagt ich ich habe ich kann die witze über krank nicht ertragen was was tut werden die karl schmid souverän ist wer die ausnahme situation beherrscht tram vom ersten sekunde an tut das was benjamin beschrieben hat in den geschichtsphilosophischen thesen was schmidt beschrieben hat als die zeit des bj in dem der souverän regiert allein sagt auftakt auftakt jede zeitliche dauer zu zerschneiden so dass er nach jedem beschluss in dem gegenteil dass er am nächsten tag sagt wieder der souverän ist dass das irrsinnig sste nachdem beschlossen und morgen monreal wo er aufdecken way den beschluss der 5 also sagten eigentlich zu dieser sind vom gegenteil überzeugt verstehen sie ich meine es nur als instrumentellen zugriff begrifflicher art gibt es möglichkeiten über diese kategorien bildung zu abstrahieren was uns so tief bedrückt und das ist meine frage an an schmidt als gegner den wir aber hilft etwas zu verstehen das ist eine wunderbare schlusssatz ich bedanke mich horst [Applaus]Transkript:
(…) Gebeten worden, zu beginnen, zeige ich – das war nicht abgesprochen – einen Titel, der in der Einleitung erwähnt wurde.
Wir wurden 40 Minuten gegeben. Ich hoffe, etwas unter dieser Zeit bleiben zu können.
Steven Holmes, wie bereits erwähnt Beiratsmitglied des Einstein Forums, Professor für politische Theorie an der New York University, ein radikaler Verteidiger der liberalen Gemeinschaft, hat gemeinsam mit Ivan Krastev das im Moment viel diskutierte Buch „Das Licht, das erlosch“ publiziert. Carl Schmitt kommt inhaltlich nur an einer einzigen, aber vielleicht entscheidenden Stelle vor. Ich zitiere:
„Die liberalen Regime urbaner Prägung, die in Osteuropa auf dem Vormarsch sind, verbinden Carl Schmitts Verständnis von Politik als ein melodramatisches Showdown zwischen Freund und Feind mit der institutionellen Fassade der liberalen Demokratie.“
Zitat Ende.
Es gehe darum, die Nation, Zitat wieder, „vor ihren inneren wie äusseren Feinden zu schützen“, Zitat Ende. Um die Politik der postsowjetischen Gesellschaften Osteuropas zu verstehen, müsse man demzufolge Schmitt kennen – nicht, um ihn zum Muster zu nehmen, sondern um diejenigen zu begreifen, die seine Begründung einer illiberalen Politik modellhaft umsetzen.
Nicht anders hat Mark Lilla vor einigen Jahren mit Blick auf China argumentiert. Er zeigte sich befremdet darüber, dass zwei besonders begabte chinesische Studenten eines Seminars sich bei ihm mündlich nicht beteiligt hätten. Sie danach befragt, haben sie in der Sprechstunde geantwortet, dass sie nicht Englisch, sondern Latein und Deutsch als relevante Sprachen erachteten. Englisch sei nicht mehr up to date. Auf die Frage nach dem Latein hätten sie geantwortet, dass es darauf ankomme, die Sprache eines Reiches im Original zu kennen, das über Jahrhunderte hinweg die europäische Welt dominiert habe. Und auf die Frage nach der Bedeutung des Deutschen sei die Antwort gekommen, dass es notwendig sei, Leo Strauss und Carl Schmitt im Original zu lesen.
Zitat:
„Diese Studenten sind besonders interessiert an Schmitts Nachkriegsschriften, in denen er vorausschauend darüber reflektiert, dass die Globalisierung den internationalen Konflikt eher verstärken statt verringern werde – das war im Jahr 1950 – und dass der Terrorismus sich als wirksame Reaktion auf die Globalisierung ausbreiten werde – das war im Jahr 1963.“
Zitat Ende.
Leider nehmen wir beide Äusserungen ernst. So scheint Carl Schmitt aktueller denn je. Dass sich jedoch für jeden, der sich mit Schmitt beschäftigt, latent die Gefahr der Missbilligung, gar der Ächtung stellt, die […] mich nicht unbeteiligt lässt, berichte ich von mir selbst aus, und ich kann nur hoffen, dass Sie das nicht als Selbstbespiegelung bewerten.
Steven Holmes, den ich ja gerade erwähnt hatte, war 1991/92 als Fellow am Wissenschaftskolleg. Durch seine zahlreichen Kontakte zu oppositionellen Kollegen, vor allem in Russland und Ungarn vor 1989, hatte er starke Bindungen so gut wie in den gesamten ehemaligen Ostblock. Und er hat mehrere Länder bei der Aufstellung neuer Verfassungen beraten und teils auch die Feder geführt.
Ich war Mitglied, wie Sie rechts sehen, desselben Jahrgangs, und wir haben unendlich viel über politische Theorie diskutiert. Eines Tages warf er mir Carl Schmitts „Politische Theologie“ mit der Bemerkung auf den Schreibtisch: „Lies das, aber pass auf.“
Mir war Carl Schmitt bekannt, aber als einer der Protagonisten des Dritten Reiches galt er als ein Autor, der so vergiftet war, dass er nicht berührt werden sollte. Ihre Wahl, was mein Fach Kunstgeschichte betrifft, wäre im Kindler vergleichbar einer der grössten Begabungen des Faches, der später der Kunsthistoriker Adolf Hitlers genannt werden konnte: das Bild zeigt hier […] Binder. Das Bild zeigt eine Auswahl, zeigt Binder neben Martin Heidegger auf der Kundgebung der Intellektuellen zum Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund in Leipzig im November 1933.
[…] gehörte zu jenen Personen, die zu sehr in die Verbrechen des Nazi-Regimes verwickelt schienen, als dass es opportun sein konnte, sich mit ihm zu beschäftigen. Dabei aber ging verloren, dass Kinder – um nur ein Beispiel zu nennen – in seinem Buch „Das Problem der Generation in der Kunstgeschichte Europas“ die Formel der Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen geprägt hat. Karl Mannheim hat sie genial genannt und zum Ausgangspunkt zu einer Wissenssoziologie gemacht, und von dort aus wurde und wird diese Formel bis heute als Zeitdiagnose etwa bei Jürgen Habermas oder Niklas Luhmann genutzt, ohne dass der Finder zum Ursprung noch bekannt wird. Die ethisch begründete damnatio memoriae führt in diesem Punkt zu einer Verkürzung der Begriffsgeschichte.
Zu den Mitgliedern des Jahres am Wissenschaftskolleg 91/92 gehörte auch Andrei Plesu, jener Kunsthistoriker und Philosoph aus Bukarest, der unter Ceausescu in die Karpaten verbannt worden war und wenige Tage nach der Revolution von 1989 als Kultusminister in die neue Regierung berufen wurde, später auch Aussenminister wurde. Nach Bukarest zurückgekehrt, begann er die vielleicht kräftigste, anspruchsvollste Einrichtung im gesamten ehemaligen Ostblock zu gründen, das New Europe College, gemeinsam mit dem Wissenschaftskolleg. Ich wurde in den Gründungsbeirat dieser kostbaren Institution berufen.
Bei der Auswahl der ersten Generationen von Fellows, die sich danach sehnten, eine Welt jenseits des Totalitarismus kennenzulernen, lag die erste Überraschung darin, dass bei so gut wie allen Kandidaten unterschiedlichster Disziplinen Heidegger präsent war. Mich verstörte diese Ausrichtung, weil ich – ich mag das kaum sagen, aber es ist so – meine Ablehnung Heideggers über lange Zeit aus dem Grund nicht überwinden konnte, weil mir dessen Sprache in ihrer autoritären Dunkelheit geradezu körperlichen Widerwillen erzeugte. Ja, aber nun kommt es: Erst nach längeren Gesprächen begriff ich, dass Heidegger und Schmitt einer grossen Schicht Intellektualität als ein Code verstanden wurde, der alles verkörperte, verdichtete, was unter der Tat verboten war. Die Beschäftigung mit dem Philosophen des Schwarzwaldes war eine Funktion der Befreiung aus einem totalitären System.
Aus dieser Perspektive heraus habe ich gelernt, nicht mit der […] rumänischen Intellektuellen zu hadern, die es rumänischen Intellektuellen erlaubt hatte, mit Hilfe von Heidegger geistig zu überleben.
Die drei Beispiele zeigen den Preis der Ausblendung von kontaminierten Personen. Die Welt wird dann einfacher, aber auch erkenntnisschwächer. Es ist schwieriger, die Welt in ihrer Verschränkung zu durchdenken, und das scheint mir heute stärker denn je geboten.
Gegenüber Schmitt erlebte ich einen anderen Prozess. Mich hat dessen Sprache von Beginn an geradezu mitgerissen. Darauf bezog sich die Warnung meines Freundes Steven Holmes. Ich verschlang die „Politische Theologie“ und beschäftigte mich dann besonders mit der „Politischen Romantik“. Auf die Nähe von Carl Schmitt zur künstlerischen Avantgarde zu stossen, dann Schmitts irreale Dichtung „Uri Banken“ von 1918 verblüfft zur Kenntnis zu nehmen – das war entscheidend. Entscheidend war aber die Lektüre von „Hamlet oder Hekuba oder der Einbruch der Zeit in das Spiel“.
Ich stiess hier, einigermassen verwirrt, auf den Namen Walter Benjamin. Wie konnte es sein, dass ein Jurist ein literaturgeschichtliches Buch verfasst hatte, das erkennbar in Benjamin einen geistigen Adressaten besass? Und wie war es möglich, dass Schmitt einen Brief Benjamins zitieren konnte, in dem dieser ihm seine tiefe Verehrung bekundet hatte?
Dieses Phänomen habe ich immer wieder mit Helmut Giesler, dem Herausgeber der Tagebücher Schmitts und zahlreicher weiterer Werke, diskutiert. Er bat mich, das Verhältnis zwischen Benjamin und Schmitt im wechselseitigen Dialog zu rekonstruieren, und das Ergebnis habe ich dann 1997 zeitgleich in „Critique“ und […] „Zeitschrift für Philosophie“ publiziert. Die englische Ausgabe habe ich Steven Holmes gewidmet. Mit Giorgio Agamben habe ich diesen Aufsatz sehr lange diskutiert, und er hat diesen dann für sein Buch über die Ausnahmesituation benutzt.
Soweit mein erster Punkt: Annäherung an Carl Schmitt.
Ich stiess in diesem Zusammenhang auf Jacob Taubes, der offenkundig seinerseits von der Beziehung Benjamins zu Schmitt zugleich irritiert und fasziniert war. Diese Geschichte habe ich dann im 2017 erschienenen „Durch den zerstörten Reichstag“ gleichsam […] auf Carl Schmitt zurückzukonstruieren versucht. Viele Punkte sind bekannt, und vermutlich werden sie heute oder morgen detaillierter zur Sprache kommen. Aber vielleicht lohnt es, die Etappen zumindest summarisch aufzuführen.
Taubes war von Schmitt seit den 1950er Jahren fasziniert. Er war für ihn, wie er 1952 schrieb, Zitat: „die geistige Potenz, die alles intellektuelle Geschreibsel um Haupteslänge überragt“. Zitat Ende. Nach einigen Kontakten vermied er jedoch jeden Austausch. Der Antisemitismus stand dazwischen, obwohl ihm Schmitt regelmässig seine Publikationen zusandte. Bisweilen wurde er auch mitgestossen. Das ist ja auch bekannt, so durch Alexandre Kojeve, dem gefeierten Historiker des Endes der Geschichte, nach einem Auftritt an der brodelnden Freien Universität in Berlin im Jahr 1967, der dem verstörten Taubes mitteilte, er reise jetzt zu Schmitt nach Plettenberg, dem einzigen in Deutschland, mit dem zu reden sich lohne.
Drei Jahre danach, 1970, kam ein zweiter Schock in Form jenes von Walter Benjamin mitgesandten Briefes vom Dezember 1930, in dem er ihm sein „Trauerspielbuch“ mit der Eloge widmete, er habe seine wesentlichen Kategorien aus den Schriften von Schmitt und insbesondere aus dessen Überlegungen zur Diktatur übernommen.
Schmitt hatte diesen Brief in seinem Shakespeare-Buch erwähnt, aber in der ersten Briefausgabe war er nicht abgedruckt. Taubes sprach von Zensur. Ob dieser Vorwurf berechtigt ist, muss offen bleiben, aber kein Zweifel besteht darin, dass alle Hinweise auf Carl Schmitt in Benjamins „Trauerspielbuch“ in den gesammelten Schriften bewusst getilgt wurden. Das Schreiben war ein Begleitbrief zu eben dem „Trauerspielbuch“, in dem Benjamin bekundet, von Schmitts Überlegungen zum Souveränitätsbegriff wie auch von dessen Abhandlung über die Diktatur, wie gesagt, zutiefst profitiert zu haben. Benjamins Kunstphilosophie sei durch Schmitts Staatsphilosophie […] bestätigt. Über alle Höflichkeitsformeln hinaus zeugt das Schreiben von Benjamins höchster Wertschätzung gegenüber Schmitt.
Unter dem Eindruck der Lektüre dieses Schreibens verfasste Taubes wohl im Juli 1970 einen mehrseitigen Brief an Schmitt. Da dieser an den Folgen eines Herzanfalls litt, sandte Taubes sein Schreiben, das eine erste tiefgreifende Analyse von Benjamins Brief enthielt, jedoch nicht ab. Unabhängig von diesem Versäumnis stellt Taubes’ Brief ein Antwortreservoir auf die Frage dar, warum Carl Schmitt für Intellektuelle, die ihm in so gut wie jeder Hinsicht entgegenstanden, attraktiv sein konnte.
Schmitts Äusserungen am Beginn der Naziherrschaft seien unverzeihlich. Aber Taubes konnte zu seinem eigenen Erschrecken nicht umhin, sich einzugestehen, dass er, ich zitiere wieder Taubes, „Schmitt auch heute noch als den bedeutendsten Kopf in Deutschland“ anerkenne, „trotz aller Intelligenzia in und um die Frankfurter Schule und ihren Dependancen in Hannover, Berlin und Starnberg“. Zitat Ende.
Es geht so weiter. Dann Habermas vom linken Faschismus sprechen. So dürfe er nicht verschweigen, dass dieser wiederum, Zitat, „bei Benjamin ein nicht kleines Problem darstellt und bei allen Benjaminianern ein Kreuz bleibt“. Zitat Ende.
Möglicherweise war Taubes’ Herabsetzung von Benjamin ein Akt der Selbstbefreiung. Taubes bezeichnete sich als Linken, gab aber kurz vor seinem Tod in Heidelberg zu verstehen, dass dies nicht seine Überzeugung entsprochen habe, sondern vielmehr eine Einsicht in die Notwendigkeit, in Sprüngen etwas zu verändern.
Schmitt gab Taubes das Stichwort, eine Welt jenseits der fixierten Gewissheiten wahrzunehmen, in der es um 1930 wieder, Zitat, „ganz andere Konstellationen und Fronten gab als die, die nachher geschichtlich wurden“. Zitat Ende.
Im selben Moment schrieb Hans Blumenberg, der eine besonders enge Beziehung zu Taubes eingegangen war […] – das sind die Annotationen auf dem Titelblick, die Artikel auf der Titelseite, die Schmitt […], das ganze Buch ist voll mit diesen Bemerkungen, also eine sehr, sehr enge publizierte Beziehung zwischen Blumenberg und Schmitt. Blumenberg schreibt Taubes, er solle seine tripolitische Attitüde aufgeben und persönlichen Kontakt mit Schmitt aufnehmen. Blumenbergs Brief ist ein entsprechendes Dokument dafür, dass die Beziehung zu Schmitt als eine Art Lackmustest gewertet wurde, und zwar dafür, bis zu welchem Grad wirkliche Toleranz oder ob Scheinheiligkeit vorherrsche.
Zitat Blumenberg an Taubes:
„Sie brüsten sich, den persönlichen Kontakt mit dem bald 90-Jährigen zu meiden, weil er vor fast einem halben Jahrhundert wahrlich abscheuliche Dinge geschrieben hat, aber das intellektuelle Feingehabe des Wer-noch, Wer-nicht-mehr widert mich an.“
Zitat Ende.
Dies hat gewirkt. In einem Schreiben vom November 1977 verband Taubes einen Gruss an Schmitt mit dem Sprachbild, würde ihm seine Hand über einen Abgrund hinweg reichen. Schmitts Antwort hat Taubes entwaffnet. In den folgenden Jahren besuchte Taubes ihn insgesamt dreimal in Plettenberg. Diese Begegnungen fasste er mit den Worten zusammen – wir haben das vorhin schon zitiert gehört –: „In Plettenberg hatte ich die stürmischsten Gespräche, die je in deutscher Sprache geführt wurden.“ Zitat Ende.
Nach dem Tod Carl Schmitts im Jahr 1987 wurde Taubes wegen seiner Nähe zu Schmitt von Personen angegriffen, die ihm den Mangel an Eindeutigkeit vorwarfen, die er im Kontakt mit Schmitt ja gerade hatte überwinden wollen. Die Veranstaltung im Maison Heinrich Heine war eine Art Tribunal. Taubes verteidigte sich nicht nur mit Benjamins Verehrung […] von Schmitt, sondern mit der Anwendung von Schmitts Diktum, das dieser seinerseits von Theodor Däubler übernommen hatte: „Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt.“
Im Februar 1987 widmete Taubes eine seiner vier Vorlesungen zum Römerbrief in Heidelberg – von der, von Jan Assmann, werden wir vielleicht Genaueres hören – unredigiert, in seiner rohen und unverstellten, teils zornigen und bitteren Klarheit, sowohl befremdend wie auch anziehend, ist diese Vorlesung ein Schlüssel für das Phänomen einer sich steigernden Aktualität Schmitts. Auch bei diesem Anlass, bei dem Taubes über seine Beziehung zu Schmitt eine Art Rechenschaft ablegte, spielte der Benjamin-Brief eine zentrale Rolle.
Im Mai desselben Jahres 1987 kam dann – das kennen Sie ja, denke ich, alle – posthum Taubes’ Publikation „Ad Carl Schmitt. Gegenstrebige Fügung“ im Merve Verlag als Sammlung von Reflexionen über sein Verhältnis zu Schmitt heraus. Es war eine Verteidigungsschrift, die auf den Verdacht seitens Personen reagierte, die eher an Klarheit als an Zwischentönen interessiert waren. Diese kleine Schrift „Ad Carl Schmitt“ flog mit dem lateinischen Doppelsinn des „ad“ – sowohl zu wie auch gegen – spielen war und ist dieser Text einer der meistübersetzten und wohl auch meistgelesenen Texte zu Carl Schmitt. Den Benjamin-Brief nannte er in dieser Schrift, auch ein bekanntes Zitat, „eine Mine, die unsere Vorstellung von der Geistesgeschichte der Weimarer Republik explodieren lässt“. Zitat Ende.
Ein dritter Punkt: Taubes als Modell der Attraktion von Schmitt.
Im ersten Satz seiner Schrift „Ad Carl Schmitt“ hat Taubes betont, dass dieser ihn als Juden zu jenen hätte rechnen müssen, die er als Feind bezeichnet habe. Dennoch wolle er ihm seine Ehrfurcht bezeugen. Die Gründe für diese ungewöhnlich hohe Form der Wertschätzung sind aufschlussreich. Ich versuche sie in sieben Punkten zusammenzufassen.
Der erste Grund liegt darin, dass Taubes Schmitt ohne Frage als die bedeutendste intellektuelle Kapazität begriffen hat, der er in seinem gesamten Leben begegnet ist. In Anlehnung an Kojeve hat er ihn in unterschiedlichen Sendungen als den klügsten Menschen, der in deutscher Sprache anzutreffen sei, bezeichnet. Aber Klugheit ist zunächst eine neutrale Kategorie.
Der zweite, qualitativ zu bezeichnende Grund war die Absage an das Links-Rechts-Schema. Schmitts „Theorie des Partisanen“ hat viele Vertreter der Linken, die sich auf der Grenze zwischen dem Gang durch die Institutionen und dem Terror befanden, zutiefst fasziniert, und auch sie sind nach Plettenberg gepilgert. Aber dies war es eben nicht, was Taubes interessierte. Ihm ging es – und hier ähnlich der zweite Grund – um die Überwindung der moralisch eingefrorenen politischen Festschreibungen zugunsten einer Komplexitätssteigerung, die sich Zuordnungen dieser Art instinktiv widersetzte.
Das Rückgrat dieser Überlegung bietet die offenkundige Verehrung, die eben Walter Benjamin Schmitt gegenüber in verschiedenen Äusserungen wie auch in seinem „Trauerspielbuch“ bezeugt hat. Als wollte er sich von den ubiquitär zu vernehmenden Bekenntnissen zu Benjamin wie in einem Interview, wie in einem […] befreien, hat Taubes verneint, dass Benjamin Schmitt ebenbürtig sei. Es schmerzt, diese Zeilen zu lesen, aber sie verdeutlichen, mit welcher Brachialgewalt sich Taubes von ethischen Fixierungen der Geschichte zu lösen versucht.
Möglicherweise spielt in dieses Motiv als dritter Grund auch das Anliegen der Vergebung hinein, oder zumindest die Distanz gegenüber einem selbstgewissen Rechnen. Stabes hatte Blumenberg von Taubes gefordert, es gelte, sich dem gültigen Ordnungsschema zu widersetzen. Wenn der sich selbst als Erzjude bezeichnende Taubes Verständnis für Schmitt äussert, um die Frage zu stellen, wie er selbst in den Jahren 1933 und 1934 reagiert hätte, und wenn er sich davon abwendet, wieder, Zitat, „Richter zu spielen – ich bin nicht der Richter“, dann wird dies wie eine stellvertretende Geste einer Generation, die den Kampf mit den Vätern, unabhängig davon ob jüdisch oder nicht, ihrerseits in einer Gnadenlosigkeit geführt hatte, die dem Phänomen, das hier an den Pranger gestellt wurde, nicht gleichkam – natürlich nicht –, aber doch in der Entschiedenheit systematisch verwandt war.
Als vierte, bei Taubes diese generationsspezifische Seite hinzugekommene […] hat er sich stellvertretend für seine nichtjüdischen Zeitgenossen immer wieder verwundert, warum ein Gegner des Liberalismus für die Verfechter desselben von Bedeutung und Wert sein kann. Taubes und […] Licht der vierte Grund für die Attraktivität von Schmitt hat dies in die entwaffnende Formel gebracht, dass das Leben selbst nicht liberal sei. Sich als liberal auszugeben und das Leben als ein liberales zu führen, sei kein Verdienst, sondern ein Luxus, der auf Kosten anderer […] des Abstraktesten des Liberalismus ausgerufen sei: politisches, Zitat, „Biedermeier“. Man müsse wissen, dass es erkauft sei mit dem Elend von anderen, die nicht in dieses Privileg gelangen konnten, und man müsse auch erkennen, dass das Eis, auf dem der Liberalismus schwimme, dünn sei. Den Liberalismus zu verteidigen heisse daher, seine Kosten mit zu bedenken, zu berechnen, und dieses Gebot sei von niemandem so traurig und so klar definiert worden wie von Carl Schmitt.
Entscheidend ist, und hier im fünften Grund, dass Schmitt ein Theoretiker des Abrisses war. In der Formel „Wo […] Person hat“ erklärt Taubes Schmitt […] in diesem Akzent als seinen Geistesverwandten, der die Frage der Gemeinschaft nicht als Festigung des kontinuierlich klärenden Diskurses, sondern als Bewältigung des Risses der Kontinuität durchdenkt. Daher Taubes’ Abneigung gegenüber Habermas. Favorisiert wird Schmitts Fixierung der Krise als Normalfall und der Ausnahme als splitterhafter Spiegel des Allgemeinen. All dessen, was Schmitt als Hobbes’ Versuch des zwanzigsten Jahrhunderts zu einem hoffnungslosen Verteidiger des Leviathan und damit Taubes zu einem einzigartigen Staatsphilosophen gemacht habe. Er durchdenkt all jene Kräfte, welche die neutralisierende Kraft des Staates, wie Hobbes sie konzipiert habe, unterminieren, als Vernichter einer Liberalität, die allein staatlich und kirchlich gewährleistet sein kann. Er erkennt deren Untergang und durchdenkt die Konsequenzen einer autoreferentiellen Gegenwart.
Als sechster Grund ist mit der Kategorie der Zeit die politische Ökologie der Zeit gegeben. Für Taubes ist Schmitt ein unvergleichlich anregender Staatsphilosoph, der wie niemand seit Thomas Hobbes das Problem der endenden Zeit als ein konstitutives Element der Politik kannte. Zeit sei Frist, Zitat „Galgenfrist“, und dies gelte auch für Schmitt. […] Der Grund, dass die Zeit des Redens als Zeit der vergoldeten Frist zum Wunsch nach Deeskalation führe, der, wenn er verpasst wird, die sich steigernde grenzenlose Rhetorik zum Blutvergiessen gelangen lasse.
Entscheidend für Taubes, und dies ist der siebente und letzte Grund, ist die Attraktion Schmitts darin, dass er gegen alle Soziologen der Statistik und alle Politologen der Machtphysik die überragenden Bilder des Mythos für real hielt als die harten Fakten des Positivismus. Wenn den Mythen vorgeworfen werde, dass sie interessengeleitet und biegsam seien, dann sei dies eine Selbsttäuschung. Zitat Taubes: „Nichts kann ferner von den wirklichen Verhältnissen sein als dieses historistische Vorurteil.“ Zitat Ende.
Ja, soweit mein Versuch, die Gründe, warum sich Taubes mit Schmitt als einem […] gleichsam verbrüdert hat, zu systematisieren.
Sie werden, denke ich, eine persönliche Stellungnahme erwarten, und ich will mich nicht um diese drücken. In den letzten Punkten der Attraktion von Schmitt liegt für mich selbst der Anlass, ihn für unverzichtbar zu halten. Aus all diesen Gründen, mit Blick auf Hobbes und Schmitt, habe ich versucht, die Metapherngeschichte des Leviathan und […] als den beiden Monster einer politischen Ikonologie der Zeit zu verfolgen, um Prozesse der Gegenwart begreifen zu können.
Mein Freund Steven Holmes hat mir erläutert – und insofern möchte ich sein eingangs zitiertes Zitat zum Problem machen –, dass die Ablehnung und […] des Freund-Feind-Schemas übersieht, dass dieses der Einhegung von Gewalt dient und nicht etwa zu deren Expansion. Die deutsche Formel vom Feind, der die eigene oder unsere eigene Frage in Gestalt sei, lehrt, dass im antagonistischen Gegenüber das Selbst so sehr steckt, dass es nicht als ein absolutes Negatives wahrzunehmen ist. Die Formel dient der Vermeidung der grenzenlosen Gewalt von Bürgerkrieg und Terror.
Damit eine solche Einhegung gelingen kann, bedarf es der Zeit und des Raumes des Staates als die entscheidende Kategorie, aus der heraus ein Reflexionsgrad zu gewinnen ist, in dem sich die eigenen Fragestellungen durch das feindliche, so definierte feindliche Gegenüber soweit herauskristallisieren, dass sie dialogfähig überhaupt erst werden. Hierin liegt die Grundkonstellation, aus der heraus jedwede Gegenwart zu befragen ist.
Im Moment geschieht ein umfassender Angriff auf den seit 1651 geltenden Gesellschaftsvertrag, der das Gewaltmonopol an den Staat übergibt, die Privatbereiche schützt und vor der Observierung distanziert. Im Moment aber werden alle Räume und die zeitlichen Abstände annihiliert. Raum und Zeit fallen ubiquitä rzusammen, und dies erzeugt nicht das Gefühl, sondern, ich denke, man kann es so formulieren, das klare Bewusstsein einer umfassenden, die Individualität strangulierenden Gewalt, unsere Gefangenschaft im Takt des Augenblicks, im fast vollständigen […] Verlust.
Auch angesichts des Phänomens, dass in dieser Situation eine Ethik der Diversität entstanden ist, die alles umgreift, aber alles, was nicht lupenrein zu ihr passt, mit einem unbefriedigten Hass verfolgt, ist mir Franz Neumann […] wichtig geworden. Als Syndikus der Sozialdemokratischen Partei musste Neumann bereits im März 1933 fliehen. Er war ein Schüler Carl Schmitts, der sich bei ihm habilitieren wollte. Im Exil publizierte er 1942 in London eine abgründige Analyse des NS in Frontstellung zu Schmitt, aber unter Verwendung all seiner Kategorien. Neumann denkt den NS keinesfalls als ein hierarchisches System – was für ein Irrtum –, sondern als einen Vierkampf zwischen Partei, Staat, Wirtschaft und Militär, ein Vierkampf, der sein Gewaltpotential […] nach unten und nach aussen drückt. Die Unübersehbarkeit dieses staatlosen inneren Bürgerkrieges des NS scheint wie ein Menetekel.
Meinen Schluss, und damit ende ich: In Franz Neumanns Suche nach der eigenen Frage in Gestalt liegt mein eigener Zugang zu Carl Schmitt.
[Applaus]
Ganz herzlichen Dank. Das war eigentlich eine glückliche Fügung mit Steven Holmes. Ich habe versucht, ihn zu bewegen, hierherzukommen, aber es ist mitten im Semester in New York. Und jetzt können wir aber sehr gut mit deinen Ausführungen beginnen.
Gibt es noch Fragen? […]
Jan Assmann:
Ja, ich habe zwei Fragen. Das eine: Ich habe den „Begriff des Politischen“ auch gelesen und nicht den Eindruck gehabt, dass es hier keine Einhegung gebe. Der Satz geht ja weiter: „Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt, und er wird uns, wir ihn, zum Tode hetzen.“ Das klingt nicht nach Einhegung.
Und dann hat mich verblüfft – ich hatte schon bei […] –, in jedem Fall war ich verblüfft zu hören, dass Thomas Hobbes zu Carl Schmitts Feinden gehört, und fühlte mich jetzt an sich in meinem Eindruck bestätigt, dass Sie doch Carl Schmitt als den Thomas Hobbes des zwanzigsten Jahrhunderts sehen. So habe ich das auch immer verstanden. Aber was meinen Sie jetzt zu diesem Widerspruch? Könnte man das noch einmal auflösen?
Horst Bredekamp:
Also, Carl Schmitt und Thomas Hobbes – Widerspruch zu Spinoza ganz klar, aber diese beiden? Zum ersten: Carl Schmitt hat den Nachsatz niemals zitiert. Es bleibt allein, nach meinem Wissen – er hat auch die Quelle überhaupt nicht benannt –, allein der Begriff „Der Feind ist die eigene Frage als Gestalt“. Heinrich Meier hat, glaube ich, in den 80er Jahren die vollständige Fassung überhaupt entdeckt, dass dieses Diktum überhaupt nicht von Schmitt stammt, sondern […] von Däubler. Insofern nämlich: dieses Diktum, wie Schmitt es allein zitiert, und ich glaube, dass es an dem Prinzip der Einhegung des Bürgerkrieges – das ist ja der ganze Sinn des Freund-Feind-Schemas – festhält. Der Krieg soll eingehegt werden.
Jan Assmann:
Also wozu sonst?
Horst Bredekamp:
Nein, gerade nicht. Aus der inneren Logik von Schmitt kommt es entscheidend darauf an, im Feind nicht das Tier zu sehen, sondern das Gegenüber, das ich selbst in feindlicher Position bin. Das ist ein entscheidender Ansatz. Das ist etwas völlig anderes als die Bestialisierung des Gegners im Bürgerkrieg, wie wir das erleben. Und ich möchte das massiv betonen. Das ist […] ich will Schmitt nicht verteidigen. Ich habe, glaube ich, gesagt, dass er meine eigene Frage als Feind ist. Schmitt ist mein Feind, aber er ist meine Frage, das ist mein Punkt. So ähnlich, wie Taubes gesagt hat: Ich möchte Schmitt nicht verteidigen.
Zu der zweiten Seite: die politische Theologie, die Theologie der Politik, dort war für mich entscheidend die Zeitbestimmung, also die Ausnahme und die absolute Nähe zu Benjamin, der Schock als die Wahrheit, nicht die Kontinuität, die tiefe Nähe zur Avantgarde […] bis zu Warhol, die Serie „Now what love is now“, worüber […] dieses grosse Buch über die Plötzlichkeit geschrieben hat, in die sich Schmitt einfach einfügt mit dieser Bestimmung: die Ausnahme, der Schock, der Riss erklärt alles. Das hat mich fasziniert, in die Nähe zur Avantgarde ihn platzieren zu können.
Sie können den zweiten Punkt – ist nun Hobbes Feind, Vorbild, beides? Erst beides natürlich. Hobbes ist für ihn der Grösste überhaupt, der Einzige, der ihm ebenbürtig ist. Aber zugleich ist er auch derjenige, der den Staat preisgegeben hat. Das hat er in seinen Überlegungen zu dem Frontgebiet […] durchgeführt, in dem er sagt: Hobbes kreiert eine Fassade, hinter der sich die Sekundärinstanzen, die Gemeinschaften, die Verbände, die nichtstaatlichen Institutionen ausbreiten können, so dass die Fassade das Versteckspiel von Instanzen oder Personen darstellt, die vis-à-vis dem Staat opponieren können. Und dann kommt die wahnwitzige Volte, dass er argumentiert – darüber habe ich mein zweites Buch, also den „Arbeiter im Leviathan“, geschrieben –, dass der […] ein Landtier, nilpferdhaft kompakt, angesichts dessen, was in Bezug auf Hobbes so verehrt wird, aber was dessen Problem ist, nämlich dass er öffnet zu Personen wie Spinoza. […] kompakt, eine Einheit. Und deswegen ist das Zukunftsthema […]
Frage aus dem Publikum:
Ich wollte eine kleine Frage zu den Abstufungen der Feindschaft, die bei Carl Schmitt graduell gefasst werden, stellen. Ich glaube, es sind vier Punkte. Man kann die ja auch typologisch übertragen auf die Feindschaften der NSDAP, die in den zwölf Jahren theoretisch vorbereitet und exekutiert wurden, also z. B. die etwas weniger schlimme Feindschaft zu den Angelsachsen und die annihilatorische Feindschaft zu den Juden und zu den Bolschewisten und dann angeblich die jüdisch-bolschewistischen Kommissare und so. Gibt es bei Carl Schmitt genau diese Folie? Und das gipfelt in der absoluten Feindschaft. Nirgendwo, zumindest kann ich mich nicht erinnern, steht bei Carl Schmitt, dass diese Grundfigur, die mit dieser Wendung von Däubler benannt ist, nicht all diese Grade fassen kann und eben auch die absolute Feindschaft. Da muss man sich doch keine Illusionen machen, was gerade Schmitt damit meinte – damit meinte er letztlich die Vernichtung.
Horst Bredekamp:
Ich kann nur nochmals antworten: Das ist für meinen Begriff eine Verabsolutierung einer Komponente, die im Extrem vorhanden sein kann. Aber sein ganzes Partisanenbuch spricht von der Abwehr eines nicht gehegten Krieges. Er hat unentwegt über die Möglichkeit nachgedacht, wie der Feind als Selbst immer noch behandelt wird, weil der gehegte Krieg im Unterschied zum Partisanenkrieg die Vorbereitung jeder neuen Zivilisation und der Apokalypse und der Technologie ist. Das findet er natürlich auch.
Publikumsfrage:
So verstehe ich Sie argumentieren. Wenn ich Taubes lese, würde ich eher sagen, Sie […] betonen eine Einhegung, die Taubes und Blumenberg abgelehnt haben. Und das, habe ich gesagt, die heissen siebziger Jahre, da war eine ganze grosse Menge an Geheimnissen aufzudecken. Aber heute wird die AfD – und die baut auf dem Freund-Feind-Prinzip auf und hat auch absolute Feinde, relative Feinde, Lieblingsfeinde, weniger schlimme Feinde – diese Geisteshaltung gemeinsam ist doch genau dieses Prinzip.
Horst Bredekamp:
Die AfD ist das Produkt dessen, was ich zu beschreiben versucht habe: dass die radikale Analysefähigkeit sich niemand traut. Das ist der Punkt. Die AfD kann Endpunkte aufrufen, die verboten sind. Das ist der Grund ihres Erfolges.
Es gibt eine Kaffeepause, aber da war jemand hier […]
Publikumsfrage:
Wären Sie so freundlich, noch ein wenig zum Problem der verrinnenden Zeit zu sagen? Das habe ich nicht ganz verstanden.
Horst Bredekamp:
Es ist schwierig, das kurz zu machen, aber ich versuche das so gut es geht. Es hängt mit Thomas Hobbes zusammen. Das ist exakt der Punkt, den Thomas Hobbes in die Welt gebracht hat, indem Hobbes beobachtet, wie eine Staatsidee im Interregnum neu aufgestellt wird. Tod des Königs: Im Moment des Todes des Königs […] endet die geordnete Zeit, der ordo. Hobbes geht es um ein einziges Ziel: das Interregnum, die Zeit der Ausnahme, des Bürgerkrieges, in eine Kontinuität der Ordnung zu bringen. Und dazu braucht er […] eine Verbindung von Statue und Kontinuität stiftender Dauer. Das ist das Hauptanliegen von Hobbes. Deswegen nennt er dieses den Leviathan, das ist eine Staats[…] und dagegen die verrinnende Zeit, die ohne Substanz, also im Sinne der Antiliberalen, als pure Rede, als Diskurs, nicht die kontinuierliche Ordnung, den Satan aufführt und in den Bürgerkrieg führt. Das ist diese tiefe Frontstellung zwischen Habermas’ diskursiver Öffentlichkeit und der repräsentativen Öffentlichkeit, die über Symbole zur Kontinuität zu kommen versucht. Das steht bei Schmitt ebenso im Zentrum wie bei Hobbes.
Und Schmitt, um das abzuschliessen, denkt sich nicht die Kontinuität als Ziel wie Hobbes, sondern er denkt den Riss in der Zeit als die Möglichkeit, die Strukturlosigkeit in der Zeit zu definieren und in ihr Gegenteil zu überführen. Und das ist sein Grundkonzept seiner politischen Theologie: der Katechon entscheidet – Napoleon, vielleicht Hitler, jedenfalls 1932, die katholische Kirche –, das Kommen des Antichristen zu distanzieren. Das ist die Frist-Fabel. Und dies hat Benjamin vollständig übernommen. Wenn Sie die geschichtsphilosophischen Thesen nehmen, dann sind die reinster Schmitt, die Benjamins Geschichtsphilosophie, der Angelus Novus, die geschichtsphilosophischen Thesen und Carl Schmitt sind Auge in Auge, Stirn an Stirn formuliert.
Weitere Publikumsfrage:
Ich habe schon vorher in der ersten Debatte versucht zu zitieren, was jetzt fast Schlagwortcharakter anzunehmen droht, das Zitat „Der Feind ist die eigene Frage als Gestalt“. Um dem seine Schärfe und seine […] wiederzugeben, stelle ich einfach die Frage: Ist das nicht ein weiter Blick über den eigenen Tellerrand? Und wenn man ihn umschrieben sieht in der Schrift „Der Begriff des Politischen“, und zwar in der ersten Auflage: Ist das nicht ein weiter Blick über diesen Tellerrand hinaus, der ein Gespräch mit Feinden, wie es für Friedensverhandlungen, mit denen man aus Bürgerkriegszuständen hinauskommt, notwendig ist – ist es nicht dafür geradezu der Türöffner?
Horst Bredekamp:
Ja.
Publikumsfrage:
Ich möchte – aber ich habe das gar nicht spöttisch gemeint, als ich das zuerst gelesen habe –, sondern anerkennend gefragt: Wo bleibt denn da die Staatsgewalt?
Horst Bredekamp:
Die letzte Frage kann ich spontan nicht beantworten. […] Er spricht vom Sterben des Staates, das war ja sein Punkt, des Leviathan-Buchs von 1938. Das kann man durchaus als Kritik der gegenwärtigen Verhältnisse lesen.
Also: Ihre Sicht ist meine. Ich möchte Ihnen zugestehen, dass es Äusserungen gibt von Schmitt – „Der Führer schützt das Recht“ ist ein Aufsatz, keine Äusserung […]
Genau das wollte ich gerade sagen. Entschuldigen Sie. Ich wollte eben auf diese Frage antworten, dass ich Ihnen zustimme, dass sie aber die Grenze in den Punkten hat, die Sie angesprochen haben, und dass man dieses mit bedenken muss: dieser theoretische Versuch, die Bestialisierung des Gegners als Tier zurückzunehmen in die Möglichkeit einer Einhegung der ewig existierenden Gewaltbereitschaft des Menschen – darum geht es Schmitt. Daneben, oder in diesem Feld, hat er Äusserungen getan, die einen schaudern lassen. Das wollte ich eben auch sagen. Damit müssen wir umgehen. Deswegen habe ich das vorgebracht, um zu verstehen, warum ein Taubes Schmitt als den klügsten Menschen, dem er jemals begegnet ist, bezeichnet hat, und […] seine Verdichtung, nicht politisch.
Publikumsfrage:
Ja, das ist eigentlich auch jetzt schon überflüssig, aber es ist natürlich Freund, Feind, und dazwischen ist der Gegner. Sie hatten es sehr vielfältig schon angedeutet. Der Gegner ist jemand, mit dem man umgehen kann, den Feind kann man umbringen oder muss man umbringen, weil es mein Leben ist. Ich glaube, wir müssen das alles aus einer abstrakten Geschichtlichkeit rausnehmen und müssen bedenken, dass das neunzehnte Jahrhundert mit der industriellen Revolution und Erniedrigung des Menschen durch den Menschen eine Potenz bei sich führte, die sozusagen Notwehr möglich machte. Der Name heisst Georges Sorel. Man kann die Faszination von Benjamin und Schmitt überhaupt nicht richtig verstehen, wenn man nicht die Frage der Gewalt, die vor uns steht und mit einem Bein hinter uns, mitdenkt.
Horst Bredekamp:
Genau das, genau das. Und das hat er in seinem Vorwurf von Benjamin, dass er ein Linksfaschist sei […]
Publikumsfrage:
Meine Frage an Sie wäre, wie Sie meinen letzten Punkt bewerten. Mich erschüttert die Begriffslosigkeit, mit der Phänomene wie Johnson oder Trump behandelt werden. Absolut begriffslos. Es wird über sie Witze gemacht. Ich kann diese Witze einfach nicht mehr hören, diese Sketche. Ich glaube sagen zu können, dass man mit Schmitts Kategorien diese Phänomene erklären kann. Boris Johnson – Taubes sagt ja gegenüber Schmitt, Paragraf 48 glaube ich: Wenn die Demokratie an der Existenz, wenn das Parlament nicht mehr funktioniert und die Demokratie in Gefahr ist, dann stehe ich völlig auf der Seite von Schmitt, dass im Extremfall die Demokratie durch eine Zeitdiktatur gerettet werden muss. Johnson macht nichts anderes. Er kommt zum Schluss, dass das Parlament sich in lauter widersprüchlichen und in keinen Ausweg führenden Beschlüssen selbst ausser Kraft gesetzt hat bis zu einer Weise, dass die Demokratie fundamental in Gefahr ist, vielleicht sogar Bürgerkrieg droht, und schickt das Parlament auf Zeit ins Nichts. Sein Berater ist ein Bismarck-Anhänger, der seinen Schmitt gelesen hat.
Trump, wie gesagt: Ich kann die Witze über Trump nicht ertragen. Was tut Trump? Mit Carl Schmitt: Souverän ist, wer die Ausnahmesituation beherrscht. Trump vom ersten Moment an tut das, was Benjamin beschrieben hat in den geschichtsphilosophischen Thesen, was Schmitt beschrieben hat als die Zeit des […] in dem der Souverän regiert, allein sagt: Auftakt, Auftakt, jede zeitliche Dauer zu zerschneiden, so dass er nach jedem Beschluss das Gegenteil am nächsten Tag sagt. Wieder der Souverän ist es, der das Irrsinnigste beschliesst und morgen moralisch das Gegenteil davon sagt. Also: zu dieser Zeit sind wir vom Gegenteil überzeugt. Verstehen Sie? Ich meine es nur als instrumentellen Zugriff begrifflicher Art. Gibt es Möglichkeiten, über diese Kategorienbildung zu abstrahieren, was uns so tief bedrückt? Und das ist meine Frage an Schmitt als Gegner, der uns aber hilft, etwas zu verstehen.
Das ist ein wunderbarer Schlusssatz. Ich bedanke mich, Horst.
[Applaus]
Rückfragen an #chatGPT
Carl Schmitt ist für seine eigenen Feinde attraktiv, weil er Begriffe und Unterscheidungen liefert, mit denen sich politische Wirklichkeit schärfer fassen lässt als mit moralisch beruhigten, liberalen oder rein soziologischen Sprachen.
Bei Bredekamp läuft das ungefähr auf sieben Motive hinaus, die er vor allem über Jacob Taubes entfaltet:
- Schmitt als intellektuelle Potenz
Taubes habe Schmitt als ausserordentlich klugen, vielleicht überragenden Kopf wahrgenommen. Attraktivität beginnt hier nicht mit Zustimmung, sondern mit intellektueller Wucht. - Auflösung moralisch fixer Lager
Schmitt sprengt das Links-Rechts-Schema und andere eingefrorene Zuordnungen. Gerade für Gegner wird er interessant, weil er nicht in den vertrauten moralischen Raster passt. - Distanz zum Richtergestus
Wer sich mit Schmitt beschäftigt, muss die bequeme Pose des nachträglichen Richtens aufgeben. Bredekamp zeigt das bei Taubes als Bewegung weg von moralischer Eindeutigkeit hin zu schwierigerer Beobachtung. - Schmitt als Kritiker des Liberalismus
Schmitt macht sichtbar, dass liberale Ordnungen nicht einfach unschuldig oder kostenfrei sind. Er zwingt dazu, die Voraussetzungen, Kosten und Gewaltunterlagen des Liberalismus mitzudenken. - Krise, Ausnahme, Bruch
Schmitt ist für Bredekamp ein Denker der Krise, des Risses, der Ausnahme. Das macht ihn attraktiv für alle, die Politik nicht als ruhige Normalität, sondern als Gefährdung, Unterbruch und Entscheidung begreifen wollen. - Politische Ökologie der Zeit
Schmitt denkt Politik über Frist, Aufschub, Katechon, Interregnum. Das interessiert Bredekamp stark: Politik nicht nur als Ordnung im Raum, sondern als Kampf um Zeitgewinn und Aufschub. - Ernstnehmen von Mythos und Bildmacht
Schmitt nimmt Bilder, Mythen und symbolische Formen politisch ernst. Gegen positivistische oder rein statistische Zugriffe wirkt das für Gegner attraktiv, weil hier tiefere Antriebe des Politischen sichtbar werden.
Der entscheidende Zusatz von Bredekamp ist aber:
Er versucht Schmitt nicht als Theoretiker der Entgrenzung, sondern als Denker der Einhegung zu lesen. Das Freund-Feind-Schema soll bei ihm gerade nicht die totale Vernichtung befördern, sondern den Feind als Gegenüber bestimmbar machen, damit Bürgerkrieg und grenzenlose Gewalt eingehegt werden können. Genau darin sieht Bredekamp den produktiven, auch für Gegner nutzbaren Kern.
Der kürzeste Satz wäre also:
Schmitt ist für seine Feinde attraktiv, weil er hilft, politische Konflikte begrifflich ernst zu nehmen, ohne sie sofort moralisch zu entschärfen.

Hier ist eine Zusammenfassung des Vortrags von Horst Bredekamp über Carl Schmitt:
- Bredekamp beginnt mit einer Diskussion über Carl Schmitts Konzept des “Feindes” und wie es sich auf die politische Ideologie bezieht. Er argumentiert, dass Schmitts Idee des Feindes nicht dazu dient, Gewalt zu erweitern, sondern sie einzudämmen. Der Feind, so argumentiert er, ist nicht ein absolutes Negativ, sondern ein notwendiger Teil der politischen Landschaft, der dazu dient, grenzenlose Gewalt und Bürgerkrieg zu vermeiden.
- Er spricht auch über die Rolle von Zeit und Raum in Schmitts Theorie. Für Schmitt sind Zeit und Raum entscheidende Kategorien, um einen Grad der Reflexion zu gewinnen, in dem die eigenen Fragen durch das feindliche Gegenüber so herauskristallisiert werden, dass sie dialogfähig werden.
- Bredekamp diskutiert auch die aktuelle politische Landschaft und wie sie sich auf Schmitts Theorien bezieht. Er argumentiert, dass es derzeit einen umfassenden Angriff auf den seit 1751 bestehenden Gesellschaftsvertrag gibt, der das Gewaltmonopol an den Staat übergibt. Dies führt zu einer Erosion von Raum und Zeit und erzeugt ein Bewusstsein einer umfassenden Gewalt.
- Er spricht auch über Franz Neumann, einen Schüler von Schmitt, der eine Analyse des Nationalsozialismus veröffentlichte. Neumanns Analyse sah den Nationalsozialismus nicht als hierarchisches System, sondern als einen Vierkampf zwischen Partei, Staat, Wirtschaft und Militär.
- Bredekamp endet mit einer Diskussion über seine eigene Beziehung zu Schmitt und wie er Schmitts Theorien verwendet, um aktuelle politische Prozesse zu verstehen.
“In diesem Sinne kann man sagen, dass Schmitts Theorie eine Art von “Feindliebe” beinhaltet. Der Feind ist nicht nur ein Gegner, den man bekämpfen muss, sondern auch ein notwendiger Teil unserer politischen Identität und ein Mittel zur Reflexion und Selbstverständnis.”
Kurz: Nein – so hat Bredekamp das nicht gesagt.
Was sich belegen lässt:
- Bredekamp argumentiert tatsächlich in deine Richtung – aber anders formuliert.
Er sagt sinngemäss: Das Freund–Feind-Schema kann Gewalt einhegen, nicht nur eskalieren. (Deutschlandfunk Kultur) - Zentral bei ihm (und auch im Vortrag, den du transkribiert hast):
Der Feind ist ein Gegenüber, an dem sich das Eigene klärt
(→ „eigene Frage als Gestalt“). - Aber:
Die Formulierung „Feindliebe“, „notwendiger Teil unserer Identität“, „Mittel zur Reflexion“
→ das ist didaktische Übersetzung / Sekundärsprache, nicht Bredekamps Sprache. - Unterschied präzise:
| Ebene | Bredekamp | dein gefundenes Zitat |
|---|---|---|
| Ton | analytisch, kühl | versöhnlich, fast normativ |
| Begriff | Einhegung, Gegenüber | „Feindliebe“, Identität |
| Funktion | Begriffsarbeit | Sinnstiftung |
- Harte Diagnose:
Das Zitat klingt wie eine nachträgliche Glättung dessen, was bei Bredekamp noch Spannung hat.
Kurzfassung:
Bredekamp sagt: Der Feind ist notwendig, um politische Form zu bestimmen.
Dein Zitat sagt: Der Feind ist gut für uns.
Das ist nicht dasselbe.
| Freund | Feind |
|---|---|
| Mitglieder der eigenen politischen Gemeinschaft | Mitglieder einer anderen politischen Gemeinschaft |
| Personen, die die gleichen politischen Werte und Ziele teilen | Personen, die unterschiedliche oder gegensätzliche politische Werte und Ziele haben |
| Personen, mit denen man kooperiert und solidarisch ist | Personen, gegen die man sich abgrenzt und mit denen man im Konflikt steht |
| Personen, die die eigene politische Identität bestätigen und stärken | Personen, die die eigene politische Identität in Frage stellen und herausfordern |
| Personen, die als Teil der “Wir”-Gruppe betrachtet werden | Personen, die als Teil der “Sie”-Gruppe betrachtet werden |
Jan Assmann: Ausnahmezustand und Messianismus. Schmitt – Taubes – Agamben
“In seinem Buch Il Tempo che resta definiert Giorgio Agamben die messianische Zeit, die Zeit, die bleibt, als eine Frist zwischen der Erscheinung des Messias und seiner Wiederkehr. Im Rückgriff auf Taubes und Carl Schmitt deutet Agamben diese Frist als Ausnahmezustand, der das Gesetz „aufhebt“.”
Jens Hacke #Gegneranalyse
https://de.wikipedia.org/wiki/Dezisionismus
“Wer Menschheit sagt, will betrügen.” (26:26)
Der Anwalt des Reiches | Reinhard Mehring über den Juristen Carl Schmitt [2010]
Erste Entwürfe, an und aufregungen
reload für aktuellen Schreibstand

Das Ende der Geschichte (1930). Das Ende der grossen Erzählungen (1979). Das Ende der Theorie (2008). In einem ruckelfreien Livestream überträgt der Humanismus unter wechselnden Schlag!worten des Ausnahmezustandes sein eigenes Ende. 500 Jahre sind vergangen seit jenem legendären Wurstessen vom 9. März 1522 zu Zürich. Splitterfasernackt. Wie verlangt ideal Transparent und in allen Verästelungen ideal auf die Hundertstelssekunde nachvollziehbar, wie in der Versionsgeschichte der Wikipedia wird bewiesen: Jetzt geht es anders weiter. (so?)
Seine Tochter Anima hat Carl Schmitt längst in den Schlaf erzählt. Und so sinniert er am Ende seines 1942 erschienen Kinderbuches einsam und abstrakt: “In Wirklichkeit erleben wird nur das Ende der bisherigen Verhältnisse von Land und Meer. Doch die menschliche Angst vor dem Neuen ist oft ebenso gross wie die Angst vor dem Leeren, auch wenn das Neue die Überwindung des Leeren ist. Daher sehen jene Vielen nur sinnlose Unordnung, wo in Wirklichkeit ein neuer Sinn um seine Ordnung ringt.”
“Papa, erklär mir die Welt”, betteln die gross und alt gewordenen Kinder noch heute. Land und Meer wird nicht mehr die Antwort sein. Und auch auch Carl Schmitt wird später wissen:
„Nach dem Ersten Weltkrieg habe ich gesagt: ‚Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet‘. Nach dem Zweiten Weltkrieg, angesichts meines Todes, sage ich jetzt: ‚Souverän ist, wer über die Wellen des Raumes verfügt.”
Wikipedia gibt Quellenangabe: Christian Linder, Freund oder Feind, Lettre International, Heft 68, 2005 | Der Satz, welcher vom gleichen Autor verbürgt ist, lässt sich finden in deutschlandfunk vom 12.08.2012

Was hat die Menschen passiert?

Eine sehr kurze Zeittafel:
1522 Sola Scriptura — keine Vermittlung. Keine
1780 die NZZ gründet sich
1833 Das Medienhaus Ringier gründet sich
1836 Die AZ Medien Gründen sich
1837 Samuel Morse findet den Massenmedien einen Rückkanal
1843 Ada Lovelance erfindet den Computer
1857 Die #LavinaNera rollt
1886 Heinrich Hertz überträgt Daten durch die Luft (Funk)
1893 Das Medienhaus Tagesanzeiger gründet sich
1931 Radio Beromünster gündet sich
Das Trauma “Menschlicher Kommunikation”: FEIND HÖRT MIT
Die deutsche Soziologie der Kriegsverlierer erfindet sich einen Reim auf die Erfahrung von #Zivilisationsbruch:
- MEHR DES SELBEN: Die #OrganismusAnalogie aus Frankfurt (Habermas)
- SOWOHL ALS AUCH: Die #OntologieAnalogie aus Zürich (Heintz)
- WEDER NOCH: Die #ParadoxieAnalogie aus Wien (Watzalwick, Wiener, Wittgenstein)
- ANDERS. UND ANDERS ALS SO: Die #SystemAnalogie aus Bielefeld (Luhmann)
1989 Tim Berners Lee zeigt den Hyperlink
2001–2007 deuten Wikipedia und Creative Commons an, was möglich ist und wir durch “Web 2.0” durch GAFAM erledigt.
2020 verlangte Marc Walder #Solidarität von Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Bildungshäuser, Massenmedien für eine Politik in schweren Tagen. #WalderGate
1. April 2022 verkündet Bundesrat Alain Berset für die Schweiz “Rückkehr in die normale Lage“
Im Oktober verlangt der Präsident der Christlichen Partei der Schweiz: “Liebe deine Freunde — Hasse deine Feinde” (Die Elefantenrunde #SRFarena | Der NATO-Generalsekretär)


“Souverän ist, wer über die Wellen des Raumes verfügt.”
(…)
(…)
(…)
Gibt es Alternativen zu einem Denken in der Kategorie von ((Freund)Feind)?
“Merke: Es gibt nicht nur falsche Antworten. Es gibt auch falsche Fragen. Grundfalsche sogar. Grundfalsch, weil sie die Perspektive verwechseln.”
Falsch gefragt.
Ich suchte nach “Johannes 8, 1–11” und bekam diese Antwort von Google zugspielt.
“Und was tut Jesus? Er bückt sich und schreibt in den Sand. Das tut er nicht, um Verlegenheit zu überspielen, und nicht, um sich vor einer Antwort zu drücken. Seine wortlose Geste gibt vielmehr eine Antwort, wie sie schärfer und eindeutiger nicht ausfallen könnte – allerdings eine Antwort, wie sie die Schriftgelehrten auch nicht erwartet hatten. Indem Jesus nämlich in den Sand schreibt, setzt er ein altes prophetisches Zeichen. Ein Zeichen, das jeden, der des Alten Testaments kundig war, treffen musste wie der Blitz. An einer Stelle im Buch des Propheten Jeremia heißt es nämlich: Alle, die dich verlassen Herr, werden zuschanden, die sich von dir abwenden, werden in den Staub geschrieben, Jeremia 17,13.”
Anderswo legt eine Franziskanische Stimme andere Interpretationen dar, welche am 5. Fastensonntag besprochen wird:
“Diese eindrucksvolle Erzählung gehört mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht zum ursprünglichen Text des Johannes-Evangeliums, sondern es handelt sich um einen späteren Einschub. Sie taucht zum ersten Mal außerbiblisch in der sog. „Didaskalia“, einer syrischen Kirchenordnung des 3. Jahrhunderts auf, und sie wandert dann allmählich in die verschiedensten griechischen und lateinischen Bibelhandschriften und wird an dieser Stelle im Johannes-Evangelium eingefügt, Vor allem durch die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus, die Vulgata, ist sie dann auch in der gesamten westlichen Christenheit bekannt geworden; und wohl erst seit dem 4. Jh. gehört sie fest zum Kanon der neutestamentlichen Bibel…”
und:
“Die Schrift wird sakral, und geschieht ausgerechnet in Israel. Vom alten griechischen Alphabet wissen wir, dass es das mündlich gesprochene Wort exakt einfängt, es kennt auch für die Vokale Buchstaben. Die hebräische Schrift hingegen besteht nur aus Konsonanten, die Vokalisierung bleibt offen. Das schafft gegenüber der Alltagssprache Distanz. Die hebräische behält sich so einen ‘identitätsstiftenden Nimbus’. Die Schrift wird zur Heiligen Schrift.
Die Sakralisierung der Schrift hat Folgen. Gerade die Schriftgelehrten laufen Gefahr, sich auf den bloßen Buchstaben des Gesetzes zu fixieren. Es kommt zu Formen einer ‘Schriftverehrung’, wie der Evangeliumstext deutlich macht. Bei Paulus wird später zu lesen sein „vom Buchstaben, der tötet, und vom Geist, der lebendig macht“.”
“Die Geste unterbricht den Mechanismus der Verurteilung. Der schreibende Finger aber erinnert an den Gottesfinger, der auf dem Berg Sinai die beiden Tafeln beschrieben hat. Aber diesmal wird nicht gesagt, was geschrieben wird. Die Leerstelle ist markant. Dann folgt der berühmte Satz: ‘Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.’ Dadurch lenkt Jesus die Aufmerksamkeit von der Beschuldigten weg auf die Schuld der Beschuldiger. Denen, die meinen, den Gotteswillen genau zu kennen, wird klar, dass auch sie auf die Barmherzigkeit Gottes angewiesen sind.”
und der dortige 6. Hinweis:
“An Johannes 8, 1 ‑11 wird auch uns Heutigen zutreffend klar, dass das Christentum – anders als Judentum und Islam – keine Buchreligion ist. Abschließend sein Paulus angefügt: ‘Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von Fleisch.’”
- Auge um Auge (Zivilisierung)
- Liebe deine Feinde (Musterunterbrechung)
- “…der werfe den ersten Stein.” (Trick: Umdrehung der Perspektive)
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Widerspruch ist Zuspruch vs. Widerspruch als Mittel der Identitätsbildung
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Diverse Notizen
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Hugo Ball hat von mir gesagt (1924!): ‘In der Gewissensform seiner (juristischen) Begabung sieht er seine Zeit.’ (2005/Lettre.de)
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Linders Verfahren besteht zunächst darin, die Originaldokumente ausführlich zu zitieren. Im Verhör durch Robert Kempner, dem stellvertretenden US-Chefankläger, erklärt Schmitt sein einflussreiches Wirken im “Dritten Reich” damit, dass er sich Hitler “geistig unendlich” überlegen gefühlt habe und “dem Wort Nationalsozialismus” einen eigenen Sinn habe geben wollen. Linders kritischer Kommentar dazu: “Kempner stockte einen Moment angesichts dieser Prahlerei […] Hatte Schmitt in dem Moment begriffen, dass sein Hochmut, der Einzige gewesen zu sein, den Nationalsozialisten ein intellektuell anspruchsvolles Konzept liefern zu können, ihn in die größte Niederlage seines Lebens getrieben hatte?” () An die Stelle des sich immer mehr kompromittierenden und in Grabenkämpfen verstrickten Parteienstaates sollte einheitlicher Volkswille treten, der Jean Jacques Rousseaus volonté génerale nicht unähnlich war. () “Eine Diktatur insbesondere ist nur auf demokratischer Grundlage möglich”, heißt es 1928 in der “Verfassungslehre” , zu einer Zeit also, wo Lenin und Mussolini mit dieser Lehre bereits reale Staaten begründet hatten. Auf der Grundlage dieser Homogenitätslehre entfaltet Schmitt sein Werk in verschiedene Richtungen und liefert allen Gegnern des Liberalismus Schlagworte, die in ihrer Radikalität als fulminant gewertet wurden, in Wahrheit jedoch nur von einem unpolitischen Denken zeugen, das elitäre Parolen verbreitete, ohne sich in die Niederungen konkreter Politik zu begeben. 1932 verteidigt er als einer von vier Reichsanwälten vor dem Reichsgericht in Leipzig die Diktaturmaßnahmen des Reichspräsidenten gegen Preußen, 1934 rechtfertigt er in seinem berüchtigten Artikel “Der Führer schützt das Recht” die Morde an Ernst Röhm und seinem Gefolge. () Den Bürgerkrieg beenden, die Zerrissenheit überwinden, das konnte, nicht nur nach Schmitts Auffassung, allein eine starke Macht. Das Wirken des Bösen war lediglich durch ein Katechon, die griechische Bezeichnung für eine geheimnisvolle Macht, aufzuhalten, der sich jeder unterzuordnen hat. Der große Leviathan wurde konsequenterweise durch den Führer ersetzt, der nicht unbedingt mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen ist. Diesen Glauben an eine irrationale Kraft entdeckte allerdings bereits Hugo Ball 1924 in seiner Rezension von Schmitts “Politischer Theologie”. Das Erlösungsbedürfnis, dessen biografischen Untergrund Linder im letzten Teil ausführlich darstellt, verbindet Schmitt auch mit dem katholischen Staatsphilosophen Donoso Cortes… () “Sei ruhig! Es war nur gedacht”, mit diesem seinem Lieblingszitat aus Goethes “Faust” pflegte Schmitt sein wildes Denken zu legitimieren. Schmitt verstand sich wohl als Partisan. Linders facettenreiche Text- und Bildcollage beweist indes, dass sich hier ein Spießbürger in der Rolle des Querdenkers gefiel. (Literaturkritik)
(…)
Schmitts Wechsel zum Nationalsozialismus ist als Problem des Charakters, sondern als „Problem der Theorie“ zu begreifen. (Carl Graf Ballestrem)
(…)
(…)
(…)
(…)
(…)
(…)
Das Kriegsende erlebte Carl Schmitt in Berlin. Am 30. April 1945 wurde er von sowjetischen Truppen verhaftet, nach kurzem Verhör aber wieder auf freien Fuss gesetzt. Am 26. September 1945 verhafteten ihn die Amerikaner und internierten ihn bis zum 10. Oktober 1946 in verschiedenen Berliner Lagern. Ein halbes Jahr später wurde er erneut verhaftet, nach Nürnberg verbracht und dort anlässlich der Nürnberger Prozesse vom 29. März bis zum 13. Mai 1947 in Einzelhaft arretiert. Während dieser Zeit wurde er vom stellvertretenden Hauptankläger Robert M. W. Kempner als possible defendant (potentieller Angeklagter) bezüglich seiner „Mitwirkung direkt und indirekt an der Planung von Angriffskriegen, von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verhört. Zu einer Anklage kam es jedoch nicht, weil eine Straftat im juristischen Sinne nicht festgestellt werden konnte: „Wegen was hätte ich den Mann anklagen können?“, begründete Kempner diesen Schritt später. „Er hat keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, keine Kriegsgefangenen getötet und keine Angriffskriege vorbereitet.“[81] Schmitt selbst hatte sich in einer schriftlichen Stellungnahme als reinen Wissenschaftler beschrieben, der allerdings ein „intellektueller Abenteurer“ gewesen sei und für seine Erkenntnisse einige Risiken auf sich genommen habe. Kempner entgegnete: „Wenn aber das, was Sie Erkenntnissuchen nennen, in der Ermordung von Millionen von Menschen endet?“ Schmitt soll geantwortet haben: „Das Christentum hat auch in der Ermordung von Millionen von Menschen geendet. Das weiss man nicht, wenn man es nicht selbst erfahren hat“.
(…)
(…)
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Video ohne Quellenangabe…
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(…)

Stefan M. Seydel, aka sms, aka sms2sms in «Zürcher Festspiel 1901″ (2019, Fotocredit: Charles Schnyder): Twitter, Wikipedia (Lemma), Youtube (aktuell), Soundcloud, Mastodon, Instagram (gesperrt), Snapchat, TikTok, Twitch, t.me/WikiDienstag (Nicht in Betrieb)
Stefan M. Seydel/sms ;-)
(*1965), M.A., Studium der Sozialen Arbeit in St. Gallen und Berlin. Unternehmer, Sozialarbeiter, Künstler.
Ausstellungen und Performances in der Royal Academy of Arts in London (Frieze/Swiss Cultural Fund UK), im Deutsches Historisches Museum Berlin (Kuration Bazon Brock), in der Crypta Cabaret Voltaire Zürich (Kuration Philipp Meier) uam. Gewinner Migros Jubilée Award, Kategorie Wissensvermittlung. Diverse Ehrungen mit rocketboom.com durch Webby Award (2006–2009). Jury-Mitglied “Next Idea” Prix Ars Electronica 2010. Pendelte bis 2010 als Macher von rebell.tv zwölf Jahre zwischen Bodensee und Berlin. Co-Autor von “Die Form der Unruhe“, Umgang mit Information auf der Höhe der Zeit, Band 1 und 2, Junius Verlag Hamburg. Ruhendes Mitglied als Ex-Vice-Präsident im P.E.N.-Club Liechtenstein. Er war drei Jahre Mitglied der Schulleitung Gymnasium Kloster Disentis. Ab 2018 arbeitete er in Zürich-Hottingen im unter rebell.tv entwickelten Workflow u.a. in Zusammenarbeit mit Statistik Stadt Zürich und Wikimedia Schweiz unter dem Label “WikiDienstag.ch”. Er publizierte während der Corona-Krise im Frühling 2020 in der NZZ einen Text über Wikipedia, initiierte Jahresfestivals #PaulWatzlawick, #StanisławLem (doi: 10.55301/9783849770006), #KatharinaVonZimmern und sammelt im Blog von Carl Auer Verlag, Heidelberg, “Elemente einer nächsten Kulturform”. Im Juli 2020 kehrt er mit seinem 1997 gegründeten Unternehmen (Spin-Off mit Aufträgen der FH St. Gallen, Gesundheitsdirektion Kanton St. Gallen, Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der EU aus einer Anstellung als Leiter Impuls- und Pilotinterventionen für die Aids-Hilfe St. Gallen/Appenzell) zurück nach Dissent.is/Muster, mitten in die Schweizer Alpen.
Textsorte: (1) Traum, (2) Blitz, (3) Bekenntnis, (4) Memo, (5) Märchen, (6) Drama, (7) Tabu
Arbeitsform: Dokumentation, Listenbildung, Work in Progress
Anlass: (…)
TL;DR: (…)
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