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pfister | normale lage | #wef26 | gerechter krieg | 28. januar (2026)

(sonst rede ich ja frei… hier was ich aus zeitgründen vom teleprompter abgelesen ha!ha!habe)
dass ich die freude an thomas von aquin sehr früh verloren habe, daran werde ich im kirchenjahr hier unterhalb vom kloster disentis jedes jahr am 28. januar erinnert.
WELCOME TO THE SURSILVAN SPEAKING PART OF THE WORLD
übrigens: genau heute setzt sich bundesrat pfister dafür ein, dass das militär mehr geld bekommt. bezahlen sollen es die konsumierenden bürgerlein: über die mehrwertsteuer.
gewinne privatisieren.
belastungen verteilen.
OB IHR DUMM SEID, HABE ICH GEFRAGT.
jetzt aber der reihe nach:
- krieg ist organisierte gewalt.
mit zielen.
mit strategien.
mit budgets. - seit der scholastik gilt, was jeden abend in der ersten tagesschau vom staatsfunk bestätigt wird:
- nur legitimierte autoritäten dürfen krieg führen.
sonst heisst es terrorismus. - es braucht einen gerechten grund.
- die absicht muss gerecht sein.
töten selbst bleibt: schei**e.
- nur legitimierte autoritäten dürfen krieg führen.
- wer hat das formuliert?
thomas von aquin. um 1270.
sein papst führte reale kriege.
der beste philosoph seiner zeit systematisierte es:
bellum iustum. wikipedia hilft. chatgpt weiss es auch.
meine freude an den grossen mystikern verlor ich aber schon früher.
bei augustinus. er lebte um 400.
die eben noch verfolgten christen
werden staatsreligion des untergehenden römischen reiches.
die kaiser setzen einen papst ein. wo?
logo: in rom!
und das erste, was die besten der besten dieser neuen machtkirche getan haben:
sie legitimieren krieg. organisierte gewalt.
erasmus von rotterdam, der spiritus rector der radikalen kräfte der reformation in zürich, welche strengen pazifismus, herrschaftsfreiheit, gütergemeinschaft, open access gerufen haben, blieb der katholischen kirche streng treu, notierte aber in seiner KLAGE DES FRIEDENS nichts weniger als:
frieden ist nicht das ziel
sondern der weg
in meiner gefängniszelle als kriegsdienstverweigerer
lagen augustinus’ bekenntnisse. ich las sie als junger mann wie parallel dazu die bibel.
NIE WIEDER
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Die Universität hat über 50 verschiedenen Pazifismen ausformuliert. Und das “Lieblingsargument” ist: Pazifismus sei naiv, ein grobes Denken in schwarz und weiss. Im Frühjahr 2025 wurde diese “Tatsache” jetzt auch offiziell von den Mennoniten aus dem Schweizer Jura an der Universität Zürich bestätigt und empirisch am eigenen Beispiel im Film KINDER DES FRIEDENS belegt.
Der Denkfehler liegt (natürlich!) nicht im Pazifismus, sondern in einer strategisch absichtsvoll entstellten Lesart. Das gut dokumentierte Beispiel der “Schweizer Brüder” zeigt:
- Pazifismus ist zunächst keine individuelle Passivität.
Der Vorwurf der Naivität unterstellt, Pazifismus sei Weltflucht oder moralische Reinwaschung. Dabei führt gerade die Berufung auf diese gedankliche Position zu einer aktiven, radikal-konfrontativen Praxis – etwa der öffentlichen Wehrdienstverweigerung oder des zivilen Ungehorsams. - Wer Pazifismus als “unrealistisch” abtut, wird gleichzeitig aber anerkennen, dass gewaltfreie Strukturen fürchterlich gewaltsam sein können.
Wenn man Gewalt nur physisch denkt, übersieht man strukturelle Gewalt: Armut, Ausschluss, Erpressung durch Netzwerke, Märkte oder Papiere. Gewalt ohne Knüppel – aber mit Kalkül. Hier zeigt sich: Gewaltlosigkeit auf der Oberfläche ist kein Beweis für Gerechtigkeit. - Die Kritik verkennt die Logik von vier Machtdimensionen (“Zürcher Schule”, Soziologie, Universität Zürich), welche am Beispiel der “Schweizer Brüder” ideal gezeigt werden können:
Wer Pazifismus als naiv abtut, misst mit den falschen Kategorien:- Anordnung im Sinne der Hierarchie, Herrschaft etc.
- Durchsetzung im Sinne der Anwendung von Gewalt
- Zugang im Sinne von Kontrolle von Eigentum
- Legitimation im Sinne von Deutungshoheit über Wahrheit.
Die “Schweizer Brüder” kippten mit ihrem “Sola Scriptura” ganz präzis diese Logik ;-)
- Der vermeintliche Denkfehler ist ganz offensichtlich ein Denkverbot.
Wer Pazifismus mit Naivität gleichsetzt, will ihn nicht prüfen, sondern abwehren. Es ist keine Analyse, sondern ein Reflex – oft einer derer, die sich selbst als Realisten inszenieren und dabei genau das verschleiern, was Gewalt strukturell ermöglicht.
Spoiler:
Pazifismus ist nicht naiv, sondern radikal – weil er die Logik der Gewalt durchbricht, nicht nur in den Mitteln, sondern in der Anordnung der Welt. Das Missverständnis liegt darin, dass man ihn innerhalb der gewaltsamen Ordnung misst, statt zu begreifen, dass er diese Ordnung selbst infrage stellt.
Gewaltfreie Kommunikation, ist bloss zu wenig Herrschaftsfreie Kommunikation.
@sms2sms
Die Systemtheorien (im deutschsprachigen Raum) machten in der Aufarbeitung von #Holocaust (uva Peter Heintz, Universität Zürich, und die daraus entstandene sogn. “Zürcher Schule”) einen interessanten unterschied:
- Wer „vom Menschen her“ denkt,
sucht Handlungsgründe, Absichten, Tugenden. Pazifismus erscheint hier oft als moralische Haltung, als individuelle Entscheidung. Diese Lesart macht angreifbar – weil sie fragt: Was bringt das konkret? Was, wenn der andere nicht mitspielt? - Wer „vom System her“ denkt,
analysiert strukturelle Bedingungen, Kommunikation, Machtlogiken. In dieser Perspektive ist Pazifismus keine bloße Haltung, sondern eine Veränderung der Spielregeln:- nicht nur wie gehandelt wird,
- sondern unter welchen Bedingungen überhaupt gehandelt werden kann.
- Der Vorwurf der Naivität entsteht genau dort, wo diese Ebenen vermischt werden.
Wer strukturelle Gewalt (Systemebene) mit moralischer Schwäche (Individualebene) verwechselt, wird den Pazifismus nie ernst nehmen – weil er ihn gar nicht als Alternative zur Ordnung begreift, sondern nur als Gesinnung in der bestehenden. - Deutschsprachige Soziologie hat diesen Bruch sichtbar gemacht.
- Luhmann etwa sagt: Nicht Menschen handeln, sondern Kommunikation schliesst an Kommunikation.
- Adorno fragt nicht: Was soll ich tun? Sondern: Was macht die Struktur mit dem Menschen?
- Silvia Staub-Bernasconi formuliert: Soziale Arbeit arbeitet nicht an Menschen, sondern an am Sozialen.
- Pazifismus als Systemkritik “funktioniert” nur, wenn man ihn nicht als „Appell an bessere Menschen“ versteht, sondern als Kritik an Strukturen, die Gewalt als Durchsetzungsform privilegieren – also als Form der Anordnung, nicht als individuelle Ethik.
Kurz: Der Denkfehler liegt darin, Pazifismus anthropologisch (vom guten Willen) statt systemisch (als Umbau von Bedingungen) zu verstehen. Pazifismus kann als naiv inszeniert werden – solange man sich weigert, die Systemebene überhaupt zu thematisieren. Präzis daran arbeiteten “die Schweizer Brüder” vor 500 Jahren in Zürich, “die Zürcher Schule” vor 50 Jahren.
FUNFACT: Der aktuelle Papst Leo XIV ist radikaler als die akademischen Mennoniten? Nach dem Jesuiten mit dem Namen Franziskus verweist der Name auf Papst Leo XIII, welcher Rerum Novarum massgeblich aus der Surselva bezogen hat. An der Macht war damals im fürstl. Closter Dissentis Abt Benedikt Prevost (aus muri-gries ;-) fun? weil fact ist, dass die aus dem piemont in die usa ausgewanderte familie von robert francis damals riggitano hiess ;-)

der papst twittert, was erasmus von rotterdam vor 500 jahren predigte? — ich fall vom (heiligen) stuhl. der augustiner leo XIV ist radikaler als der jesuit, welcher sich franziskus nannte? wo doch ausgerechnet augustinus den “gerechten krieg” herbeischwurbelte und die idee vom “gerechten frieden” der kreativitiät der deutschen bischofskonferenz im jahr des herrn 2000 überlassen hat?
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Aktuelle Versuche, das Thema im offen zugänglichen Diskurs zu skandalieren ;-)
Anlass zu diesem Eintrag:
Die ersten 18 Jahre meines Lebens, bin ich als Täufer-Kinder in der Tradition der sogenannten “Schweizer Brüder” sozialisiert worden… Eine Anarcho-Pazifistische Tradition. Spiritus Rector: Erasmus von Rotterdam. Einer der wortstarten Begründer von Humansimus im Übergang der Kulturform der Antike, zur Kulturfor der Moderne… Viele biografische Notizen… Eine intellektuelle Spurensuche… Eine fachliche Verortung meiner Perspektive…
Summary
Gerechter Krieg ist eine Idee, seit dem sogenannten 3 Kaiser Edikt. Das untergehende römische Reich, hat die anarcho-pazifistischen Freaks, welche sie bis dahin verfolgt und ermordet haben zur Staatsreligion erhoben. Und sofort haben Augustinus und Thomas von Acquin irgendwas mit GERECHTEM KRIEG zu schwurbeln begonnen…
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